2.31.10 (k1953k): C. Der Fall Naumann

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[C.] Der Fall Naumann

Über die Mitteilung, daß der Oberbundesanwalt in Karlsruhe das gegen Naumann und Genossen vorliegende Material für nicht genügend belastend ansehe und daß mit der Aufhebung der Haft und einem Freispruch gerechnet werden müsse, drückt der Bundeskanzler sein stärkstes Befremden aus 23. Nachdem Remer schon geflohen sei 24, erscheine ihm Fluchtverdacht begründet. Der Bundeskanzler wünscht, persönlich mit dem Oberbundesanwalt über die weitere Behandlung der Angelegenheit zu sprechen 25.

23

Vgl. 295. Sitzung am 29. Mai 1953 TOP 1. - Lenz notierte dazu: „Er kommt dann auf die Naumann-Sache zu sprechen, die ich ihm in die Hand gedrückt hatte. In einem Vermerk des Bundesverfassungsschutzamtes wird gesagt, daß das Beweismaterial unzureichend sei, und daß deshalb die Haftbefehle aufgehoben würden. (Unangenehme Situation, nicht nur für den BK, sondern auch für Dehler, die beide erklärt hatten, daß das Material sehr gravierend wäre). BK will den OBA zu sich kommen lassen. Er hält die Einstellung des Gerichts für indiskutabel." (Lenz S. 637). - Vgl. dazu auch die Aufzeichnungen Seebohms von dieser Kabinettssitzung (NL Seebohm/8) und das Schreiben des Untersuchungsrichters an den BMJ vom 11. Juni 1953 in B 136/1760.

24

Siehe dazu 286. Sitzung am 10. April 1953 TOP C.

25

Adenauer empfing den Oberbundesanwalt am 8. Juni 1953 im Bundeskanzleramt (NL Adenauer/04.04). - Fortgang 298. Sitzung am 23. Juni 1953 TOP 2.

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