2.19.23 (k1970k): O. Zusammenschluß des Hüttenwerkes Salzgitter und der Ilseder Hütte

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[O.] Zusammenschluß des Hüttenwerkes Salzgitter und der Ilseder Hütte

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Reischl berichtet, daß die Fusion des Hüttenwerkes Salzgitter mit der Ilseder Hütte nunmehr vollzogen werde, und erläutert die getroffenen Vereinbarungen und insbesondere das Abfindungsangebot an die freien Aktionäre der Ilseder Hütte. 35 Das Kabinett nimmt zustimmend Kenntnis.

Fußnoten

35

Siehe 171. Sitzung am 25. Juni 1969 TOP 5 (Kabinettsprotokolle 1969, S. 284 f.). - Das Kabinett hatte im Juni 1969 einer Fusion zur Stahlwerke Peine-Salzgitter AG (STAPS) im Grundsatz zugestimmt und eine Finanzhilfe in Höhe von 120 Millionen DM bewilligt. Die nachfolgenden Verhandlungen zwischen der zum wirtschaftlichen Besitz des Bundes gehörenden Salzgitter-Hüttenwerk AG (Grundkapital von 275 Millionen DM), einer Tochter des Salzgitter-Konzerns, und der Ilseder Hütte in Peine (Grundkapital von 140 Millionen DM), an welcher der Bund über die Vereinigte Industrie-Unternehmungen AG (VIAG) zu 25% beteiligt war, hatten zur Einbringung weiterer Beteiligungen geführt und damit die Salzgitter-Quote an der STAPS von 50 auf 55% erhöht. Den freien Aktionären der Ilseder Hütte sollte u. a. eine Barabfindung zum Kurs von 265% bzw. Ausgleichszahlungen in Höhe von 26,7% auf die 100 DM-Aktie über einen Zeitraum von fünf Jahren zugesichert werden. Mit der Fusion sollten ein wettbewerbsfähiges Unternehmen der Eisenerzverhüttung geschaffen und durch Rationalisierung langfristig erhalten sowie fast 20 000 Arbeitsplätze im Zonenrandgebiet gesichert werden. Vgl. den Vermerk des BMF vom 16. April 1970 in B 126/77015, das Gutachten der Karoli-Wirtschaftsprüfung vom 9. April 1970 über einen angemessenen Ausgleich bzw. eine entsprechende Barabfindung für die privaten Aktionäre der Ilseder Hütte in B 354/896, weitere Unterlagen in B 126/36919 und 77014 sowie B 136/7389. - Der Fusions-Rahmenvertrag wurde am 1. Okt. 1970 unterzeichnet.

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