2.50.6 (k1971k): 5. Förderung des Flugzeuges „VFW 614", BMWF

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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5. Förderung des Flugzeuges „VFW 614", BMWF

(14.35 Uhr)

StS Rohwedder unterrichtet das Kabinett über das Projekt „VFW 614" und das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Unternehmen VFW/Fokker und der britischen Regierung. 7 Nach kurzer Diskussion, an der sich die BM Leber und Ehmke sowie PStS von Dohnanyi beteiligen, nimmt das Kabinett von dem Bericht zustimmend Kenntnis. 8

7

Siehe 1. Sitzung des Kabinettsausschusses für Luft- und Raumfahrt am 16. Dez. 1971 TOP 3 (B 136/57693). - Vorlage des BMWF vom 21. Dez. 1971 in B 102/107439 und B 136/7735, weitere Unterlagen in B 136/7736. - Der Bund hatte sich von 1966 bis zur 1969 erfolgten Übernahme der Vereinigten Flugtechnischen Werke (VFW) durch Fokker an der Entwicklung eines mit zwei Strahltriebwerken ausgestatteten Flugzeugs für den Linienverkehr beteiligt, von dem zum damaligen Zeitpunkt vier Prototypen gefertigt worden waren. Die Entwicklungsförderung belief sich auf 136 Millionen DM für die Zelle und 92 Millionen DM für das Triebwerk. Zur Überbrückung von Kostensteigerungen bat der BMWF das Kabinett um Zustimmung zur Bereitstellung zusätzlicher Gelder für Zelle und Triebwerk in Höhe von 55 bzw. 63 Millionen DM, zu einer Absatzfinanzierungshilfe in Höhe von bis zu 250 Millionen DM sowie zur Übernahme einer Bundesbürgschaft in Höhe von 155 Millionen DM. Mit Mehrkosten rechnete der BMWF einerseits wegen des Übergangs zur Serienproduktion, andererseits wegen finanzieller Mehrbelastungen durch die Konkurserklärung des beteiligten britischen Konzerns Rolls-Royce im Februar 1971. In den laufenden Verhandlungen mit Vertretern des Fokker-Aufsichtsrats und der britischen Regierung hatte der BMWF außerdem zugesagt, eventuell entstehende unvorhersehbare Mehrkosten (Material- und Lohnkosten) bei der Triebwerksentwicklung zur Hälfte zu übernehmen, so dass die Gesamtfördersumme etwa 627 bis 677 Millionen DM betragen werde.

8

Fortgang 70. Sitzung am 10. Juli 1974 TOP 5 (B 136/36195).

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