2.15.12 (k1968k): A. Teilnahme Zarapkins an Karl-Marx-Gedenkfeier in Trier

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[A. Teilnahme Zarapkins an Karl-Marx-Gedenkfeier in Trier]

Der Bundeskanzler unterrichtet das Kabinett davon, daß er BM Brandt bitten werde zu prüfen, ob ohne Gegenreaktion hingenommen werden könne, daß der sowjetische Botschafter Zarapkin an einer Veranstaltung der außerparlamentarischen Opposition aus Anlaß des 150. Geburtstages von Karl Marx am 5. Mai 1968 in Trier teilgenommen, aber die Einladung zu der offiziellen Feier der UNESCO in Trier nicht einmal beantwortet habe. 43

Fußnoten

43

Kiesinger hatte Brandt in seinem Schreiben vom 6. Mai 1968 darauf aufmerksam gemacht, dass auf der von den „Marxistischen Blättern" organisierten Veranstaltung, an welcher der sowjetische Botschafter teilgenommen habe, auch eine Entschließung gegen „die Notstandsgesetzgebung, den Polizeiterror in der Bundesrepublik und die Hetz- und Rufmordkampagne der Springer-Presse" gefasst worden sei. Dies kam nach Kiesingers Auffassung einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten gleich. Nach Darstellung des AA hatte der Politikwissenschaftler Wolfgang Abendroth einen Vortrag gehalten und Helene Weigel aus dem Werk Bertolt Brechts gelesen. Vgl. die Aufzeichnung des AA vom 8. Mai 1968 in AA B 41, Bd. 756. - Zum selben Anlass hatte die deutsche Kommission der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) zu einem Festakt geladen, an dem Brandt teilgenommen hatte. Vgl. „Die Welt" vom 6. Mai 1968, S. 1. - Fortgang 122. Sitzung (Fortsetzung) am 8. Mai 1968 TOP A.

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