2.54 (k1956k): 155. Kabinettssitzung am 5. Oktober 1956

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Text

155. Kabinettssitzung
am Freitag, den 5. Oktober 1956

Teilnehmer: Adenauer, Schröder, Neumayer, Schäffer, Erhard, Storch, Blank, Seebohm, Oberländer (bis 20.05 Uhr), Kaiser, von Merkatz, Wuermeling, F. J. Strauß, Schäfer, Kraft; Gladenbeck (ab 18.00 Uhr), Globke (ab 18.00 Uhr), Hallstein (ab 18.00 Uhr), Rust (ab 18.00 Uhr), Sonnemann (ab 18.00 Uhr); Klaiber (von 18.00 bis 18.30 Uhr); von Eckardt (ab 18.00 Uhr); Kilb (ab 18.00 Uhr), Selbach (ab 18.00 Uhr); Carstens 1 (zu TOP 1), Ophüls 2 (zu TOP 1). Protokoll: Praß

Beginn: 17.30 Uhr

Ende: 22.30 Uhr

Der Bundeskanzler eröffnet die Sitzung und beschränkt sie bis 18.00 Uhr auf die Bundesminister. 3

Minister allein: Adenauer:

Appell auf Gemeinsamkeit und geschlossenem Auftreten nach Außen war vergebens.

a)

Rede Erhards in Hagen: zu Sozialreform 4,

b)

Schäffer: Vorstoß zu Sozialreform: andere Ziffern als in der Regierungsvorlage veröffentlicht mit berechtigter Kritik. Die Überprüfung ist berechtigt; die Veröffentlichung nicht 5. - Schäffer: Untersuchung eingeleitet.

c)

Kaiser: Ankündigung über Gesetzentwurf betr. Miteigentum 6.

d)

Blank: Artikel über Waffen-SS auf der 1. Seite der 1. Nummer des Mitteilungsblattes 7.

Wahl Anfang September 1957: wir können sie nicht gewinnen, wenn dieses Durcheinander so weitergeht.

Wir verlieren alle Autorität und niemand nimmt uns mehr ernst.

Wahlen entscheidend: SPD hat schon Hunderte von Beamten gesammelt, die auf SPD umgestellt haben: das bringt Neutralismus, wirtschaftliche Rückschläge, östlichen Satellitenstaat. SPD spekuliert auf unseren Defaitismus und Uneinigkeit.

Zündstoff für KP Unterwanderung Frankreichs und Italiens.

Starke Macht der SPD: Gewerkschaften, Vertriebene etc. Kapitalmacht des DGB.

Außerhalb der Tagesordnung

[Es folgen TOP A und B dieser Sitzung.]

Fußnoten

1

Prof. Dr. iur. Karl Carstens (1914-1992). 1945-1949 Rechtsanwalt und (1945-1947) Tätigkeit als Referent beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen, 1949-1954 Bevollmächtigter Bremens beim Bund, 1950-1973 Lehrtätigkeit für Staats- und Völkerrecht an der Universität Köln (1960 Ordinarius), 1954-1966 AA (1954-1955 Gesandter und Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik beim Europarat, 1955-1958 stellv. Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1960 Leiter der Europaabteilung, 1960-1966 Staatssekretär und ab 1961 ständiger Vertreter des Bundesaußenministers), 1967 Staatssekretär im BMVtg, 1968-1969 Chef des Bundeskanzleramts, 1969-1972 Leiter des Forschungsinstituts der deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1972-1979 MdB (CDU, 1973-1976 Fraktionsvorsitzender), 1976-1979 Präsident des Deutschen Bundestages, 1979-1984 Bundespräsident. - V.: Karl Carstens: Erinnerungen und Erfahrungen. Hrsg. von Kai von Jena und Reinhard Schmoeckel. (Schriften des Bundesarchivs, Bd. 44) Boppard 1993.

2

Dr. iur. Carl Friedrich Ophüls (1895-1970). 1918-1923 Justizdienst, ab 1923 AA, 1925-1931 an der Botschaft in London, nach 1933 erneut Justizdienst (1940 Landgerichtsdirektor in Frankfurt/M.); 1948 Rechtsamt der Verwaltung des VWG, 1949-1952 BMJ (1950 Ministerialrat), seit 1949 Professor für Patent-, Internationales und anglo-amerikanisches Recht an der Universität Frankfurt, 1951-1952 Mitglied der Delegation für die Konferenz über die Bildung einer europäischen Armee und Sachverständiger der Delegation für die Ablösung des Besatzungsstatuts, 1952-1955 AA (Gesandter und Leiter der Abteilung Internationale und Supranationale Organisationen), 1955-1958 Botschafter in Brüssel, 1958-1960 ständiger Vertreter bei der EWG und der EURATOM.

3

Inseriert wird im folgenden die Mitschrift Seebohms aus Nachlaß Seebohm N 1178/9a. - Vgl. dazu auch von Merkatz' Aufzeichnungen in Nachlaß von Merkatz ACDP I-148-041/1.

4

Vgl. dazu 161. Sitzung am 28. Nov. 1956 TOP A.

5

Fortgang hierzu 157. Sitzung am 17. Okt. 1956 TOP 4.

6

Nicht ermittelt.

7

Fortgang hierzu 157. Sitzung am 17. Okt. 1956 TOP F.

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