3.3 (k1968k): Sonstige 1968 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 21. 1968Erste Tagung des FinanzplanungsratsKabinettsaussprache zu den StudentendemonstrationenSitzung des Kabinetts in BerlinTod von Entwicklungshelfern aus der Bundesrepublik in Südvietnam

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Sonstige 1968 erwähnte Personen

Pjotr A. Abrassimow (1912-2009)

1928-1931 Elektromechaniker, 1933-1941 Tätigkeit in diversen Gewerkschafts- und Staatsorganisationen, 1940 Beitritt zur KPdSU, 1941-1945 polititische Tätigkeit zunächst in der Roten Armee, dann im Zentralstab der Partisanenbewegung, 1945-1946 persönlicher Assistent des damaligen Vorsitzenden des Ministerrats und Ersten Sekretärs der Kommunistischen Partei (KP) in Weißrussland, 1946-1948 ständiger Vertreter des Ministerrats der weißrussischen SSR bei der Regierung der UdSSR, 1948 Erster stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats der weißrussischen SSR, Juni 1950-1952 Sekretär des ZK der weißrussischen KP, währenddessen Studium der Geschichte in Minsk, 1951 Diplom, 1950-1958 Mitglied des Obersten Sowjets der UdSSR, 1952 Erster stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats der weißrussischen SSR, 1955-1956 Sekretär des ZK der weißrussischen KP, 1956-1957 Botschaftsrat in der Botschaft in Peking, 1957-1961 Botschafter Warschau, 1961-1986 Mitglied des ZK der KPdSU, 1961-1962 Erster Sekretär des KPdSU-Gebietskommitees von Smolensk, 1962-1971 Botschafter in Ost-Berlin, 1971-1973 Botschafter in Paris, 1972-1973 zugleich Botschafter in Madagaskar, 1973-1975 Leiter der ZK-Abteilung „Sozialistisches Ausland", 1975-1983 erneut Botschafter Ost-Berlin, 1983-1985 Vorsitzender des Staatskommitees für Auslandstouristik, 1985-1986 Botschafter in Tokio

Hermann Josef Abs (1901-1994)

Nach einer Banklehre Tätigkeit in verschiedenen Bankhäusern in Bonn und Köln, ab 1923 in den Niederlanden, Großbritannien, USA und Südamerika, 1929-1934 Prokurist im Bankhaus Delbrück, Schickler & Co. in Berlin, seit 1935 als Teilhaber, 1937 Aufsichtsratsmitglied der IG-Farben-Industrie, seit 1938 Vorstandsmitglied und Direktor der Auslandsabteilung der Deutschen Bank, 1948 Mitglied, 1951 stellvertretender Vorsitzender und 1959-1973 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1951-1953 Leiter der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz, seit 1952 im Verwaltungsrat der Deutschen Bundesbahn, 1955 Leiter der Delegation bei den Besprechungen über das deutsche Vermögen in den USA, 1957-1967 Vorstandssprecher und 1967-1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Dr. Walther Ammann (1912-1969)

1947-1969 Rechtsanwalt in Heidelberg, 1956 Gründer des „Initiativ-Ausschusses für die Amnestie und der Verteidiger in Politischen Strafsachen".

Walter Arendt (1925-2005)

Ausbildung zum Bergmann, 1939-1947 Tätigkeit im Bergbau, 1943-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, Studium 1946-1947 an der Akademie für Arbeit, Frankfurt am Main, 1948-1949 an der Akademie für Gemeinwirtschaft, Hamburg, 1948-1955 Tätigkeit in der Presseabteilung der IG Bergbau und Energie, zuletzt als Leiter der Pressestelle, 1955-1964 Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der IG Bergbau und Energie, 1964-1969 Vorsitzender der IG Bergbau und Energie, 1967-1969 Präsident des Internationalen Bergarbeiterverbandes, 1946 Eintritt in die SPD, 1961-1980 MdB, 1961-1969 MdEP, 1968-1979 Mitglied des Parteivorstandes der SPD, 1973-1979 des Präsidiums der SPD, 1977-1979 stellvertretender Vorsitzender der SPD, 1969-1976 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Egon Bahr (geb. 1922)

1940-1942 Lehre als Industriekaufmann, 1942-1944 Kriegsdienst, 1944-1945 Tätigkeit als Industriekaufmann, 1945-1950 Journalist in Berlin, zunächst „Berliner Zeitung", dann „Allgemeine Zeitung" bzw. „Neue Zeitung", ab 1948 Korrespondent des „Tagesspiegel" in Hamburg und Bonn, 1950-1960 Kommentator und Leiter des Bonner Büros des Senders RIAS Berlin, 1953-1954 dort Chefredakteur, 1956 Eintritt in die SPD, 1960-1966 in der Senatskanzlei des Landes Berlin, dort Leiter der Abteilung III (Presse und Informationsabteilung), 1967 vom Land Berlin zur Dienstleistung im AA beurlaubt, 1967-1969 AA, dort Juli-November 1967 Botschafter z. b. V., 1967-1969 Leiter des Planungsstabes, 1969-1972 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, zugleich Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin, 1972-1990 MdB, 1972-1974 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1974-1976 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1976-1990 Mitglied des Parteivorstandes und des Präsidiums des Parteivorstandes der SPD, 1976-1981 Bundesgeschäftsführer der SPD, 1976-2000 Mitglied des Vorstandes der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1984-1994 Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg.

Adolf-Heinz Beckerle (1902-1976)

1921-1927 Studium der Volkswirtschaftslehre, der Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie, Diplom-Volkswirt, 1928 Eintritt in die NSDAP und die SA, 1929 Leiter der SA in Frankfurt am Main, 1931-1932 zusätzlich der SA Gruppe Hessen, 1932 kurzzeitig Mitglied des Preußischen Landtags, Juli 1932-November 1933 MdR (NSDAP), 1933-1941 (1933 zunächst vertretungsweise) Polizeipräsident in Frankfurt am Main, 1939 kurzzeitig Polizeipräsident in Lodz, 1939-1940 Kriegsdienst, 1941-1944 Gesandter in Sofia, Bulgarien, 1944-1955 Kriegsgefangenschaft, 1956-1966 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1966 Verhaftung und Anklage wegen der Teilnahme an der Deportation von 11 000 ungarischen Juden, 1968 Einstellung des Verfahrens wegen krankheitsbedingter Verhandlungsunfähigkeit.

Dr. Paul Binder (1902-1981)

1930-1937 Deutsche Bau- und Bodenbank AG, dann Wirtschaftsprüfer bei der Deutschen Revisions- und Treuhand AG, Berlin, 1937-1940 stellvertretender Direktor der Dresdner Bank, Berlin, 1941-1945 Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer in Berlin, 1945 Landesdirektor bzw. ab 1946-1947 Staatssekretär für Finanzen, zugleich Stellvertreter des Präsidenten des Staatssekretariats des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1946 Eintritt in die CDU, 1946-1947 Mitglied der Beratenden Landesversammlung, 1947-1952 und 1953-1960 MdL Württemberg-Hohenzollern bzw. Baden-Württemberg, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1964-1968 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Dr. Kurt Birrenbach (1907-1987)

1926-1934 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, juristischer Vorbereitungsdienst und journalistische Tätigkeit, 1934-1939 Tätigkeit in einer internationalen Finanzberatung in Berlin, 1939-1951 Aufenthalt in Argentinien, dort 1939-1941 und 1947-1949 Repräsentant der amerikanischen National Cash Register Company, ab 1941 der Vereinigten Stahlwerke AG und 1949-1951 der Deutschen Stahlunion, 1951-1954 nach Rückkehr nach Deutschland stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Stahlunion in Düsseldorf, 1953 Eintritt in die CDU, 1955-1981 Mitglied des Aufsichtsrates der August-Thyssen-Hütte AG, 1962-1973 dessen Vorsitzender, 1957-1976 MdB, 1957-1961 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der EGKS bzw. seit 1958 des Europäischen Parlaments, 1957-1965 Vizepräsident der Europa-Union, 1965 Sonderbeauftragter des Bundeskanzlers für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel, 1965-1987 Vorsitzender des Kuratoriums der Fritz-Thyssen-Stiftung, 1971-1978 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fritz-Thyssen-Vermögensverwaltung, 1973-1981 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1980-1987 Vorsitzender des Beirates der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus.

Peter Blachstein (1911-1977)

Nach der Ausbildung zum Buchhändler Studium der Theaterwissenschaften, Tätigkeit als freier Journalist, 1929 Eintritt in die SPD, 1931 in die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD), 1933-1934 Inhaftierung aus politischen Gründen, 1935 Emigration nach Schweden, 1936 Teilnahme am Bürgerkrieg in Spanien, anschließend Flucht über Frankreich nach Norwegen, 1943 weiter nach Schweden, dort Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Geschichte, Tätigkeit als Publizist, 1947 Rückkehr nach Deutschland und Tätigkeit als Redakteur des „Hamburger Echo", 1949-21. Mai 1968 MdB, 1957-1968 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion, 1968-1969 Botschafter in Jugoslawien.

Theodor Blank (1905-1972)

1930-1933 Sekretär im Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 1945 Stadtverordneter in Dortmund, 1945-1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1972 MdB, dort 1965-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1950-1955 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen, 1951 Leiter der deutschen Delegation beim Interimsausschuss für die Organisation der EVG, 1955-1956 Bundesminister für Verteidigung, 1957-1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Per Borten (1913-2005)

Nach dem Studium der Landwirtschaft bis 1945 Tätigkeit als Landwirtschaftsingenieur, 1945 Wahl zum Bürgermeister des Ortes Flå in der Provinz Sør-Trøndelag, Norwegen, ab 1945 Leiter der technischen Abteilung der Provinzverwaltung Sør-Trøndelag, 1945-1947 Regionalsekretär der Bauernpartei, 1949-1977 Mitglied des Parlamentes, 1955-1967 Vorsitzender der Bauernpartei, der späteren Zentrumspartei, 1965-1971 norwegischer Ministerpräsident.

Prof. Dr. Hellmut Bredereck (1904-1981)

1922-1927 Studium der Chemie, Diplom-Chemiker, 1927-1933 Privatassistent an der Universität Greifswald, 1933-1939 Privatdozent an der Universität Leipzig, 1939-1945 Professor an der Universität Jena, dort 1941-1945 Direktor des Instituts für organische Chemie und Biochemie, 1948-1969 ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für organische Chemie und organisch-chemische Technologie an der (damaligen) Technischen Hochschule (heutigen Universität), Stuttgart, dort 1959-1961 Rektor, 1961-1963 Vorsitzender der Baden-Württembergischen Rektorenkonferenz, 1964-1967 Mitglied des Wissenschaftsrates und Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission, ab 1. Juni 1968 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates, 1968-1970 Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Avery Brundage (1887-1975)

1912 als Leichtathlet Teilnehmer an den olympischen Spielen in Stockholm, ab 1929 Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komitees der USA, ab 1936 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, 1952-1972 dessen Präsident, anschließend Ehrenpräsident.

Dr. Ewald Bucher (1914-1991)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Rechtsanwalt, aufgrund eines Entnazifizierungsverfahrens 18 Monate Berufsverbot, 1951 Geschäftsführer des Landesverbandes der württembergischen Gewerbe- und Handelsvereine, 1953-1969 MdB (FDP), dort 1956-1961 Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, 1957-1962 stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1962-1965 Bundesminister der Justiz, 1964 Kandidat bei der Wahl des Bundespräsidenten, 1965-1966 Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau, 1971-1987 Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1972 Austritt aus der FDP, seit 1983 in der CDU.

Clark McAdams Clifford (1906-1998)

1922-1928 Studium der Rechtswissenschaften, anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1944-1945 Kriegsdienst, zuletzt Marineadjutant des US-amerikanischen Präsidenten, 1946-1950 Tätigkeit als Berater des Präsidenten, 1950-1968 erneut Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1962-1968 Vorsitzender des Regierungsbeirates zur Auswertung ausländischer Geheimdienstinformationen und Regierungsberater, 1968-1969 Verteidigungsminister der USA, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1977 Sonderbeauftragter des US-amerikanischen Präsidenten im Zypern-Konflikt.

Maurice Couve de Murville (1907-1999)

Seit 1930 in der französischen Finanzverwaltung, 1937-1940 Direktor der Auslandsabteilung des Finanzministeriums, 1940 Entlassung durch die Vichy-Regierung und Flucht nach Nordafrika, 1943-1945 Mitglied des Comité Français de la Libération Nationale bzw. ab 1944 der Provisorischen Regierung der Französischen Republik, 1945-1950 Generaldirektor der Politischen Abteilung des Außenministeriums, 1950-1955 französischer Botschafter in Kairo, 1955-1956 in Washington und 1956-1958 in Bonn, 1958-1968 französischer Außenminister, 1968-1969 Ministerpräsident.

Willi Daume (1913-1996)

Unternehmer in Dortmund, 1949-1955 Präsident des Deutschen Handball-Bundes, 1950-1970 Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), seit 1956 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 1972-1976 dessen Vizepräsident, 1961-1992 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), 1966-1972 Präsident des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in München 1972, 1979-1988 Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft e. V., 1988-1991 Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Michel Debré (1912-1996)

Seit 1934 im französischen Staatsdienst (Conseiller d'Etat), 1940-1944 Mitglied der Résistance, 1945 vom provisorischen Kabinett de Gaulle mit der Vorbereitung einer Verwaltungsreform beauftragt, 1947 Generalsekretär für deutsche und österreichische Angelegenheiten, seit 1947 Mitglied gaullistischer Parteiformationen, 1948-1962 Senator für das Département Indre-et-Loire, 1958-1959 Justizminister, 1959-1962 Ministerpräsident, 1966-1968 Wirtschafts- und Finanzminister, 1968-1969 Außenminister, 1969-1973 Verteidigungsminister, 1966-1989 Bürgermeister von Amboise, seit 1979 MdEP.

Willy Dehnkamp (1903-1985)

Lehre als Schlosser, 1920 Eintritt in die SPD, 1926 Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Groß-Hamburgs, 1928 Vorsitzender der SPD im Landkreis Bremen-Blumenthal, 1933 Inhaftierung aus politischen Gründen, 1935-1936 erneute Inhaftierung, 1942-1948 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949-1951 Ortsamtsleiter Bremen-Blumenthal, 1951-1965 Senator für das Bildungswesen der Freien Hansestadt Bremen, 1963-1965 Zweiter Bürgermeister und stellvertretender Präsident des Senats, 1965-1967 Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, ab 24. Juni 1968-1972 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates.

Dr. Otto Ernst (1909-1993)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1936-1937 juristischer Hilfsarbeiter in der Privatwirtschaft, 1937-1945 bei der Reichsschuldenverwaltung, 1945-1946 ohne Beschäftigung, 1946-1947 beim Finanzamt Dortmund-Süd, 1947-1948 bei der Zentralschuldenverwaltung für die Britische Zone, Hamburg, dort Mitglied des Kollegiums der Zentralschuldenverwaltung, 1948 Versetzung an das Oberfinanzpräsidium Düsseldorf unter Abordnung an die Zentralschuldenverwaltung für die Britische Zone bzw. an die Schuldenverwaltung des VWG bzw. Bundesschuldenverwaltung, 1948-1951 dort ständiger Hilfsarbeiter im Kollegium der Schuldenverwaltung des VWG, 1951-1952 als Staatsfinanzrat Mitglied des Kollegiums der Bundesschuldenverwaltung, 1952-1968 Vizepräsident, 1968-1974 Präsident der Bundesschuldenverwaltung.

Edgar Faure (1908-1988)

Ab 1928 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1943-1944 Leiter der Rechtsabteilung im Nationalen Befreiungskomitee unter General de Gaulle, später bei der provisorischen französischen Regierung in Algier, 1945-1946 Mitglied der französischen Anklagevertretung beim Internationalen Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg, 1946-1955/56 Mitglied der Nationalversammlung (Radikalsozialistische Partei), 1949-1951 Staatssekretär im Finanzministerium und Budgetminister, 1951-1952 Justizminister, 18. Jan. bis 29. Febr. 1952 Ministerpräsident, anschließend Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung, 1953-1955 Wirtschafts- und Finanzminister, Januar 1955 Außenminister, Februar 1955 bis Januar 1956 erneut Ministerpräsident, 1958 Finanzminister, 1959-1966 Senator, bereitete 1963 als Sonderbeauftragter de Gaulles die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu China vor, 1966-1968 Landwirtschaftsminister, 1967-1968 und 1973-1980 erneut Mitglied der Nationalversammlung (Linksgaullisten), 1968-1969 Unterrichtsminister, 1972-1973 Staatsminister für soziale Fragen, 1973-1978 Präsident der Nationalversammlung, 1978 Aufnahme in die Académie Française, 1979-1981 MdEP, 1980 erneut Senator.

Hans Werner Graf Finck von Finckenstein (geb. 1926)

1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaften, ab 1948 Tätigkeit als Journalist, später Leiter der außenpolitischen Redaktion der „Allgemeine Zeitung", Mainz, zuletzt 1961-1968 Korrespondent der Zeitung „Die Welt" in Bonn, 1968-1990 AA, dort 1968-1972 Presseattaché an der Botschaft London, 1972-1976 Botschaftsrat an der Botschaft Prag, 1976-1979 Generalkonsul in Boston (USA), 1980-1984 in der Zentrale, Bonn, dort als Botschafter Leiter der Abteilung 7 (Protokoll), 1984-1987 Botschafter in Argentinien, 1987-1990 Botschafter in Mexiko.

Henry Hamill Fowler (1908-2000)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften ab 1933 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1934-1938 Rechtsberater der Tennessee Valley Authority, USA, dort 1939 stellvertretender Generalsyndikus, 1941 Stellvertretender Justitiar des Amtes für Produktionsmanagement, 1942-1944 der Behörde für Kriegsproduktion, 1944 Berater einer US-amerikanischen Wirtschaftsdelegation in London, 1945 Berater der US-amerikanischen Außenhandelsbehörde, 1946-1961 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1951-1952 Leiter der Nationalen Produktionsverwaltung, 1952-1953 Direktor der Behörde für Verteidigungsmobilisierung, Leiter der Behörde für Verteidigungsproduktion und Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates, 1961 Staatssekretär im Finanzministerium, 1968-1969 Finanzminister, anschließend Partner bei der Investment-Bank Goldman, Sachs & Co.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Seit 1911 Berufsoffizier in der französischen Armee, 1914-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1931 verschiedene Kommandierungen, u. a. 1924 im Stab der Rheinarmee in Mainz, 1927 Bataillonskommandeur in Trier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1937-1939 erneute Truppenverwendung, zuletzt 1939 Kommandeur einer Panzerdivision, 1940-1943 Gründer des Londoner Komitees „Freies Frankreich", Chef der „Freien Französischen Streitkräfte" und Chef des „Nationalen Verteidigungskomitees", 1943 Präsident des „Nationalen Befreiungskomitees", ab 1944 der „Provisorischen Regierung der französischen Republik", 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Reinhard Gehlen (1902-1979)

1920-1945 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, zuletzt (bis April 1945) als Generalmajor im Generalstab des Heeres Chef der Abteilung Fremde Heere Ost, ab 1946 Aufbau und Leitung der „Organisation Gehlen", 1956-1968 Präsident des Bundesnachrichtendienstes.

John Glandorf (geb. 1906)

1926-1933 Studium des Maschinenbaus, Diplom-Ingenieur, 1933-1936 Tätigkeit als Konstrukteur in der Industrie, 1936-1945 Technischer Angestellter bzw. Beamter im Geschäftsbereich des Reichsluftfahrtministeriums, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1947 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1947-1956 Konstrukteur und Betriebsleiter in der Industrie, 1956 Eintritt in die Bundeswehr als Dezernent und Abteilungsleiter im Güteprüfdienst, seit 1960 Leiter der Abteilung VI (Wehrtechnische Abteilung) der Wehrbereichsverwaltung I, Kiel.

Alfons Goppel (1905-1991)

1932-1934 Rechtsanwalt in Regensburg, 1934-1938 Staatsanwalt in Kaiserslautern, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Landrat des Landkreises Aschaffenburg, 1952 Erster Bürgermeister von Aschaffenburg, 1954-1978 MdL (CSU), 1957-1958 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, 1958-1962 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1962-1978 Bayerischer Ministerpräsident, 1957-1991 Mitglied des CSU-Landesvorstands, 1979-1984 MdEP.

Hans von der Groeben (1907-2005)

1933-1942 Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1952 Oberpräsidium Hannover, Abteilung Finanzen, bzw. Niedersächsisches Ministerium der Finanzen, 1952-1958 BMWi, dort 1952-1958 Leiter der Unterabteilung III D (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), seit 1956 Vorsitzender des Ausschusses Gemeinsamer Markt der Brüsseler Regierungs-Konferenz, 1958-1970 Mitglied der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bzw. (ab 1967) der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel.

Johannes Gutenberg (Johannes Gensfleisch zur Laden) (1397/1400-1468)

Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern in Mainz.

Dr. Günther Harkort (1905-1986)

1928-1929 kaufmännischer Volontär in London und Paris, 1934-1936 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel und 1937-1941 im Statistischen Reichsamt, Berlin, 1941-1943 Reichswirtschaftsministerium, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946 Wirtschaftsministerium Württemberg-Baden, 1946 beim Beauftragten für Preisbildung und Preisüberwachung der US-Zone, 1946-1947 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone bzw. Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, Minden, 1947-1949 Deutsches Büro für Friedensfragen, Stuttgart, 1949-1952 BMM, dort Leiter der volkswirtschaftlichen Arbeitsgruppe bei der Economic Cooperation Administration (ECA) in Washington, 1952-1970 AA, dort 1952-1953 Leiter des Referats A 2 (Exportförderung und Finanzierung, unentwickelte Gebiete, Weltbank, Weltwährungsbank, ECE), 1953-1955 Leiter des Referats 400 (Grundsatzfragen der Handelspolitik), 1955-1958 Leiter der Unterabteilung 40 (Allgemeine Handelspolitik), 1958-1961 Leiter der Abteilung 4 (Handelspolitische Abteilung), 1961-1965 Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei EWG und EURATOM in Brüssel, 1965-1969 Leiter der Abteilung III (Handels- und Entwicklungspolitik), 1969-1970 Staatssekretär im AA.

Dr. Pierre Harmel (1911-2009)

1947-1981 Professor für Steuerrecht an der Universität Lüttich, Mitbegründer der Christlichen Volkspartei, 1946-1971 Mitglied der belgischen Abgeordnetenkammer, 1950-1954 Unterrichtsminister, 1958 Justizminister, 1958-1960 Minister für kulturelle Angelegenheiten, 1960-1961 Minister für öffentliche Funktionen, 1965-1966 Ministerpräsident, 1966-1973 Außenminister, 1971-1977 Mitglied des Senates, 1973-1977 dessen Präsident.

Prof. Dr. Wilhelm Hennis (geb. 1923)

1942-1945 Kriegsdienst, anschließend Studium der Rechtswissenschaften, 1953-1960 Assistent am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Frankfurt am Main, 1960-1962 Privatdozent, dann Professor an der Pädagogischen Hochschule Hannover, 1962-1967 ordentlicher Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg, 1967-1988 (Emeritierung) Direktor des Instituts für wissenschaftliche Politik der Universität Freiburg im Breisgau, 1977-1978 Inhaber der Theodor-Heuss-Professur an der New School for Social Research, New York.

Hans Herwarth von Bittenfeld (1904-1999)

1922-1926 Studium der Rechtswissenschaften, 1927-1945 im Auswärtigen Dienst mit Stationen 1927-1930 in Berlin, 1930-1931 Paris, dort der Delegation für die Rückgliederung des Saargebietes zugeteilt, 1931-1939 an der Botschaft in Moskau, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1949 in der Bayerischen Staatskanzlei, München, 1949-1951 Bundeskanzleramt, dort Leiter des Arbeitsstabes Protokoll, seit 1951 erneut Auswärtiger Dienst mit Stationen 1951-1955 Chef des Protokolls in Bonn, 1955-1961 Botschafter in London, 1961-1965 Staatssekretär und Chef des Bundespräsidialamtes, 1965-1969 Botschafter in Rom, 29. Nov. 1968-16. März 1969 Staatssekretär im AA, 1969-1971 Vorsitzender der Kommission zur Reform des Auswärtigen Dienstes, 1971-1977 Präsident des Goethe-Instituts zur Pflege der deutschen Sprache und Kultur im Ausland, München.

Hans Peter Hoppe (1910-1989)

1928-1936 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1936-1940 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1940-1945 Kriegsdienst, 1946-1947 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1947-1950 Rechtsanwalt und Notar, 1950-1975 AA, mit Stationen 1950-1953 in der Zentrale, Bonn, 1953-1954 an der Botschaft Paris, 1954-1955 am Konsulat Lyon, 1955-1957 an der Vertrauensstelle des AA in Salzburg, 1957-1959 am Generalkonsulat Amsterdam, 1959-1963 am Konsulat Zagreb, 1963-1968 in der Zentrale, dort in der Abteilung Z (Personal und Verwaltung) Leiter des Referats Z B 2 (Ministerialbürodirektor), 1969-1975 Botschafter in Santo Domingo (Dominikanische Republik).

Lyndon B. Johnson (1908-1973)

1937-1949 Abgeordneter für die Demokratische Partei im US-Repräsentantenhaus, 1949-1961 Senator für Texas, 1961-1963 Vizepräsident, 1963-1969 nach der Ermordung Kennedys 36. Präsident der USA.

Nicholas de Belleville Katzenbach (geb. 1922)

1939-1949 Studium der Rechtswissenschaften, 1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, seit 1950 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1950-1952 juristischer Mitarbeiter des Rechtsberaters der US-amerikanischen Luftwaffe, 1952-1956 Privatdozent an der Yale University, 1956-1960 Professor an der Universität Chicago, 1961-1962 Assistent des Generalstaatsanwaltes, 1962-1964 Stellvertreter des Justizministers, 1964 Generalstaatsanwalt, 1965-1966 Justizminister, 1966-1969 Staatssekretär im Außenministerium, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

Heinz Peter Kemper (1903-1998)

1918-1921 Ausbildung zum Schlosser, 1921-1925 Studium des Maschinenbaus am Polytechnikum Mittweida/Sachsen, 1925-1930 Ingenieur bei der Firma Pressluftwerkzeug- und Maschinenbau AG (Premag), Berlin, 1930-1931 kaufmännische Weiterbildung in den USA, 1931-1932 Tätigkeit als Ingenieur in Österreich und Rumänien, 1932-1945 bei der Firma Pneumatic Tool Company, New York, 1932-1939 deren Niederlassungsleiter in Düsseldorf, 1939-1945 deren Technischer Direktor und Vorstandsmitglied in Berlin, 1945-1947 Cheftreuhänder für US-amerikanisches Wirtschaftsvermögen im US-amerikanischen Sektor Berlins bzw. in der US-amerikanischen Zone, 1947-1966 zunächst Generaldirektor der Hugo Stinnes GmbH, später Vorsitzender des Vorstandes der Stinnes AG, 1966-1972 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stinnes AG, 1966-1971 Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigten Elektrizitäts- und Bergwerks-AG (VEBA), die die Stinnes AG übernommen hatte, 1971-1976 Vorsitzender des Aufsichtsrates der VEBA AG, 1969-1976 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ruhrkohle AG.

Dr. Manfred Klaiber (1903-1981)

1926-1945 im Auswärtigen Dienst mit Stationen 1926-1929 Zentrale, Berlin, 1929-1932 Botschaft Paris, 1932-1936 Generalkonsulat Pretoria, 1936-1938 Generalkonsulat Batavia, 1938 Zentrale, Berlin, 1938-1943 Botschaft Ankara, 1942-1944 beim Bevollmächtigten des AA beim Militärbefehlshaber in Serbien, Belgrad, 1944 Dienststelle des AA, Wien, 1944-1945 beim Sonderbevollmächtigten des AA für den Südosten, bzw. Dienststelle des AA für Griechenland, Serbien, Albanien und Montenegro, Wien, 1945-1946 Tätigkeit in der Privatindustrie, 1947 Württemberg-Badisches Staatsministerium, 1948-1949 Bevollmächtigter Württemberg-Badens bei der Verwaltung des VWG, 1949-1957 Chef des Bundespräsidialamtes (1954 Staatssekretär), 1957-1963 Botschafter in Rom, 1963-30. Juni 1968 in Paris, 30. Juli 1968-28. Okt. 1969 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Willi Kleindienst (geb. 1920)

1937-1940 Tätigkeit als Bankkaufmann, 1940-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1946 Angestellter beim Landkreis Rotenburg (Hannover), 1946-1947 Angestellter beim Arbeitsamt Verden/Aller, 1947-1981 beim Verwaltungsamt für Wirtschaft bzw. der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bzw. BMWi, dort 1949-1951 in der Hauptabteilung IV (Binnenwirtschaft) Referent im Sonderreferat Interzonenhandel, 1951-1954 in der Abteilung V (Außenwirtschaft) Hilfsreferent im Referat V A 10 (Interzonenhandel, Bekämpfung des illegalen West-Ost-Handels), 1954-1956 in der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft) im dem Abteilungsleiter unmittelbar unterstellten Referat IV/d (Fragen des Interzonenhandels im Bereich der gewerblichen Wirtschaft), 1956-1960 in der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft, ab 1969 Gewerbliche Wirtschaft, Wirtschaftsförderung Berlins) Hilfsreferent im Referat IV A 6 (Interzonenhandel), 1960-1969 in der Unterabteilung IV C (Sonstige Industrien, ab 1964 Verbrauchsgüterwirtschaft, Interzonenhandel, ab 1968 Verbrauchsgüterwirtschaft, Innerdeutsche Wirtschaftsbeziehungen), dort 1960-1970 Leiter des Referats IV C 7 (Interzonenhandel, ab 1968 Innerdeutsche Wirtschaftsbeziehungen), zusätzlich Dezember 1968-1976 Leiter der Treuhandstelle für den Interzonenhandel, 1970-1981 als Beauftragter für innerdeutsche Wirtschaftsbeziehungen dem Abteilungsleiter IV unmittelbar unterstellt, 1974-1981 zugleich in der Abteilung IV Leiter der Unterabteilung IV C (Verbrauchsgüterwirtschaft, innerdeutscher Handel, Bauwirtschaft).

Dr. Hermann Kopf (1901-1991)

Seit 1930 Rechtsanwalt, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1960-1969 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1952-1961 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der WEU.

Dr. Willy Köppen (1914-1983)

Diplom-Volkswirt, seit 1949 selbstständiger Steuerberater in Witten, als Vertrauensmann des DGB Mitglied der Steuerreformkommission 1971.

Heinz Kühn (1912-1992)

1928 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands, 1930 Beitritt zur SPD, 1933 Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft in Köln, 1933-1945 Emigration, ab 1945 Ressortleiter der „Rheinischen Zeitung", später deren Chefredakteur, 1948-1954 und 1962-1980 MdL Nordrhein-Westfalen, dort 1962-1967 Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1953-1963 MdB, 1957-1962 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der WEU, dort jeweils SPD-Fraktionsvorsitzender, 1962-1973 Landesvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen, 1966-1978 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, 1979-1984 MdEP.

Hans Lenz (Trossingen) (1907-1968)

1936-1945 Leiter wissenschaftlicher Verlage in Breslau und (seit 1941) in Brünn, 1943-1945 Kriegsdienst, 1947-1950 stellvertretender Direktor des Staatlichen Hochschulinstituts für Musikerziehung und 1950-1961 Verwaltungsdirektor der Hohner-Stiftung in Trossingen, 1953-1967 MdB (FDP), dort 1957-1961 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender, 1961-1962 Bundesschatzminister, 1962-1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung.

Hermann Lüdke (1911-1968)

1930-1945 Berufssoldat und Kriegsdienst, 1945-1946 bei der Marineintendantur Kiel, 1946-1947 bei der Stadtverwaltung Freiburg im Breisgau, 1947-1952 in der Privatwirtschaft, 1952-1955 Dienststelle Blank bzw. BMVtg, dort in der Unterabteilung II/2 (Militärische Organisation) Hilfsreferent im Referat II/2/3 (Verwendungsplanung, Haushalt), 1956-1968 erneut Berufssoldat, 1956-1966 BMVtg, dort 1955-1959 in der Abteilung IV (Streitkräfte) Leiter des Referats IV D 5 (Haushaltsbeiträge), 1959-1962 im Führungsstab der Marine (Fü M) Leiter des Referats Fü M IV 1 (Versorgungsführung), 1962-1963 Kommandeur des Marinestützpunkt- Kommandos Kiel, 1963-1966 im Führungsstab der Bundeswehr (Fü B) Leiter des Referats Fü S V 2 (Logistische Organisation, Logistik-Truppen und -Einrichtungen), 1966-30. Juni 1968 Deutscher Anteil SHAPE, Casteau, Belgien, dort Chef des Stabes DACOS (Stellvertretender Leiter der Stabsabteilung Logistik), Juli-September 1968 Bundeswehramt, Bonn, mit Ablauf des 30. Sept. 1968 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand.

Karl Marx (1818-1883)

Ab 1835 Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie in Bonn und Berlin, 1842 Tätigkeit zunächst als Redakteur, später Chefredakteur der „Rheinischen Zeitung für Politik, Handel und Gewerbe" in Köln, 1843 Emigration nach Paris, dort Herausgeber der Zeitschrift „Deutsch-Französische Jahrbücher", Beginn der Zusammenarbeit mit Friedrich Engels, 1845 Wechsel nach Brüssel, dort 1846 Gründung des Kommunistischen Korrespondenz-Komitees, 1848 Veröffentlichung des Manifests der Kommunistischen Partei, Ausweisung aus Belgien, vorübergehender Aufenthalt in Paris und Rückkehr nach Deutschland, dort Herausgeber der „Neuen Rheinischen Zeitung", 1849 erneut Ausweisung und Emigration über Paris nach London, dort Tätigkeit als Journalist, 1859 Veröffentlichung der „Kritik der politischen Oekonomie", 1864 Mitbegründer der „Internationale Arbeiter Association", 1867 Veröffentlichung des ersten Bandes „Das Kapital".

Dr. Hassan Massali (geb. 1935)

Seit 1958 in der Bundesrepublik, zunächst Studium der Medizin zuerst in Tübingen, dann in Kiel, seit 1966 Studium der Soziologie in Frankfurt am Main, führendes Mitglied der Iranischen Nationalfront im Bundesgebiet, Vorsitzender des Iranischen Studentenvereins in Kiel, später journalistische Tätigkeit.

Robert S. McNamara (1916-2009)

Nach Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften 1937-1940 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1940 Dozent an der Harvard Universität, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1960 bei der Ford Motor Company, dort zuletzt Präsident, 1961-1968 US-Verteidigungsminister, 1968-1981 Präsident der Weltbank.

Prof. Dr. Hermann Helmut Meinhold (1914-1994)

1933-1936 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1937-1940 am Institut für Weltwirtschaft, Kiel, 1941-1945 Wirtschaftswissenschaftlicher Referent am Institut für Deutsche Ostarbeit in Krakau, 1942-1943 Kriegsdienst, 1945-1946 erneut am Institut für Weltwirtschaft, Kiel, gleichzeitig ab 1946 Dozent für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kiel, 1946 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone, Minden, dort in der Hauptabteilung A (Planung, Koordinierung Wirtschaftsorganisation) Leiter des Referats „Langfristige Strukturplanung", 1947 Verwaltungsamt für Wirtschaft, dort in der Hauptabteilung B (Planung und Statistik) Leiter der Abteilung IV (Langfristige Strukturplanung), 1947-1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort in der Abteilung SW (Sonderabteilung Wirtschaftsplanung) Leiter des Referats SW 2 (Langfristige Strukturplanung), 1949-1952 BMWi, dort 1950 in der Abteilung I (Wirtschaftspolitik) Leiter des Referats I A 2 (Langfristige Strukturplanung), Juni 1950-1952 des Referats I A 1 (Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik, ab 1951 Allgemeine wirtschaftspolitische Fragen, Koordinierung mit anderen wirtsch. Bereichen, ab 1952 zusätzlich Geschäftsführung des Interministeriellen Wirtschaftsausschusses), 1952-1962 Professor für Sozialwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg, 1962-1980 (Emeritierung) an der Universität Frankfurt am Main, 1952-1992 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim BMWi, 1959-1986 dessen Vorsitzender.

Gisela Mock (geb. 1920)

Angestellte im BMVtg, dort im Führungsstab des Heeres (Fü H) Tätigkeit als Schreibkraft, 7. Sept.-16. Okt. 1968 in Untersuchungshaft wegen des Verdachts nachrichtendienstlicher Tätigkeit.

Josef Moll (1908-1989)

1926-1935 bei der württembergischen Landespolizei, dort zuletzt Leutnant der Landespolizei und Zugführer, 1935-1946 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, zuletzt Erster Generalstabsoffizier der Heeresgruppe C Italien, 1946 kaufmännischer Volontär in einer Baufirma in Gelsenkirchen, 1946-1957 Bundesnachrichtendienst bzw. Vorläuferorganisation, dort zuletzt Leiter einer Außenstelle, 1957 erneut Berufssoldat, 1957-1958 erneut Bundesnachrichtendienst, dort Gruppenleiter, 1959-1960 Panzer (Lehr-)Brigade 9 Munsterlager, dort stellvertretender Brigadekommandeur, 1960-1961 Truppenamt Köln, dort stellvertretender Amtschef und zugleich Chef des Stabes Truppenamt, 1961-1963 BMVtg, dort in der Abteilung Personal (P) Leiter der Unterabteilung IV (Offiziere Heer), 1963-1964 Kommandeur der 10. Panzergrenadierdivision Sigmaringen, 1965-1968 BMVtg, dort 1965-1966 im Führungsstab des Heeres (Fü H) Stellvertreter des Inspekteurs und Chef des Stabes, 1966-30. Sept. 1968 Inspekteur des Heeres.

Alex Möller (1903-1985)

1919-1923 Tätigkeit als Bahnangestellter und nebenberuflicher Redakteur des „Dortmunder Tageblatts", 1922 Eintritt in die SPD, 1928 Mitglied des Preußischen Landtags, nach 1933 Tätigkeit als Versicherungsvertreter für die Wiener Lebensversicherungsgesellschaft Phoenix, ab 1936 für die Karlsruher Lebensversicherungs AG, dort 1943 Prokurist, Abteilungsleiter und 1944 stellvertretendes Vorstandsmitglied, 1945-1969 Vorsitzender des Vorstands, 1946-1969 MdL Württemberg-Baden bzw. ab 1952 Baden-Württemberg (SPD), 1950-1961 Fraktionsvorsitzender, 1961-1976 MdB, dort 1964-1969 und 1972-1976 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1962-1966 Landesvorsitzender der SPD in Baden-Württemberg, 1969-1971 Bundesminister der Finanzen, 1973-1979 Vorsitzender der Kontrollkommission der SPD.

Josef Neckermann (1912-1992)

1929-1931 Ausbildung zum Bankkaufmann in Würzburg, nach Auslandsaufenthalt ab 1934 Tätigkeit im elterlichen Unternehmen, zwischen 1935 und 1938 im Zuge der Arisierung Übernahme mehrerer Unternehmen der Textilbranche, Gründung der Wäsche- und Kleiderfabrik Josef Neckermann, 1939 Gründung der Zentrallagergemeinschaft für Bekleidung GmbH, Bestellung zum stellvertretenden Reichsbeauftragten für Bekleidung und verwandte Gebiete, 1945 Internierung, 1948 Gründung der Textilgesellschaft Neckermann KG, Frankfurt am Main, 1951 Umfirmierung in die Neckermann Versand KG, Eröffnung erster Kaufhäuser, 1977 Übernahme durch die Karstadt AG, Rückzug aus der Geschäftstätigkeit, als Dressurreiter bei den Olympischen Spielen 1960, 1964, 1968 und 1972 Gewinner verschiedener Medaillen in der Einzel- und Mannschaftswertung, 1966 Weltmeister, 1965, 1967, 1969 und 1971 Europameister, 1962, 1967, 1971 und 1974 Deutscher Meister im Dressurreiten, 1967-1988 Vorsitzender der Deutschen Sporthilfe.

Paul Henry Nitze (1907-2004)

1927-1940 Investment Banker, ab 1940 Tätigkeit für die US-amerikanische Regierung, u. a. 1941-1942 Leiter der Finanzabteilung im Amt zur Koordinierung inter-amerikanischer Angelegenheiten, 1946-1948 stellvertretender Leiter des Amtes für internationale Handelspolitik, 1950-1953 Leiter der Planungsabteilung des Außenministeriums, 1953-1961 Präsident der Foreign Service Education Foundation, Washington, 1961-1963 Staatssekretär für Internationale Angelegenheiten im Verteidigungsministerium, 1963-1967 Marineminister, 1967-1969 stellvertretender Verteidigungsminister, 1969-1974 Mitglied der US-amerikanischen Delegation bei den SALT-Gesprächen, 1981-1983 amerikanischer Chefunterhändler bei den INF-Verhandlungen in Genf, 1984-1989 Sonderberater des US-amerikanischen Außenministers.

Georg von Opel (1912-1971)

Nach der Ausbildung zum technischen Kaufmann 1929-1932 Tätigkeit in der Automobilindustrie Englands und der USA, 1936 Gründer der Georg-von-Opel-Unternehmensgruppe mit verschiedenen Betrieben im Rhein-Main-Gebiet, dort langjähriges Mitglied, ab 1946 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Continental Gummi-Werke AG, Hannover, zwischen 1932 und 1953 mehrfacher deutscher Meister im Rudern, 1957-1969 Präsident des Deutschen Schützenbundes, seit 1951 Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees (NOC), 1951 Mitbegründer und 1951-1969 Präsident der Deutschen Oympischen Gesellschaft e. V., seit 1966 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 1967 Mitbegründer der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Günther Oppermann (geb. 1952)

1968 nach Volksschulabschluss Beginn einer Lehre als Maschinenschlosser, nach Abbruch der Lehre kurzzeitig Tätigkeit als Hilfsarbeiter in der Industrie, 1968 Unterbringung in einem Erziehungsheim der Inneren Mission im Kreis Ebern, am 25. Nov. 1968 beim Versuch, zu seiner Mutter nach Seesen/Harz zu gelangen, an der innerdeutschen Grenze durch Minenexplosion verletzt, später Ausbildung und Tätigkeit als technischer Zeichner in Seesen.

François-Xavier Ortoli (1925-2007)

Nach dem Besuch der Nationalen Verwaltungshochschule (École Nationale d'Administration, ENA), Straßburg, 1948 Inspecteur des finances, anschließend Tätigkeit in verschiedenen Ministerien, zuletzt Vizedirektor der handelspolitischen Abteilung des französischen Wirtschaftsministeriums, 1958-1961 Generaldirektor der Abteilung Binnenmarkt bei der EG-Kommission, 1962-1966 Kabinettsdirektor des Premierministers Georges Pompidou, 1967-30. Mai 1968 Minister für Wohnungsbau, 1968-1969 Minister für Wirtschaft und Finanzen, 1969-1972 Minister für Industrie und Forschung, 1973-1984 Mitglied der EG-Kommission, 1973-1977 Präsident und 1977-1984 Vizepräsident der EG-Kommission, 1984-1990 Generaldirektor des französischen Mineralölunternehmens Total S.A.

Baron Edwin Noel Plowden (1907-2001)

Nach dem Studium am Pembroke College, Cambridge, Kaufmann in der Stahlindustrie, 1939-1940 Beamter im britischen Ministerium für (Kriegs-)wirtschaft, 1940-1946 im Ministerium für Flugzeugproduktion, 1947-1953 Leiter der Staatlichen Planungsbehörde, 1953-1959 Leiter der Atomenergiebehörde, 1959 Erhebung zum Life Peer (Baron auf Lebenszeit), 1959-1961 Vorsitzender der Kommission zur Kontrolle der Staatsausgaben, 1959 Rückkehr in die Industrie, zunächst als Vorstandsvorsitzender von British Aluminium, ab 1963 des Stahlverarbeitungskonzerns Tube Investments Limited, daneben in den folgenden Jahren u. a. 1963-1964 Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Organisation des Auswärtigen Dienstes, 1964-1965 Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Organisation der britischen Luftfahrtindustrie.

Georges Pompidou (1911-1974)

Gymnasiallehrer, 1944-1946 nach der Befreiung von Paris Mitglied des persönlichen Stabs des Generals de Gaulle, 1946-1954 Inhaber verschiedener Ämter im Staatsrat, 1954-1956 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1962 Generaldirektor der Rothschild-Bank, zusätzlich 1958-1959 Kabinettsdirektor de Gaulles, 1959-1962 Mitglied des Verfassungsrates, 1962-1968 französischer Premierminister, 1969-1974 Präsident der Republik.

Dean Rusk (1909-1994)

1934-1940 Professor für Staatswissenschaften am Mills College in Oakland, Kalifornien, 1940-1946 Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Chef der Operationsabteilung im Generalstab des US-Verteidigungsministeriums, 1946-1952 Leiter der Fernost-Abteilung im US-Außenministerium (Department of State), 1952-1960 Präsident der Rockefeller-Foundation, 1961-1969 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Werner Scherer (1928-1985)

1951-1965 Redakteur einer Saarbrücker Tageszeitung, 1955-1985 MdL (CDU), 1965-1977 saarländischer Minister für Kultus, Unterricht und Volksbildung, 1968-1969 Präsident der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder, 1973-1977 und ab 1985 Landesvorsitzender der CDU des Saarlandes, 1981-1984 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, 1984-1985 Minister des Innern.

Hansgeorg Schiffers (geb. 1913)

1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1949 Ministerium für Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949 (August-November) beim Chef der Landeskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Büro Bundeshauptstadt, 1949-1956 BMWo, dort Leiter des Referats III/1 (u. a. zuständig für Grundsatzfragen und Richtlinien der Arbeitgeberwohnungsfürsorge aller Bundesressorts, Bergarbeiterwohnungsbau, ECA-Entwicklungsbauten, Koordinierung aller Fragen der Verteidigung, soweit das BMWo berührt wird, Bundesleistungsgesetz), 1956-1973 BMVtg, dort 1956-1958 Leiter der Abteilung U (Unterbringung und Liegenschaftswesen), 1959-1966 Leiter der Abteilung H (Haushalt und Finanzen), 1967-1973 Leiter der Hauptabteilung II (Rüstungsangelegenheiten).

Helmut Schmidt (geb. 1918)

1937-1945 Reichsarbeitsdienst, Wehrdienst bzw. Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1949 Studium der Volkswirtschaftslehre und der Staatswissenschaften, 1946 Eintritt in die SPD, 1949-1953 beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, dort bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr zunächst Referent, dann Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung, zuletzt ab 1952 Dezernent für Verkehr, 1953-1962 MdB, 1958-1961 MdEP, 1961-1965 Senator der Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg, 1965-1987 erneut MdB, dort 1965-1967 stellvertretender und 1967-1969 Fraktionsvorsitzender, 1968-1984 stellvertretender Parteivorsitzender, 1969-1972 Bundesminister der Verteidigung, 1972 Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, 1972-1974 Bundesminister der Finanzen, 1974-1982 Bundeskanzler, seit 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit".

Dr. Hans Dietrich Schmidt-Horix (1909-1970)

1928-1935 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1935-1945 AA mit Stationen 1936 Paris, 1937 Lissabon, 1941 Washington, 1942-1944 Kriegsdienst, 1944 bei der Botschaft in Fasano/Italien, 1946-1948 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1948-1949 beim Amt für den deutschen Passkontrolldienst, Bünde, 1949-1952 beim Deutschen Amt für Ein- und Ausreisegenehmigungen, Bad Salzuflen, 1952-1970 erneut AA, dort 1952-1955 bei der Botschaft in Karachi/Pakistan, 1955-1959 in der Zentrale, Bonn, dort 1955-1957 in der Abteilung 3 (Länderabteilung) Leiter des Referats 317 (Mittlerer Osten und Südostasien), 1957-1959 in der Abteilung 7 (Ostabteilung) Leiter des Referats 709 (Süd- und Südostasien), 1960-1964 Botschafter in Afghanistan, 1964/1965 Botschafter im Irak (Abbruch der diplomatischen Beziehungen), 1965-1969 in der Zentrale, Bonn, dort Botschafter z. b. V., dem Bundesminister des Auswärtigen bzw. den Staatssekretären unmittelbar unterstellt, März-Juni 1968 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit, 1969-1970 Botschafter in Portugal.

Dr. Hermann Schmitt (ab 1960: Schmitt-Vockenhausen) (1923-1979)

1941-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die SPD, 1946-1948 Referent im hessischen Innenministerium, 1947-1950 Studium der Rechtswissenschaften, seit 1950 Leiter und Inhaber verschiedener Verlage, 1951-1971 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks im Main-Taunus-Kreis, seit 1953 MdB, 1961-1972 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion, 1969-1979 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, seit 1971 Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, seit 1973 Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Albert Schnez (1911-2007)

1930-1946 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1957 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1957-1971 erneut Berufssoldat, 1957-1962 BMVtg, dort 1957-1960 im Führungsstab der Bundeswehr (Fü B) Leiter der Unterabteilung V (Logistik), 1960-1962 Chef des Führungsstabes der Bundeswehr, 1962-1965 Kommandeur der 5. Panzerdivision, Diez, 1965-1968 Kommandierender General des III. Korps, Koblenz, 1. Okt. 1968-1971 BMVtg, dort Inspekteur des Heeres und Leiter der Abteilung Führungsstab des Heeres (Fü H), anschließend Ruhestand.

Horst Sölle (geb. 1924)

1940-1942 Ausbildung zum Industriekaufmann, 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Arbeiter bei der Deutschen Reichsbahn, 1945 Eintritt in die SPD bzw. SED, 1946-1947 Besuch eines Vorbereitungslehrgangs, 1947-1950 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1948 Besuch der Kreisparteischule, 1950-1952 Organisations-Instrukteur im Ministerium für Verkehr der DDR, Hauptabteilung Finanzen und Betriebswirtschaft, 1952-1953 Instrukteur, 1953-1958 Sektorenleiter Außenhandel, 1958-1962 stellvertretender Leiter der Abteilung Handel, Versorgung und Außenhandel des ZK der SED, 1963-1965 Staatssekretär und Erster Stellvertreter, 1965-1986 Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel und Mitglied des Ministerrats, 1963-1976 Kandidat, 1976-1989 Mitglied des ZK der SED, 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro des ZK der SED, 1986-1989 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats, 1988-1989 Ständiger Vertreter der DDR im Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe.

Karl Graf von Spreti (1907-1970)

1932-1935 Tätigkeit als Filmbildner und Hochbauarchitekt in München, 1935-1938 in Bombay, ab 1938 wieder in Deutschland, 1939-1940 und 1944-1945 Kriegsdienst, 1946 Architekt in Lindau, seit 1948 dort Stadtrat (CSU), 1949-1956 MdB, 1956-1959 Gesandter/Botschafter in Luxemburg, 1959-1963 in Kuba, 1963-1965 in Jordanien, 1966 in der Dominikanischen Republik, 1968 in Guatemala, dort 1970 von guatemaltekischen Rebellen entführt und ermordet.

Werner Steltzer (1917-1982)

Bis 1961 Pressechef der UfA, Düsseldorf, 1961 Mitglied im Wahlkampfteam Willy Brandts, 1961-1966 Leiter des Informationszentrums Berlin, November 1968-1970 BMZ, dort Leiter des Pressereferats, dem Bundesminister und dem Staatssekretär direkt unterstellt, 1970-1980 Direktor in der Geschäftsführung von Inter Nationes e. V., Bonn.

Willi Stoph (1914-1999)

1928-1934 Ausbildung und Tätigkeit als Maurer, 1935-1937 Wehrdienst, 1939-1940 Tätigkeit als Bautechniker, 1940-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1928-1931 Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, 1931 Eintritt in die KPD, 1931-1934 Mitarbeiter des KPD-Nachrichtendienstes, 1945-1946 Leiter der KPD-Berlin-Baumschulenweg, 1945-1947 Leiter der Abteilung Baustoffindustrie und Bauwirtschaft des KPD- bzw. SED-Vorstandes, 1947-1948 Leiter der Hauptabteilung Grundstoffindustrie der Deutschen Zentralverwaltung der Industrie, 1948-1950 Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik beim Parteivorstand der SED, 1950-1989 Mitglied, 1950-1953 Sekretär des ZK der SED, 1953-1989 Mitglied des Politbüros, 1950-1989 Abgeordneter der Volkskammer, 1950-1952 Vorsitzender ihres Wirtschaftsausschusses, 1952-1955 Minister des Innern, 1954-1962 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats, 1956-1960 Minister für Nationale Verteidigung, 1962-1964 Erster stellvertretender, 1964-1973 Vorsitzender des Ministerrats, 1964-1973, 1976-1989 stellvertretender, 1973-1976 Vorsitzender des Staatsrats, 1976-1989 erneut Vorsitzender des Ministerrats, 1989 vom ZK der SED aus der Partei ausgeschlossen.

Walter Ulbricht (1893-1973)

Seit 1912 Mitglied der SPD, seit 1920 der KPD, 1926-1929 MdL in Sachsen, 1927 Mitglied des Zentralkomitees der KPD, 1928-1933 MdR, 1933-1945 Emigration (Frankreich, Tschechoslowakei, Sowjetunion), dort in führenden Positionen in der Exil-KPD und der Komintern, 1946-1950 Mitglied des Zentralsekretariats des Parteivorstandes der SED, Stellvertretender Vorsitzender der SED und Leiter der Abteilung Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik, ab 1949 Mitglied der Volkskammer der DDR, 1949-1973 Mitglied des Politbüros des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED, 1949-1960 stellvertretender Ministerpräsident bzw. (ab 1955) Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, 1950-1971 Generalsekretär bzw. (ab 1953) Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED, ab Mai 1971 Vorsitzender der SED, 1960-1973 Vorsitzender des Staatsrates der DDR, 1960-1971 Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates.

Horst Wendland (1912-1968)

1930-1947 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, zuletzt 1944 Oberst, 1947-1948 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1948-1957 beim Bundesnachrichtendienst bzw. Vorläuferorganisation, 1957-1968 als Berufssoldat Abteilungsleiter, zuletzt 1967-1968 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes.

Gerhard Wessel (1913-2002)

1932-1945 Berufssoldat und Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Leiter der Abteilung Fremde Heere Ost im Generalstab des Heeres, 1946-1952 Mitarbeiter der Organisation Gehlen, 1952-1968 bei der Dienststelle Blank bzw. BMVtg, dort 1953 Mitglied der Deutschen EVG-Militärdelegation, 1956-1958 in der Abteilung IV (Streitkräfte) Leiter der Unterabteilung IV J (Sicherheit), 1958-1962 im Führungsstab der Bundeswehr (Fü B) Leiter der Unterabteilung II (Nachrichtenwesen der Bundeswehr), 1962-1968 Deutscher Vertreter im Ständigen NATO-Militärausschuss, 1968-1978 Präsident des Bundesnachrichtendienstes.

Dr. Gerhard Woratz (1908-1997)

1938-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1951-1968 BMWi, dort 1951-1952 Hilfsreferent im Referat IV C 1 (Textil und Bekleidung), 1952-1955 Leiter des Referats IV C 6 (Nahrungs- und Genußmittel, Tabak), 1955-1959 Leiter der Unterabteilung IV A (Eisen- und Metallwirtschaft), 1956 gleichzeitig Leiter des Referats IV A 6 (Interzonenhandel), 1959-1964 Leiter der Unterabteilung IV C (Sonstige Industrien), 1964 Leiter der Abteilung E (Europäische zwischenstaatliche Zusammenarbeit), 1964-1968 Leiter der Abteilung III (Bergbau, Energie und Wasserwirtschaft, Eisen und Stahl, Mineralöl, EGKS), 1968-1974 Bundesbeauftragter für den Steinkohlenbergbau und die Steinkohlenbergbaugebiete.

Semjon Konstantinowitsch Zarapkin (1906-1984)

Nach dem Studium der Orientalistik 1937-1947 im Außenministerium in Moskau, dort zuletzt Leiter der Amerika-Abteilung, 1945 Ernennung zum Mitglied des Kollegiums des Volkskommissariates (Ministerium) für Auswärtige Angelegenheiten, 1945 Mitglied der sowjetischen Delegation bei der Konferenz von Potsdam, 1947-1949 Geschäftsträger an der Botschaft in Washington, 1949-1954 stellvertretender Gesandter im UN-Sicherheitsrat, 1954-1964 Leiter der Abteilung „Internationale Organisation" im Außenministerium, 1961-1966 Leiter der sowjetischen Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz, 1964-1966 Berater des sowjetischen Außenministers, 1966-1971 Botschafter in Bonn.

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