2.11.14 (k1953k): J. Werbung des Technischen Hilfswerks in Hessen

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[J. Werbung des Technischen Hilfswerks in Hessen]

Der Bundesinnenminister teilt dem Kabinett weiterhin mit, daß der hessische Minister Zinnkann 39 die Erklärung abgegeben habe, in Hessen könnte die Werbung des Technischen Hilfswerkes 40 nicht geduldet werden. Minister Zinnkann habe ihn daher ersucht, Anweisungen zu geben, daß die Werbung in den hessischen Universitäten für das Technische Hilfswerk ab sofort eingestellt würde 41. Er, der Bundesinnenminister, sei nicht bereit, einem solchen Verlangen zu entsprechen, er werde einen entsprechenden Antwortentwurf an den Minister Zinnkann vorbereiten 42. Das Kabinett nimmt hiervon Kenntnis.

39

Heinrich Zinnkann (1885-1973). Seit 1906 Mitglied der SPD, 1924-1933 Mitglied des Hessischen Landtags; 1928-1933 (Entlassung) im hessischen Arbeits- und Wirtschaftsministerium; 1946-1954 hessischer Innenminister, 1954-1962 Landtagspräsident.

40

Zum Aufbau des Technischen Hilfswerks (THW) vgl. 232. Sitzung am 4. Juli 1952 TOP C. - Fortgang hierzu (Erlaß zur Gründung des THW) 303. Sitzung am 28. Juli 1953 TOP 6.

41

Zinnkann hatte in seinem Schreiben vom 18. Febr. 1953 die angekündigten Maßnahmen mit der ablehnenden Haltung des Landes Hessen gegenüber dem THW begründet, die „vornehmlich darauf beruht, daß es bei Streiks, die von den Gewerkschaften erklärt sind, eingesetzt zu werden und deren Ziel zu vereiteln geeignet und bestimmt sei". (B 106/50343).

42

Am 3. März 1953 schrieb Lehr u. a., daß er nicht die Absicht habe, die Werbung an hessischen Hochschulen zu untersagen. Zinnkann empfehle er „dringend", seine Auffassung zu überprüfen. (Ebenda.)

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