2.26.12 (k1953k): D. Intervalutarischer Devisenhandel

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[D.] Intervalutarischer Devisenhandel

(Aufzeichnung des Bundesministers für Wirtschaft vom 13. Mai 1953) 30

30

„Aufzeichnung" in B 136/7864. - Dazu auch Ministervorlage für den BMM in B 146/452.

Dr. Westrick macht Ausführungen über die Bedeutung der Angelegenheit 31. Der Bundesminister der Finanzen schlägt vor, die Angelegenheit zunächst schleunigst mit der Bank deutscher Länder zu besprechen, um ein klares Bild über die möglichen Auswirkungen des Vorschlages der Bank von England zu gewinnen 32.

31

In einem Gutachten vom 10. März 1953 („Konvertibilität der Währungen") hatte sich Müller-Armack (BMWi) für einen freien Umtausch der Währungen zur Förderung des internationalen Handels- und Zahlungsverkehrs ausgesprochen (B 102/12651 Heft 2 und B 102/56905). - Auf der Internationalen Währungskonferenz in Brüssel vom 28. - 31. Jan. 1953 hatte die Europäische Liga für Wirtschaftliche Zusammenarbeit Probleme des Währungsumtauschs erörtert und Vorschläge zum stufenweisen Abbau der Devisenbeschränkungen ausgearbeitet (Entschließung vom 31. Jan. 1953 und weitere Unterlagen in B 136/7863 und B 146/482). Am 17. März hatte das Kanzleramt den BMWi, den BMF und die BDL um Stellungnahme gebeten. Mit unterschiedlichen Akzenten hatten sich die Adressaten für die Vorschläge der Liga ausgesprochen (Antwort der BdL vom 20. März, des BMF vom 27. März und des BMWi vom 25. April 1953 ebenda und in B 102/12651 Heft 1).

32

Am 6. Mai 1953 hatte die Bank von England die BdL über die Beschlüsse der britischen Regierung zur Erleichterung des Zahlungsverkehrs („Intervalutarischer Devisenhandel") informiert. Mit Schreiben vom 8. Mai 1953 hatte die BdL den BMWi um Zustimmung zu diesen Beschlüssen gebeten. (B 102/55333). - Vgl. dazu Vermerk vom 5. Mai 1953 „Die englischen Ideen zur Konvertibilität und die Grundsätze der westdeutschen Wirtschaftspolitik" in B 102/12651 Heft 2). - Die englischen Vorschläge, die dem Abbau des Handels- und Zahlungsbilanzdefizits Großbritanniens gegenüber den Ländern der europäischen Zahlungsunion (EZU) dienen sollten, waren von Blücher und Erhard mit dem britischen Schatzkanzler am 12. und 13. Mai 1953 in London erörtert worden (Ergebnisbericht des BMWi vom 19. Mai 1953 in B 102/55340 und 56905, Protokolle in B 102/56894; Unterlagen zur Vorbereitung dieser Konferenz auch in B 102/12650 Heft 2 und B 146/482).

Dem wird zugestimmt. Der Bundesminister für den Marshallplan wird zu der Besprechung einladen 33.

33

Eine weitere Beratung erübrigte sich. Die Bank deutscher Länder hatte die beantragte Neuregelung mit der Mitteilung Nr. 7069/53 vom 13. Mai 1953 mit Wirkung vom 18. Mai 1953 in Kraft gesetzt. (Vermerk vom 21. Mai 1953 in B 136/7864).

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