2.16.3 (k1973k): G. Verhaftung von Prof. Tsatsos

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[G. Verhaftung von Prof. Tsatsos]

Des weiteren kommt die Verhaftung von Prof. Tsatsos in Griechenland zur Sprache. 4

4

Vgl. 97. Sitzung am 26. Jan. 1972 TOP D (Vortragstournee von Lady Fleming: Kabinettsprotokolle 1972, S. 77). - Der an der Juristischen Fakultät der Bonner Universität lehrende griechische Prof. Dr. Dimitris Tsatsos war am 28. März 1973 während seines Urlaubs in Athen verhaftet worden. Bereits 1972 wurde er von der seit dem Putsch 1967 in Griechenland herrschenden Militärdiktatur wegen Beihilfe zur illegalen Ausreise des regimekritischen Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Georgios Mangakis, der 1970 aus politischen Gründen zu 18 Jahre Zuchthaus verurteilt worden war und dessen Verteidigung im Haftverschonungsprozess er übernommen hatte, angeklagt (Unterlagen in B 136/6252, vgl. die Aufzeichnungen des AA vom 19. April und 30. Mai 1972 in AAPD 1972, S. 418-423 und 630-634). Insbesondere Professoren und Studenten protestierten gegen die Verhaftung und forderten die Bundesregierung auf, sich für Tsatsos' Freilassung einzusetzen. Der „Fall Tsatsos" belastete die deutsch-griechischen Beziehungen. Unterlagen in B 136/6253, vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 30. und 31. März 1973, S. 1 bzw. 3. - Am 26. Juli 1973 wurde Tsatsos aus der Haft entlassen, im Oktober 1973 reiste er wieder in die Bundesrepublik.

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