2.43.13 (k1969k): 9. Neubauten zur Unterbringung der obersten Bundesbehörden in Bonn-Bad Godesberg, BMF

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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9. Neubauten zur Unterbringung der obersten Bundesbehörden in Bonn-Bad Godesberg, BMF

Nach eingehendem Vortrag von Staatssekretär Reischl, der ergänzt wird durch eine Besichtigung von Modellen im Nebenraum

- die Kabinettssitzung wird aus diesem Grunde von 12.45 bis 13.00 Uhr unterbrochen -,

und nach einer sich anschließenden eingehenden Beratung beschließt das Kabinett: 26

1)

Die bereits begonnene Bebauung des Bauabschnitts A (Bundesministerien der Justiz und für Bildung und Wissenschaft) wird fortgeführt.

2)

Im übrigen wird der Bundesminister der Finanzen damit beauftragt, für den Raumbedarf des Bundes eine neue Planung aufzustellen, in die auch Neubauten des Bundeskanzleramtes, des Bundespräsidialamtes und einer Residenz des Bundespräsidenten einzubeziehen sind.

3)

Für die Bebauung der Bauabschnitte B und C, der Rheinwiesen, der Gronau, des Bundeskanzleramtes, des Bundespräsidialamtes und der neuen Residenz soll ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben werden.

4)

Auf Vorschlag von Bundesminister Leber wird der Bundesminister der Finanzen in Verhandlungen mit der Stadt Bonn darauf dringen, daß für den bereits geplanten vordringlichen Bau des Bundesverkehrsministeriums am Rande des Planungsgebietes B vorab eine Baugenehmigung erteilt, dieses Ministerium also nicht in den öffentlichen Wettbewerb einbezogen wird. 27

Fußnoten

26

Siehe 89. Sitzung am 26. Juli 1967 TOP 3 (Kabinettsprotokolle 1967, S. 379-383). - Vorlage des BMF vom 25. Nov. 1969 in B 126/54652 und B 136/9513, weitere Unterlagen in B 157/6482. - Für die Unterbringung von Bundesministerien hatte der Bund ein etwa 35 Hektar großes Areal im Norden von Bad Godesberg vorgesehen und größtenteils bereits erworben. Zusätzlich zu der begonnenen Bebauung in Abschnitt A dieses Geländes sollten dort im Abschnitt B Dienstgebäude des BMV, BMA und BML sowie im Abschnitt C des BMF und BMI entstehen. Nachdem die bisherigen diesbezüglichen Maßnahmen und Planungen u. a. von der Stadt Bonn, dem Bund Deutscher Architekten und einer Bürgerinitiative „City-Forum Bonn" kritisiert worden waren, hatte der BMF in seiner Vorlage vorgeschlagen, den Verfahrensweg bezüglich des Bauabschnitts B und weiterer Bauvorhaben zusammen mit der Stadt Bonn festzulegen und geeignete Lösungen im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs bzw. eines Architektenwettbewerbs zu ermitteln. Ein Zeitverlust von 3 bis 4 Jahren und verlorene Kosten für die bisherige Planung des Abschnitts B in Höhe von 2,5 Millionen DM sollten dabei in Kauf genommen werden.

27

Fortgang 8. Sitzung am 4. Dez. 1969 TOP F.

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