2.57.15 (k1953k): H. Fall Kesselring

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[H. Fall Kesselring]

Bundesminister Strauß beantragt 49, den früheren Generalfeldmarschall Kesselring cum infamia aus der Ordenskommission 50 auszuschließen, weil er sich in dem sog. Penzberg-Prozeß voll und ganz hinter die Mörder gestellt habe, die nach dem Zusammenbruch 1945 und kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner den Bürgermeister des Orts und sechs Mitbürger erschossen hätten 51. Der Chef des Bundespräsidialamtes bemerkt hierzu, daß die Ordenskommission ihre Arbeit beendet habe und nicht mehr bestehe. Der Bundesminister des Innern bittet, zunächst genauere Unterlagen darüber zu beschaffen, was Kesselring vor Gericht gesagt und welche Folgerungen das Gericht aus seiner Aussage gezogen hat. Auf Wunsch des Bundeskanzlers wird der Abgeordnete Blank den General Heusinger 52 veranlassen, sich zunächst mit Generalfeldmarschall Kesselring auszusprechen 53.

49

Strauß ging mit seinen Angriffen gegen Kesselring anschließend an die Öffentlichkeit. Siehe dazu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. Nov. 1953 und Süddeutsche Zeitung vom 1. Dez. 1953 („Strauß gegen Kesselring").

50

Zur Ordenskommission vgl. 171. Sitzung am 7. Sept. 1951 TOP 1 und TOP 2. - Unterlagen dazu in B 136/3009.

51

Ausführliche Unterlagen zu dem Verfahren vor dem Landgericht Augsburg in B 106/15456.

52

Adolf Heusinger (1897-1982). Bei Kriegsende Generalleutnant; Militärischer Berater der Bundesregierung, 1951 deutscher Sachverständiger bei den Beratungen über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft; 1955 Leiter des militärischen Führungsstabes im Bundesministerium für Verteidigung; 1957-1961 Generalinspekteur der Bundeswehr.

53

Unterlagen hierzu nicht ermittelt. - Zu vorausgehenden Kontakten Kesselrings mit Adenauer und Lehr vgl. B 136/6826.

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