2.4.15 (k1953k): E. Wohnungsbau in Berlin

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[E. Wohnungsbau in Berlin]

Der Vizekanzler teilt dem Kabinett mit, daß der Berliner Senator Hertz 41 sich geweigert habe, weitere ERP-Mittel zum Neubau von Wohnungen einzusetzen, da nicht genügend Arbeitskräfte und Material vorhanden seien 42. Er bittet das Kabinett - und insbesondere die zuständigen Ressortminister - sich damit einverstanden zu erklären, daß die ursprünglich für den Wohnungsbau vorgesehenen Mittel zur Weiterführung der Enttrümmerungsaktion 43 in Berlin eingesetzt werden 44. Das Kabinett stimmt diesem Vorschlag zu.

41

Dr. Paul Hertz (1888-1961). Seit 1905 Mitglied der SPD; 1919-1925 Stadtverordneter in Berlin; 1920-1933 MdR; 1933 Emigration; 1950 Leiter des Hauptamts Banken und Versicherung des Magistrats von Groß-Berlin (West), 1951-1953 Senator für Kreditwesen und „Hauptwirtschafter für das Notstandsprogramm", 1953-1955 Bevollmächtigter für das Kreditwesen, 1955-1961 Senator für Wirtschaft und Kredit.

42

Vgl. dazu Vermerk vom 22. Jan. 1953 über eine Besprechung am 22. Jan. 1953 in B 115/157.

43

Durch die „Rückgewinnung von Ziegeln aus Trümmerschutt" sollte eine „Verteuerung und Kürzung des Wohnungsbauprogrammes" verhindert werden (Vermerk vom 22. Jan. 1953 in B 115/157, dort auch weitere Unterlagen über die Durchführung des Berliner Notstandsprogrammes 1953/54).

44

Grundlage der Erörterung am 22. Jan. war eine von Hertz vorgelegte „Begründung für die Fortsetzung des Berliner Notstandsprogramms im Haushaltsjahr 1953/54" vom 12. Jan. 1953. Darin waren „zur Neugewinnung von Wohnraum" 30 Millionen DM aus GARIOA-Mitteln vorgesehen. Der BMM hatte zugesagt, für ein „umfassendes Wohnungsbauprogramm" 50 Millionen DM aus Gegenwertmitteln zu beantragen. - Vgl. dazu auch „Bericht über Investitionen aus Gegenwertmitteln, insbesondere Verwendung der amerikanischen Wirtschaftshilfe" vom 28. Jan. 1953 in B 115/3, zur Durchführung des gesamten Wohnungsbauprogrammes in Berlin im Rechnungsjahr 1953/54 auch mit Bundesmitteln vgl. ferner B 134/1347 f. und 1353.

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