2.19.10 (k1953k): B. Aufdeckung eines russischen Spionagenetzes

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[B.] Aufdeckung eines russischen Spionagenetzes

Ministerialdirektor Egidi berichtet, daß vom Bundesamt für Verfassungsschutz ein über die gesamte Bundesrepublik ausgebreitetes und von russischen Offizieren geleitetes Spionagenetz aufgedeckt worden sei. Er gibt hierzu Einzelheiten bekannt. Unter den Verhafteten und Verdächtigten, deren Namen verlesen werden, befinden sich bekannte Persönlichkeiten 22. Der Stellvertreter des Bundeskanzlers liest eine Erklärung vor, die der Presse übergeben werden soll und macht auf die außerordentliche Bedeutung der Angelegenheit im Hinblick auf die Haltung Frankreichs gegenüber dem Regierungswechsel in Rußland aufmerksam 23. Die Presseerklärung wird nach eingehender Aussprache in der Fassung der Anlage gebilligt 24. Auf Anregung von Dr. Westrick wird beschlossen, sofort den Herrn Bundeskanzler, der in wenigen Stunden von Washington nach San Franzisko fliegen wird, umfassend zu unterrichten 25.

22

Zu dieser Verhaftungsaktion äußerten sich Blücher und Egidi im Anschluß an die Kabinettssitzung ausführlich in einer Pressekonferenz. Dabei wurden auch die Namen der 35 Verhafteten verlesen. (B 145 I/29 sowie Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. April 1953 - „Aktion Vulkan" und „Blücher: Sowjetischer Spionagering zerschlagen").

23

Siehe dazu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. April 1953 („Paris kritisiert die Starrheit gegenüber Moskau").

24

Siehe Mitteilung des BPA Nr. 359/53 vom 10. April 1953 und Bulletin vom 11. April 1953 S. 581 und vom 14. April 1953 S. 593.

25

Weitere Unterlagen in B 106/12706-12709 (Schadensersatzansprüche) und B 136/3787; vgl. dazu die Pressekonferenz des Oberbundesanwaltes vom 6. Mai 1953 (Niederschrift in B 136/1760) und BT-Dr.s Nr. 2606 und 2698, sowie Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 9. Febr. 1954 („Nicht einmal eine Geste"). - Fortgang 15. Sitzung am 22. Jan. 1954 TOP B.

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