2.19.25 (k1970k): Q. Gründung der Deutschen Datel-Gesellschaft für Datenfernverarbeitung mbH

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[Q.] Gründung der Deutschen Datel-Gesellschaft für Datenfernverarbeitung 38 mbH

Bundesminister Leber berichtet, daß über die am 22. September 1969 angekündigte Gründung der Deutschen Datel-Gesellschaft für Datenfernverarbeitung mbH (DDG) durch Unterzeichnung der Verträge endgültig entschieden worden sei. Das Stammkapital betrage 3 Mio. DM, die Post sei mit 40% beteiligt, die übrigen Anteile seien im Besitz von AEG/Telefunken, Olympia-Werken AG, Nixdorf Computer AG und Siemens AG. Das Kabinett nimmt Kenntnis. 39

Fußnoten

38

Von den Bearbeitern hier und im Folgenden korrigiert aus: „Datenverarbeitung".

39

Siehe 22. Sitzung am 9. April 1970 TOP 2. - Zur angesprochenen Ankündigung der Gesellschaftsgründung vgl. die Pressemitteilung des BMP vom 22. Sept. 1969 in B 257/20248, weitere Unterlagen in B 106/99520 und B 257/1753. - Die Deutsche Datel-Gesellschaft für Datenfernverarbeitung mbH mit Sitz in München und später in Darmstadt wurde durch vertragliche Vereinbarungen vom 16./17. Okt. 1969 und 4. Mai 1970 errichtet. Geschäftsgegenstand der DDG war in erster Linie die Vermietung bzw. der Verkauf von Rechenzeit auf EDV-Anlagen vorwiegend außer Haus im Datenfernverarbeitungssystem und von hierzu geeigneten Teilnehmerterminals sowie die Entwicklung und Bereitstellung entsprechender Standardprogramme (vgl. das Schreiben des BMP an den Bundespostverwaltungsrat vom 29. Mai 1970, den undatierten Vermerk des BMP und den Gesellschaftsvertrag in verschiedenen Fassungen in B 257/1753 sowie die Vermerke des BMP vom 8. und 19. Jan. 1970 in B 257/20248, weitere Unterlagen in B 106/99520). Mit der Beteiligung der Deutschen Bundespost an der privatrechtlich verankerten DDG wurde das Ziel verfolgt, die herkömmlichen Angebote von Rechenzentren an diejenigen mittelständischen Firmenkunden, für die der Erwerb eigener Großrechenanlagen unwirtschaftlich sein würde, mittels fernmeldenetzgestützter EDV-Anlagen im Teilhabersystem auszuweiten und darüber hinaus die technologischen und gebührenpolitischen Möglichkeiten der zu erwartenden Expansion des internationalen EDV-Fernverkehrs sachgerecht wahrzunehmen. Vgl. die Pressemitteilung des BMP vom 4. Mai 1970 und das Schreiben des BMP an den Postverwaltungsrat vom 14. April 1970 in B 257/1753. - Fortgang 155. Sitzung am 24. März 1976 TOP 3 (3. Datenverarbeitungsprogramm der Bundesregierung 1976 bis 1979: B 136/36203).

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