2.24.2 (k1970k): 5. Bericht der Bundesregierung zur Bildungs- und Wissenschaftspolitik, BMBW

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5. Bericht der Bundesregierung zur Bildungs- und Wissenschaftspolitik, BMBW

a)

Kabinettvorlage des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft vom 29.5.1970, Az: II A 1 - 310 040/1;

b)

Schnellbrief des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft vom 3.6.1970, Az: II A 1 - 310 040/1. 5

Nach Diskussion verabschiedet das Kabinett den „Bildungsbericht" - unter Berücksichtigung der mit Schnellbrief vom 3.6.1970 mitgeteilten Korrekturen - mit folgender Maßgabe:

a)

Die Ausführung auf Seite 8, Ziff. II, Abs. 2) „Junge Menschen haben ein Recht auf eine glückliche und erfüllte Jugendzeit" soll redaktionell überarbeitet werden. Dabei sollen die im Kabinett aufgetretenen Bedenken gegen die Formulierung „Recht auf Glück" im politischen Sinne berücksichtigt werden. 6

b)

Auf Seite 208 des Berichtes, Ziff. 1), Abs. 1, 7. Zeile soll es heißen:

„... auch für die Planung im Bildungswesen ..."

statt

„... auch für die Planung des Bildungswesens ...".

Auf Vorschlag der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Dr. Focke soll in der zusammenfassenden Darstellung (Anlage zur Kabinettsache vom 3.6.1970) folgendes geändert werden:

a)

Im Abschnitt IV, Ziffer 1) (Seite 4) sollte zum Ausdruck gebracht werden, daß dem Ausbau der vorschulischen Bildung erste Priorität zukommt. 7

b)

In der Überschrift des Abschnitts IV (Seite 4) sind die Worte „im einzelnen" zu streichen. 8

c)

Im Abschnitt IV, Ziff. 6) (Seite 4) soll es in der Zeile 5/6 wie folgt heißen:

„Nach vorläufigen Schätzungen wird schon um 1980 ...". 9

d)

Im Abschnitt IV, Ziff. 7) (Seite 4) soll es in Zeile 3/4 wie folgt heißen:

„Über ihr erziehungs- und fachwissenschaftliches Studium hinaus wird für alle Lehrer künftig ein sozialwissenschaftliches Studium angestrebt." 10

e)

Im Abschnitt IV, Ziff. 9) (Seite 5) soll es in Zeile 4/5 wie folgt heißen:

„Nach heutigen Schätzungen wird schon um 1980 ...". 11

f)

Der Vorschlag von Frau Dr. Focke zu Abschnitt VII, 5. Zeile von unten, statt von

„Beratung der Bund-Länder-Kommission" von

„Beratung des Planungsausschusses" zu sprechen, soll zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft abgestimmt werden.

Bundesminister Leussink äußerte gewisse Bedenken gegen die vorgeschlagene Umformulierung. 12

Fußnoten

5

Siehe 5. Sitzung des Kabinettausschusses für Bildung und Wissenschaft am 20. Mai 1970 TOP 1, zum Bildungsplanungsbericht von Bund und Ländern vgl. 96. Sitzung am 11. Okt. 1967 TOP 4 (Kabinettsprotokolle 1967, S. 472 f.). - Vorlage und Schreiben des BMBW vom 29. Mai bzw. 3. Juni 1970 in B 138/12393 und B 136/5774. - Nach der Änderung des Artikels 91 b GG (Einundzwanzigstes Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes vom 12. Mai 1969: BGBl. I 359), der das Zusammenwirken zwischen Bund und Ländern bei Bildungs- und Forschungsangelegenheiten regelte, hatte die Bundesregierung erstmals einen eigenständigen Bildungsbericht als Grundlage eines Gesamtbildungsplans vorbereitet. Mit der ergänzenden Vorlage vom 3. Juni 1970 hatte der BMBW eine zusammenfassende Darstellung vorgelegt, die dem Bericht einführend vorangestellt werden sollte. Der Bericht enthielt eine Analyse der gegenwärtigen Struktur des Bildungswesens, Maßnahmen für die künftige Bildungsplanung und eine Vorausschau auf den zu erwartenden Finanzbedarf.

6

Der Absatz lautet in der endgültigen Fassung: „Bildung soll den Menschen befähigen, sein Leben selbst zu gestalten. Sie soll durch Lernen und Erleben demokratischer Werte eine dauerhafte Grundlage für freiheitliches Zusammenleben schaffen und Freude an selbständig-schöpferischer Arbeit wecken."

7

Der Abschnitt lautete: „Bis 1980 soll die Elementarerziehung zügig ausgebaut und die Zahl der Kindergartenplätze von 1 auf 2 Millionen mindestens verdoppelt werden. Dieses Ziel soll nach Ansicht der Bundesregierung besondere Priorität erhalten."

8

Die Überschrift lautete: „Die Zielvorstellungen".

9

Der Satz wurde wie folgt fortgesetzt: „[...] rund die Hälfte der Schüler eines Altersjahrganges diesen zweiten Sekundarabschluß erwerben."

10

Ziffer 7 betraf die berufliche Bildung. - Angesprochen ist Ziffer 8 (Lehrerbildung). Die endgültige Formulierung lautete: „Auf ein erziehungswissenschaftliches Grundstudium folgt eine miteinander verbundene fachwissenschaftliche und fachdidaktische Ausbildung."

11

Der Satz wurde wie folgt fortgesetzt: „[...] rund ein Viertel der Angehörigen eines Altersjahrganges im tertiären Bildungsbereich (Gesamthochschule) studieren."

12

Angesprochen war die in Abschnitt VII Absatz 2 zum damaligen Zeitpunkt als unrealistisch eingestufte Entwicklung eines Fünf-Jahres-Plans zur Beseitigung des Numerus clausus. - Die Formulierung lautete: „Die Bundesregierung wird ihre Vorschläge in die Beratung der Bund-Länder-Kommission zur Aufstellung des ersten gemeinsamen Rahmenplans für den Ausbau und Neubau von Hochschulen von 1972 bis 1975 einbringen." - Der Begriff Bund-Länder-Kommission wurde in der endgültigen Fassung durch den Begriff Planungsausschuss für den Hochschulbau ersetzt. - Fortgang 43. Sitzung am 8. Okt. 1970 TOP A.

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