2.8.1 (k1962k): A. Grubenkatastrophe in Zeche Luisenthal, Völklingen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 15. 1962Fünftes Kabinett AdenauerEWG-BinnenzollsenkungStaatsbesuch de GaulleAktion Adler

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[A.] Grubenkatastrophe in Zeche Luisenthal, Völklingen

Der Bundeskanzler teilt mit, daß nach der Grubenkatastrophe in Völklingen bisher 260 Tote geborgen worden seien; 20 bis 30 Bergleute seien noch vermißt 1. 70 bis 80 Verletzte befänden sich in den Krankenhäusern. Das Kabinett gedenkt der Toten und nimmt an dem Schmerz der Hinterbliebenen und der Trauer in der Bevölkerung des Saarlands herzlich Anteil. Es beschließt auf Vorschlag des Bundeskanzlers, einen Hilfsfonds in Höhe von 1 Mio. DM zu Gunsten der Opfer der Katastrophe bereitzustellen. Der Bundesschatzminister soll das Nähere hinsichtlich der Verteilung im Benehmen mit den zuständigen Stellen im Saarland regeln. Nach einer während der Sitzung erbetenen fernmündlichen Mitteilung des Bundespräsidenten ist dieser bereit, dem Wunsch der Leitung der Saarbergwerke entsprechend eine Ansprache bei der zentralen Trauerfeier zu übernehmen. Das Kabinett wird bei der Feier durch die Bundesminister für Wirtschaft und für Verkehr vertreten 2.

1

Bei dem Grubenunglück am 7. Febr. 1962 in der bundeseigenen Zeche Luisenthal der Saarbergwerke AG waren durch eine Schlagwetter-Kohlenstaubexplosion 299 Bergleute ums Leben gekommen und 73 verletzt worden. Vgl. den Schlussbericht des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft vom 12. Juni 1963 in B 102/79951. Zur Bundeshilfe vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramtes vom 7. Febr. 1962 in B 136/5046, weitere Unterlagen zum Hilfsfond und der am 26. Febr. 1962 gegründeten „Stiftung Bergmannshilfswerk Luisenthal" in B 102/79949.

2

Vgl. die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 9. Febr. 1962, S. 1.

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