2.42.4 (k1971k): 4. Aufnahme Chinas in die UNO AA

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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4. Aufnahme Chinas in die UNO AA

(17.05 Uhr)

BM Scheel berichtet über die Aufnahme Chinas in die UNO und die sich daraus auch für die Politik der Bundesregierung ergebenden Folgerungen. 8 An der Aussprache beteiligen sich der Bundeskanzler sowie die Bundesminister Eppler, Ertl, Schiller, Ehmke und Scheel. Das Problem der offset-Verhandlungen wird kurz angesprochen. 9

8

Siehe 87. Sitzung am 28. Okt. 1971 TOP D. - Aufzeichnung des AA vom 29. Okt. 1971 in AA B 130, Bd. 9834, Sprechzettel des AA vom 8. Nov. 1971 in B 136/6244. - Das AA hatte vorgeschlagen, sich für einen Repräsentanzwechsel in den Sonderorganisationen der Vereinten Nationen einzusetzen, da die Entscheidung über den Ausschluss Taiwans aus den Vereinten Nationen nicht automatisch auf die rechtlich selbständigen Sonderorganisationen übertragen werde. Dagegen hatte das Bundeskanzleramt in diesem Zusammenhang bemerkt, es sei „unschön gegen ein Land Stellung zu nehmen, das uns jahrzehntelang bei Abstimmungen in der Deutschlandfrage unterstützt" habe (vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 9. Nov. 1971 in B 136/6244). Außerdem hatte das AA empfohlen, klärende Gespräche mit der VR China zu führen. - Zum Verhältnis der Bundesrepublik und der VR China Fortgang 120. Sitzung am 9. Aug. 1972 TOP A (Außenpolitische Unterrichtung: B 136/36191).

9

Zu den deutsch-amerikanischen Devisenausgleichsverhandlungen vgl. 93. Sitzung am 15. Dez. 1971 TOP B.

Der Bundeskanzler berichtet über sein erstes Gespräch mit der indischen Ministerpräsidentin Frau Indira Gandhi. 10

10

Zur Flutkatastrophe in Indien am 29./30. Okt. 1971 vgl. 88. Sitzung am 3. Nov. 1971 TOP F, zur Hilfe für Flüchtlinge aus Ostpakistan in Indien vgl. 76. Sitzung am 21. Juli 1971 TOP D. - Im Rahmen einer dreiwöchigen Reise besuchte Gandhi vom 10. bis 12. Nov. 1971 Bonn. In ihrem Gespräch mit Brandt am 10. Nov. 1971 wies sie auf die latente Kriegsgefahr zwischen Indien und Pakistan infolge des Bürgerkriegs zwischen West- und Ostpakistan hin und betonte, dass die bis zu 9 Millionen Flüchtlinge „ein Element der sozialen Unsicherheit und Unruhe" darstellten und zurückkehren müssten. Direkte Gespräche mit der pakistanischen Regierung lehnte sie ab, andererseits räumte sie ein, ostpakistanische Aufständische aus Eigeninteresse in gewissem Rahmen zu unterstützen. Weitere Gesprächsthemen betrafen die Ost- und Deutschlandpolitik der Bundesregierung. Vgl. die Gesprächsaufzeichnung des AA vom 10. Nov. 1971 in AAPD 1971, S. 1702-1709, weitere Unterlagen in B 136/6321 und B 213/6776, AA B 37, Bd. 595, AA B 130, Bd. 9882. - Zum indisch-pakistanischen Konflikt vgl. 92. Sitzung am 8. Dez. 1971 TOP B.

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