2.33.11 (k1971k): F. Außenpolitische Unterrichtung durch BM Scheel

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[F.] Außenpolitische Unterrichtung durch BM Scheel

(14.35 Uhr)

BM Scheel unterrichtet das Kabinett über

-

die finnische Initiative zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der BRD und der DDR, 13

-

den Beschluß der Arabischen Liga vom 11. September 1971, das Verhältnis zur Bundesrepublik in einem Gespräch zwischen Generalsekretär Hassuna und Bundesminister Scheel in New York zu erörtern, 14

-

die Hintergründe, die zur Schließung der DDR-Handelsvertretung in Sambia geführt haben. 15

Außerdem richtet er an BM Ertl die Bitte, seine für Ende November 1971 geplante Reise nach Australien auf das Frühjahr 1972 zu verschieben. 16

Das Kabinett nimmt Kenntnis.

Fußnoten

13

Die Regierung Finnlands hatte am 10. Sept. 1971 den Leitern der Handelsmissionen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland Verhandlungen vorgeschlagen mit dem Ziel, Verträge über eine Gesamtregelung der Beziehungen zwischen Finnland und den beiden deutschen Staaten einschließlich der diplomatischen Anerkennung und der Aufnahme diplomatischer Beziehungen, der Anerkennung der finnischen Neutralitätspolitik, des Gewaltverzichts, der allgemeinen rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen sowie der Fragen der Wiedergutmachung der vom Deutschen Reich 1944/45 verursachten Zerstörungen abzuschließen. Vgl. die Aufzeichnungen des AA vom 11. und 13. Sept. 1971 in AAPD 1971, S. 1364-1367 und 1368 f., und Bulletin Nr. 132 vom 14. Sept. 1971, S. 1444, weitere Unterlagen in AA B 31, Bd. 365. - Vgl. 88. Sitzung am 3. Nov. 1971 TOP B und C.

14

Vgl. 79. Sitzung am 25. Aug. 1971 TOP D. - Die Arabische Liga hatte vom 11. bis 14. Sept. 1971 in Kairo getagt. Zu Scheels Gespräch mit Hassouna am 2. Okt. 1971 in New York vgl. die Aufzeichnung des AA vom 4. Okt. 1971 in AAPD 1971, S. 1486-1490, Unterlagen in AA B 130, Bd. 9862. - Fortgang 90. Sitzung am 24. Nov. 1971 TOP A.

15

Die sambische Regierung unter Präsident Kenneth Kaunda hatte am 12. Sept. 1971 u. a. wegen des Vorwurfs, unerlaubt Studenten in die DDR geschickt zu haben, die Handelsmission der DDR in Lusaka geschlossen. Vgl. „Der Spiegel" Nr. 39 vom 20. Sept. 1971, S. 118-121, Unterlagen in B 136/3596 und 6287 sowie DY 30/J IV 2/2J/3652.

16

Näheres nicht ermittelt.

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