2.24.9 (k1971k): D. Deutsch-französische Konsultation

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[D.] Deutsch-französische Konsultation

(17.25 Uhr)

Der Bundeskanzler berichtet über Verlauf und Ergebnis des deutsch-französischen Konsultationstreffens am 5. und 6. Juli 1971. 16

Fußnoten

16

Siehe 56. Sitzung am 27. Jan. 1971 TOP I. - Brandt hatte am 5./6. Juli 1971 drei Vier-Augen-Gespräche mit Pompidou und Premierminister Jacques Chaban-Delmas geführt. Im Mittelpunkt der Europafragen standen die Beitrittsverhandlungen mit Großbritannien insbesondere zu Währungs- und Verteidigungsfragen, die in den bilateralen Gesprächen zwischen Pompidou und dem britischen Premierminister Heath vom 19. bis 21. Mai 1971 eine herausragende Rolle gespielt hatten. Offen blieben die Fragen nach der Spaltung der EFTA-Staaten in EG-beitrittswillige und nicht EG-beitrittswillige Staaten, nach den EG-Beziehungen zu den USA, nach der Durchführung einer weiteren GATT-Runde sowie nach der EPZ und in diesem Zusammenhang nach der Durchführung einer europäischen Sicherheitskonferenz (KSE). Brandt hatte außerdem mitgeteilt, dass künftig nach der Abänderung des Länder-Abkommens vom 28. Okt. 1964 in Schulen der Bundesrepublik Französisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden könne (Unterlagen in B 304/6555 und 6558). Vgl. die Gesprächsaufzeichnung des Bundeskanzleramts vom 5. Juli 1971 in AAPD 1971, S. 1051-1064. - Im zweiten Gespräch, bei dem die Wirtschafts- und Finanzminister beider Staaten Schiller und Giscard d'Estaing anwesend waren, wurden insbesondere konkrete Währungsangelegenheiten erörtert, darunter die Freigabe der Wechselkurse der D-Mark, der Spannungsausgleich innerhalb der Gemeinschaft zwischen stärkeren und schwächeren Währungen sowie die Organisation eines europäischen Währungssystems, das internationale Währungskrisen abfedern könnte. Vgl. die Aufzeichnung des Bundeskanzleramts vom 9. Juli 1971 in AAPD 1971, S. 1064-1069. - Im dritten Gespräch am 5. Juli 1971, bei dem Chaban-Delmas anwesend war, standen die verstärkte Zusammenarbeit beider Staaten in der Technologie- und der Umweltpolitik auf der Tagesordnung, um sie als künftige gemeinschaftliche Politiken vorzubereiten und zu entwickeln. Vgl. die Aufzeichnung des Bundeskanzleramts vom selben Tag in AAPD 1971, S. 1069-1071.

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