2.44.19 (k1953k): E. Hilfeleistung aus Anlaß des Erdbebens in Griechenland

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 6. 1953Die Außenminister der drei Westmächte in WashingtonAus der Sowjetunion heimgekehrte KriegsgefangeneDer Bundesminister der Finanzen an den BundeskanzlerVereidigung der Mitglieder des zweiten Kabinetts Adenauer

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[E.] Hilfeleistung aus Anlaß des Erdbebens in Griechenland

Staatssekretär Prof. Dr. Hallstein berichtet, daß der Bundesfinanzminister namens der Bundesregierung dem Deutschen Roten Kreuz 20 000 DM für die Hilfeleistung zur Verfügung gestellt habe, daß ferner auf Veranlassung des Bundesministers des Innern 50 Mann des technischen Hilfsdienstes zum sofortigen Einsatz im Katastrophengebiet bereitstehen 51.

51

Die Mittel sollten den Opfern der Erdbebenkatastrophe auf den ionischen Inseln zugute kommen (vgl. Bulletin vom 15. Aug. und 18. Aug. 1953 S. 1293 und 1303).

Im Hinblick auf die namhaften Hilfen, die die Bundesregierung nach ähnlichen Katastrophen in Indien, Italien 52, Korea 53 und Holland 54 gewährt habe, sei nun ein entsprechender Schritt Griechenland gegenüber unerläßlich, übrigens auch im Hinblick auf den nachhaltig günstigen Eindruck, den die bisherigen deutschen Aktionen in der Welt und insbesondere in den betroffenen Staaten gemacht hätten, sehr zweckmäßig. Er hält Sachleistungen im Werte von 300 000 DM für angemessen. Mittel stünden dem Auswärtigen Amt nicht zur Verfügung, da der für derartige Fälle vorgesehene Fonds bereits erschöpft sei.

52

Vgl. dazu 187. Sitzung am 20. Nov. 1951 TOP D (Hilfe für die Hochwasserkatastrophe in Oberitalien).

53

Vgl. 300. Sitzung am 7. Juli 1953 TOP H.

54

Vgl. 274. Sitzung am 10. Febr. 1953 TOP I.

Der Bundeskanzler und der Bundesminister für den Marshallplan bezeichnen mit Rücksicht auf die politisch besonders gefährdete Lage Griechenlands eine möglichst großzügige Hilfeleistung für ganz besonders angebracht.

Der Bundesminister der Finanzen erklärt, daß er nur aus den ihm für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung stehenden Mitteln helfen könne. Wenn diese Mittel auch schon fast völlig erschöpft seien, so widerspricht er doch schließlich dem Vorschlag des Bundeskanzlers nicht, daß für die Hilfeleistung bis zu 200 000 DM verausgabt werden. - Dem wird zugestimmt.

Das auswärtige Amt wird zunächst durch Fühlungnahme mit der Griechischen Botschaft zu ermitteln versuchen, welche deutschen Sachleistungen Griechenland als besonders erwünscht bezeichnet.

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