2.7.8 (k1969k): C. Freilassung des Agenten Felfe

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[C.] Freilassung des Agenten Felfe

Auf Bitten von Bundesminister Dr. Stoltenberg unterrichten der Bundeskanzler und Bundesminister Wehner das Kabinett über die Vorgeschichte, die Überlegungen und die bestimmenden Gründe für den Austausch des Agenten Felfe.

Das Kabinett nimmt Kenntnis. 16

Fußnoten

16

Siehe 85. Sitzung am 24. Juli 1963 TOP A (Kabinettsprotokolle 1963, S. 311). - Im Juli 1963 war der 1961 als Agent des sowjetischen Geheimdienstes KGB enttarnte Angehörige des Bundesnachrichtendienstes (BND) Heinz Felfe wegen Landesverrats zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Zudem waren ihm die bürgerlichen Ehrenrechte nach Verbüßung der Haftstrafe für die Dauer von acht Jahren aberkannt worden. - Im Zuge eines geplanten Austauschs von Häftlingen mit der DDR und der Sowjetunion sollte Felfe nach kurzer Haftzeit und ohne Begnadigung freigelassen werden. Der BND hatte die Kenntnisse von Felfe, der im BND das Sowjet-Referat der Abteilung III f (Gegenspionage) geleitet hatte, über die personellen Strukturen und die operativen Möglichkeiten des BfV als potentielle Gefährdung eingestuft, da er nach seinem Austausch dem sowjetischen Geheimdienst (KGB) als Berater zur Verfügung stehen könne. Vgl. „Der Spiegel" Nr. 9 vom 24. Febr. 1969, S. 74-78, Unterlagen in B 106/204533. - Die Freilassung Felfes hatte sich jedoch seit 1965 zunehmend zum Kern der Verhandlungen über den Häftlingsaustausch entwickelt. Vgl. den Vermerk des West-Berliner Rechtsanwalts Jürgen Stange vom 21. Jan. 1968 in B 137/19979. - Am 14. Febr. 1969 war Felfe entlassen worden. Vgl. „Die Welt" vom 15. Febr. 1969, S. 1.

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