2.16.2 (k1973k): F. Verschärfung des Luftterrors

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[F. Verschärfung des Luftterrors]

Auf eine Frage des Bundeskanzlers nimmt BM Genscher zu einer heutigen Pressemeldung über eine mögliche Verschärfung des Luftterrors durch palästinensische Extremistenorganisationen Stellung. 3

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„Die Welt" berichtete am 4. April 1973 unter dem Titel „Verfassungsschutz befürchtet Verschärfung des Luftterrors", der Präsident des Kölner Bundesamts für Verfassungsschutz Günther Nollau habe der Bundesregierung mitgeteilt, dass nach westlichen Geheimdienstinformationen die palästinensische Terrororganisation „Schwarzer September" neue Anschläge gegen den westlichen Flugverkehr plane und dabei Raketenwaffen einsetzen wolle. Zudem würden die nach dem Olympia-Attentat 1972 in München von der Bundesrepublik verbotenen und in der DDR neu formierten palästinensischen Extremistenorganisationen „Generalunion Palästinensischer Studenten" (GUPS) und „Generalunion Palästinensischer Arbeiter" (GUPA) ihre Untergrundtätigkeit von der DDR aus fortsetzen. Während ein Vertreter des BMI auf der Bundespressekonferenz die Meldungen weder bestätigte noch dementierte, aber einräumte, „daß sich in letzter Zeit eine Verdichtung des Meldebildes ergeben" habe, berichtete „Der Spiegel" am 16. April 1973, es habe sich bei dem Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) um eine Routinemeldung gehandelt, die missverstanden und hochgespielt worden sei. Vgl. „Die Welt" vom 4. und 5. April 1973, jeweils S. 1, den Wortlaut der Bundespressekonferenz vom 4. April 1973 in B 145 I F/265 (Fiche 627) und „Der Spiegel" Nr. 16 vom 16. April 1973, S. 99 f.

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