2.25.9 (k1969k): B. Reaktion auf die Anerkennung der „DDR" durch Südjemen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Reaktion auf die Anerkennung der „DDR" durch Südjemen

Bundesminister Brandt berichtet, daß das Generalkommando des Südjemen am 30. Juni 1969 die „DDR" diplomatisch anerkannt habe. Er schlage vor, die deutsche Botschaft in Aden sofort zu schließen und das Botschaftspersonal abzuziehen. Es gebe so gut wie keine schutzwürdigen deutschen Interessen im Südjemen. Die beiderseitigen wirtschaftlichen Beziehungen seien unbedeutend. 38

Der Bundeskanzler erklärt sich mit diesem Verfahren einverstanden. Er betont jedoch, daß diese Entscheidung für mögliche weitere ernstere Fälle von „Anerkennungen" durch arabische Staaten kein Präjudiz darstelle; in ernsteren Fällen müsse auch mit ernsteren Maßnahmen reagiert werden.

Das Kabinett beschließt hierauf, als Antwort auf die diplomatische Anerkennung der „DDR" durch die Republik Südjemen die deutsche Botschaft in Aden zu schließen und den Botschafter sowie das Botschaftspersonal abzuziehen. 39

Fußnoten

38

Siehe Sondersitzung am 18. Dez. 1967 TOP B (Kabinettsprotokolle 1967, S. 595). - Die Bundesrepublik unterhielt seit dem Dezember 1967 diplomatische Beziehungen zu der Demokratischen Volksrepublik Jemen (Südjemen). - Das Mitglied der Arabischen Liga Südjemen hatte die DDR am 30. Juni 1969 anerkannt. Vgl. Den Bericht der deutschen Botschaft in Aden vom 6. Juni 1969 in AA B 130, Bd. 2803, und AA B 150, Bd. 154, und „Die Welt" vom 1. Juli 1969, S. 1, weitere Unterlagen in AA B 36, Bd. 489.

39

Fortgang 50. Sitzung am 13. Febr. 1974 TOP C (Wiederaufnahme der Beziehungen zu Jemen: B 136/36193).

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