2.3.1 (k1970k): 4. Verschiedenes

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 3). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

4. Verschiedenes

a) Deutsch-amerikanische Konferenz „Atlantikbrücke"

Der Bundeskanzler bittet darum, daß sich einige weitere Mitglieder der Bundesregierung oder Staatssekretäre bereit erklären, an der Konferenz teilzunehmen. 1 Eine besondere Bitte habe er bereits an die Parlamentarischen Staatssekretäre Prof. Dahrendorf und Dr. von Dohnanyi gerichtet. 2

b) Schreiben des Bundeskanzlers an den Vorsitzenden des Ministerrats der DDR Willi Stoph

Der Bundeskanzler teilt mit, daß er beabsichtige, das vorbereitete Schreiben an Herrn Stoph jetzt abzuschicken, und verliest den Text. Nach einer kurzen Erörterung, an der sich der Bundeskanzler und die Bundesminister Genscher, Schmidt und Franke beteiligen, stimmt das Kabinett dem Schreiben zu. 3

Fußnoten

1

Die VI. Deutsch-amerikanische Konferenz des Vereins Atlantik-Brücke e. V. fand vom 22. bis 25. Jan. 1970 in Bonn-Bad Godesberg zum Thema „Die Vereinigten Staaten und Deutschland an der Schwelle der siebziger Jahre" statt. Der Verein war 1952 zusammen mit der amerikanischen Schwestergesellschaft „American Council on Germany" gegründet worden, um Kontakte zwischen den Eliten der Vereinigten Staaten und Deutschlands aufzubauen. Seit 1959 richteten beide Vereine alle zwei Jahre abwechselnd in der Bundesrepublik Deutschland und den USA eine Konferenz aus, zu der führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beider Länder eingeladen wurden. Vgl. das Schreiben des Vereins Atlantik-Brücke e. V. an Brandt vom 17. Nov. 1969 in B 136/6355.

2

Um Dahrendorfs und von Dohnanyis Teilnahme hatten die Veranstalter selbst gebeten. Aus den USA waren z. B. der Berater der amerikanischen Abrüstungsbehörde John J. McCloy und der frühere Botschafter in Bonn George C. McGhee angereist. Vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 20. Jan. 1970 in B 136/6355, das Protokoll der Eröffnungssitzung am 22. Jan. 1970 und den Bericht des AA vom Februar 1970 in AA B 31-IA5, Bd. 325, weitere Unterlagen in B 122/11431 und B 145/9763, Scheels und Brandts Ansprachen in Bulletin Nr. 12 vom 27. Jan. 1970, S. 113-115.

3

Siehe 10. Sitzung am 18. Dez. 1969 TOP B (Kabinettsprotokolle 1969, S. 476 f.). - Der Staatsratsvorsitzende der DDR Walter Ulbricht hatte in seinem Schreiben vom 17. Dez. 1969 an Bundespräsident Gustav Heinemann vorgeschlagen, im Januar 1970 Vertragsverhandlungen zur Aufnahme gleichberechtigter Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik zu beginnen. Brandt antwortete darauf mit seinem Schreiben an Stoph, in welchem er Verhandlungen über den Austausch von Gewaltverzichtserklärungen anbot und auf seine Erklärung vor dem Deutschen Bundestag am 14. Jan. 1970 im Zusammenhang mit dem Bericht über die Lage der Nation verwies (BT-Drs. VI/223, vgl. Stenographische Berichte, Bd. 71, hier: S. 840 f.). Die Verhandlungen sollten einen breit angelegten Meinungsaustausch über die Regelung aller zwischen beiden Staaten anstehenden Fragen einschließlich der gleichberechtigten Beziehungen ermöglichen. Vgl. den Entwurf des Schreibens an Stoph vom 22. Jan. 1970 in B 136/6689, weitere Unterlagen in DC 20/4683, 5801 und 16089, AA B 38, Bde. 273 und 322, AdsD, Depositum Bahr, 1/EBAA000009, 1/EBAA001024 bis 1/EBAA001026, dazu Schönfelder/Erices: Brandt, S. 33-44, und Brandt: Begegnungen, S. 484-523. - Brandts Schreiben vom 22. Jan. 1970 in Bulletin Nr. 11 vom 24. Jan. 1970, S. 105. - Fortgang 16. Sitzung am 12. Febr. 1970 TOP B.

Extras (Fußzeile):