2.15.17 (k1953k): E. Soldatenbünde

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[E.] Soldatenbünde

Es wird sodann besprochen, welche Haltung die Bundesregierung gegenüber den Soldatenbünden einnehmen soll. Es besteht Übereinstimmung darin, daß besondere Vorsicht geboten ist. Der Stellvertreter des Bundeskanzlers und der Bundesinnenminister werden an der nächsten Veranstaltung ehemaliger Soldaten teilnehmen 58.

58

Vgl. 177. Sitzung am 2. Okt. 1951 TOP 1. - Lenz notierte dazu: „[...] Es geht dann um die Teilnahme an den Veranstaltungen des Soldatenbundes. Lehr ist sehr dafür. Ich mache darauf aufmerksam, daß dieser Bund gerade in der Ordensfrage sich sehr wenig erfreulich verhalten habe und sich für das Tragen von Orden mit Hakenkreuz ausgesprochen habe. Lehr, der ja die Soldatenbünde gern für sich einfangen möchte, stellt die Dinge sehr harmlos dar. Blank verweist auf den von Hansen herausgegebenen Soldatenkalender, der von franz[ösischen] Kommunisten verteilt worden sei. Ich spreche mich gegen eine Beteiligung der Minister aus. Blü[cher] und Lehr wollen aber. Der B[undes]k[anzler] meint, Blü[cher] wolle sicher wegen seines Namens gehen. Er bemerkt nur noch, daß die Herren evtl. bereit sein müßten, die Veranstaltung zu verlassen, falls unangemessene Bemerkungen gemacht würden [...]" (Lenz S. 587). - Ergänzende Notizen dazu in NL Seebohm/8. - Blücher und Lehr traten bei der Vertreterversammlung des Verbandes Deutscher Soldaten vom 20.-22. März in Bonn als Redner auf. Siehe dazu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. März 1953 („Soldaten und Militaristen"). - Ausführliche Unterlagen dazu, auch Rede Lehrs vom 21. März 1953 in B 106/15450; Rede Blüchers in NL Blücher/171 und Deutsche Soldatenzeitung Nr. 4 vom 4. April 1953; vgl. auch B 136/6826.

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