2.47.10 (k1962k): C. Anleihepläne des Bundes

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 15. 1962Fünftes Kabinett AdenauerEWG-BinnenzollsenkungStaatsbesuch de GaulleAktion Adler

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[C.] Anleihepläne des Bundes

Der Bundesminister des Innern fragt nach den Anleiheplänen des Bundesministers der Finanzen für das Jahr 1963 29. Der Bundesminister der Finanzen erklärt hierzu, er könne im einzelnen hierüber jetzt noch keine Angaben machen. Im Jahre 1962 habe man erst spät mit der Aufnahme von Anleihen beginnen können. Insgesamt seien bisher 575 Mio. DM untergebracht, und zwar 400 Mio. DM auf dem freien Kapitalmarkt und 175 Mio. DM bei besonderen Geldgebern wie etwa den Sozialversicherungsträgern. Eine weitere Tranche habe bisher zurückgestellt werden müssen, da diese den Zins über 6% heraufgedrückt hätte. Über eine weitere Anleihe von 300 Mio. DM stehe er mit der Bundesbank zur Zeit in Verhandlung. Der Länderbeitrag zum Bundeshaushalt 1962 sei zur Hälfte am 1. Oktober gezahlt worden; die zweite Hälfte sei für den 15. Dezember in Aussicht gestellt. Schwierigkeiten seien in diesem Zusammenhang nicht zu erwarten 30.

29

Siehe 36. Sitzung am 11. Juli 1962 TOP 2 (Grundsätze für die Aufstellung des Bundeshaushalts 1963). - Der Bund hatte 1960 und 1961 seinen Finanzbedarf im Wesentlichen aus den zunehmenden Steuereinnahmen decken können. Im Juli 1962 hatte die Bundesregierung wieder begonnen, Bundesanleihen aufzunehmen, um den außerordentlichen Haushalt 1962 und der folgenden Jahre zu finanzieren. Unterlagen dazu in B 126/26205.

30

Für 1963 ging der BMF von einem Kreditbedarf von 2,1 Milliarden DM aus. Anleihen zwischen 100 und 400 Millionen DM sollten über das Jahr verteilt werden. Vgl. den Vermerk des BMF vom 19. Febr. 1963 in B 126/26205.

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