2.19.13 (k1962k): G. Neue Uniformen für die Bundeswehr

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 15. 1962Fünftes Kabinett AdenauerEWG-BinnenzollsenkungStaatsbesuch de GaulleAktion Adler

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[G.] Neue Uniformen für die Bundeswehr

Der Bundesminister für Familien- und Jugendfragen weist auf Zeitungsveröffentlichungen hin, nach denen Pläne bestehen sollen, die Bundeswehr mit neuen Uniformen für gesellschaftliche Zwecke zu versehen. Er bittet, daß dieser Angelegenheit nachgegangen wird, und gibt seiner Meinung Ausdruck, daß es nicht wünschenswert sein würde, etwa Gesellschaftsfrack oder Smoking für Bundeswehrangehörige nach dem Vorbild der Wehrmacht im sogenannten Dritten Reich einzuführen 21.

21

Siehe 155. Sitzung am 21. Juli 1961 TOP E (Kabinettsprotokolle 1961, S. 233). - Presseberichte nicht ermittelt. - Offenbar standen diese im Zusammenhang mit den Bestrebungen des BMVtg, durch Verbesserungen im Schnitt, Farbton, in der Stoffqualität sowie mit weiteren geringfügigen Änderungen vor allem die bisher als wenig ansprechend geltende Heeresuniform attraktiver zu gestalten. Unterlagen dazu in BW 1/73331 und 314468.

Ministerialdirigent Einsiedler betont, daß die Angelegenheit in dem hierfür zuständigen Bundespräsidialamt bereits bekannt sei 22. Es handele sich um nichts anderes als um die Einführung einer Art Waffenrockes. An einen Gesellschaftsanzug in der Art eines Fracks oder Smokings sei nicht gedacht.

22

Unterlagen hierzu nicht ermittelt.

Die Staatssekretäre Dr. Globke und Thedieck bringen zum Ausdruck, daß die Uniform des Heeres verbesserungsbedürftig erscheine und es notwendig sei, sie geschmackvoller und eindrucksvoller zu gestalten 23.

23

Vierte und Fünfte Anordnung des Bundespräsidenten über die Uniform von Soldaten vom 9. Aug. 1962 (BGBl. I 553) und vom 12. Nov. 1962 (BGBl. I 673). Vgl. auch den Artikel „Gespinst von einst" im „Spiegel" Nr. 23 vom 6. Juni 1962, S. 41-45.

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