2.7.4 (k1962k): A. Lohnkampf in der Metallindustrie

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 15. 1962Fünftes Kabinett AdenauerEWG-BinnenzollsenkungStaatsbesuch de GaulleAktion Adler

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[A.] Lohnkampf in der Metallindustrie

Auf Vorschlag des Stellvertreters des Bundeskanzlers beauftragt das Kabinett den Staatssekretär des Bundeskanzleramtes mit einer Fühlungnahme mit Ministerpräsident Kiesinger in dieser Angelegenheit 4.

4

Siehe 114. Sitzung am 13. Juli 1960 TOP H (Kabinettsprotokolle 1960, S. 271). - Nach Tarifkündigungen der IG Metall u. a. in Berlin, Nordwürttemberg-Nordbaden und Bayern am 29. Nov. 1961 hatten die 14 Arbeitgeberverbände der Metallindustrie am 30. Nov. 1961 alle bestehenden Lohn- und Tarifverträge in sämtlichen Bundesländern zum 31. Dez. 1961 vorzeitig für beendet erklärt, um einheitliche Verhandlungen für die gesamte Metallindustrie zu erreichen und auf das „Homburger Abkommen" vom 8. Juli 1960 verwiesen, durch das ab dem 1. Jan. 1962 eine wöchentliche Arbeitszeitverkürzung von 44 auf 42 1/2 Stunden mit 3,5% Lohnausgleich in Kraft getreten war. Am 13. Jan. 1962 hatten sich die Arbeitgeber in dem Gespräch des Vorsitzenden der IG Metall Otto Brenner und des Hauptgeschäftsführers des Gesamtverbandes der metallindustriellen Arbeitgeberverbände Günther Wieland in Wiesbaden dann doch zu Verhandlungen auf Bezirksebene bereit erklärt. Diese seit dem 16. Jan. 1962 geführten Verhandlungen hatten keine Einigung gebracht. Gegenüber den Forderungen der IG Metall nach 10% Lohnerhöhung und sechs Tagen mehr Urlaub im Jahr hatten die Arbeitgeber eine 5%ige Lohnerhöhung einschließlich des 3,5%igen Lohnausgleichs und durchschnittlich einen zusätzlichen Tag Urlaub angeboten. Der Vorstand der IG Metall hatte am 30. Jan. 1962 in Frankfurt eine Urabstimmung in der Metallindustrie im Tarifbezirk Nordwürttemberg-Nordbaden beschlossen. Die baden-württembergische Landesregierung hatte am gleichen Tag angekündigt, sich vermittelnd in die Auseinandersetzung einschalten zu wollen, um den Streik zu verhindern (vgl. die Vermerke des Bundeskanzleramtes vom 1. Dez. 1961 in B 136/1327 und vom 31. Jan. 1962 in B 136/8802). - Fortgang 14. Sitzung am 8. Febr. 1962 TOP B.

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