2.30.5 (k1968k): B. Hilfe für die Bevölkerung in Biafra

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 21. 1968Erste Tagung des FinanzplanungsratsKabinettsaussprache zu den StudentendemonstrationenSitzung des Kabinetts in BerlinTod von Entwicklungshelfern aus der Bundesrepublik in Südvietnam

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[B.] Hilfe für die Bevölkerung in Biafra

Bundesminister Brandt unterrichtet das Kabinett zusammenfassend über die bisherigen deutschen Aktivitäten und die einer weiteren humanitären Hilfe begegnenden Schwierigkeiten. 17 Der Bundeskanzler bedauert, daß die deutschen Bemühungen um eine ausschließlich humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung in Biafra politischen Mißdeutungen ausgesetzt gewesen sei. 18 Auf seinen Vorschlag beschließt das Kabinett, daß nach einer Prüfung, ob noch Anlaß zu weiteren Maßnahmen besteht, unter dem Gesichtspunkt der humanitären Hilfe erneut ein Vorstoß zu einer gemeinsamen Hilfsaktion der EWG-Staaten unternommen werden soll, wobei der Gefahr politischer Mißdeutungen unserer Hilfsbereitschaft begegnet werden muß. 19

Fußnoten

17

Siehe 133. Sitzung am 31. Juli 1968 TOP B.

18

So hatte die deutsche Botschaft in Lagos u. a. davon abgeraten, die für den 15. bis 20. Aug. 1968 geplante Reise von Delegationen des Unterausschusses „Humanitäre Hilfe für Afrika" des Auswärtigen Ausschusses nach Lagos und in die Region Biafra durchzuführen, um Spekulationen über eine bevorstehende Anerkennung Biafras vorzubeugen und die Durchführung der humanitären Maßnahmen nicht zu gefährden. Unterlagen in AA B 34, Bde. 743 und 748.

19

Entsprechende Initiativen der Bundesregierung waren von Frankreich, aber auch von den Niederlanden und Italien abgelehnt worden. Vgl. die Vermerke des Bundeskanzleramts vom 20. Aug. 1968 in B 136/6271 und vom 26. Aug. 1968 in B 136/6272. - Fortgang 137. Sitzung am 11. Sept. 1968 TOP B.

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