2.32.8 (k1953k): A. Bericht Blüchers über seinen Besuch in London

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[A. Bericht Blüchers über seinen Besuch in London]

Der Bundesminister für den Marshallplan berichtet über seine Eindrücke bei den englischen Krönungsfeierlichkeiten 19. Er habe anläßlich seines Londoner Besuches auch Gelegenheit gehabt, über außenpolitische Fragen mit Staatsminister Selwyn Lloyd 20 im britischen Auswärtigen Amt zu sprechen. Hierbei habe er im Hinblick auf die bevorstehenden Dreier- bezw. Vierergespräche 21 mit besonderem Nachdruck die folgenden deutschen Forderungen herausgestellt:

19

Am 2. Juni 1953 war Elisabeth II. in der Westminister-Abtei zur Königin gekrönt worden. - Programm der deutschen Delegation vom 29. Mai bis 8. Juni 1953 in NL Blücher/ 290.

20

Selwyn Lloyd (1904-1978). 1939 Militärlaufbahn; 1945 Mitglied des Unterhauses; 1951-1954 Staatsminister im Außenministerium und Stellvertreter von Sir Anthony Eden, 1954 Versorgungsminister, 1955 Verteidigungsminister, 1955-1960 Außenminister, 1960-1962 Schatzkanzler, 1962-1964 Lordsiegelbewahrer; 1971-1976 Speaker im britischen Unterhaus.

21

Vgl. TOP C dieser Sitzung.

a)

ständige Konsultation Deutschlands bei allen Dreier- und Vierer-Gesprächen,

b)

Zusage, daß Großbritannien zu den jüngsten Erklärungen des britischen Premierministers hinsichtlich der Sicherheit und Integrität der Bundesrepublik stehen würde 22.

22

Angesprochen ist hier die Rede von Churchill vom 11. Mai 1953 (vgl. dazu Sondersitzung am 20. Mai 1953 TOP A Abschnitt I c).

Er habe in diesen Fragen von Selwyn Lloyd durchaus befriedigende Zusagen erhalten 23.

23

Vgl. „Aufzeichnung betreffend den Besuch des Herrn Vizekanzlers bei Staatsminister Selwyn Lloyd am 4. Juni 1953" in NL Blücher/142.

Bei dieser Gelegenheit führt der Bundesminister für den Marshallplan Klage darüber, daß die ins Ausland mitgegebenen Dolmetscher nicht immer im ausreichenden Maße den gestellten Anforderungen entsprächen. Der Bundeskanzler bestätigt, daß auch er wiederholt bei dem Besuch deutscher Vertretungen im Ausland habe feststellen müssen, daß diese mit zu geringem technischem Personal ausgerüstet seien; das gelte auch für die Dolmetscher, die im Hinblick auf die teilweise hohen Anforderungen gut bezahlt werden müßten. Er regt an, daß das Auswärtige Amt diese Frage mit dem Bundesfinanzministerium einmal gesondert beraten möge.

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