2.42.5 (k1953k): 5. Besetzung des Vorstandes der Bank für Vertriebene und Geschädigte (Lastenausgleichsbank) AG, BK

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5. Besetzung des Vorstandes der Bank für Vertriebene und Geschädigte (Lastenausgleichsbank) AG, BK

Der Bundeskanzler schlägt vor, den Vertretern der Bundesregierung im Aufsichtsrat der Lastenausgleichsbank zu empfehlen, sich für eine Verlängerung der Delegation des Dr. Kather 13 in den Vorstand der Lastenausgleichsbank bis zu dem Zeitpunkt einzusetzen, an dem das Gesetz über die Bank für Vertriebene und Geschädigte (Lastenausgleichsbank) von den gesetzgebenden Körperschaften verabschiedet wird 14. Von verschiedenen Kabinettsmitgliedern werden gewisse Bedenken gegen eine solche Empfehlung geltend gemacht. Von dem Bundesminister für den Marshallplan wird betont, daß eine vordringliche Verabschiedung des Gesetzes über die Bank für Vertriebene und Geschädigte (Lastenausgleichsbank) durch den neuen Bundestag anzustreben sei 15. Diese Auffassung wird von dem Bundeskanzler unterstützt. Das Kabinett beschließt trotz der geltend gemachten Bedenken entsprechend dem Vorschlag des Bundeskanzlers 16.

13

Dr. Linus Kather (1893-1983). Mitbegründer der CDU in Hamburg, 1949-1957 MdB (bis 1954 CDU dann GB/BHE), während der ersten Wahlperiode Vorsitzender des BT-Ausschusses für Heimatvertriebene; ab 1949 Vorsitzender des Zentralverbandes bzw. des Bundes der vertriebenen Deutschen und 1957-1958 des Verbandes der Vertriebenen. Linus Kather, die Entmachtung der Vertriebenen, München 1964.

14

Zur Berufung Kathers in den Vorstand vgl. 280. Sitzung am 6. März 1953 TOP 2 b. - In der Vorlage vom 1. Juli 1953 hatte der Bundeskanzler beantragt, Herrn Kather als weiteres Vorstandsmitglied in den Vorstand zu übernehmen. Dagegen hatte Lenz in einer Vorlage vom 28. Juli 1953 an den Bundeskanzler dafür plädiert, als „einstweilige Lösung" Kather nochmals in den Vorstand zu delegieren (B 136/2337). Vorausgegangen war eine auch öffentlich geführte Auseinandersetzung zwischen Seebohm in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbandes der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Kather, in dem auch die Rolle Kathers bei der Lastenausgleichsbank zur Sprache kam (Unterlagen dazu in B 136/2337).

15

Vgl. 298. Sitzung am 23. Juni 1953 TOP 7 und 8. Sitzung am 17. Nov. 1953 TOP 3.

16

In der Sitzung des Aufsichtsrates der Lastenausgleichsbank am 30. Juli 1953 wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Kather, für weitere 6 Monate in den Vorstand der Bank delegiert (vgl. u. a. Vermerk vom 1. Aug. 1953 in B 106/24377). - Fortgang 305. Sitzung am 18. Aug. 1953 TOP D.

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