2.36.10 (k1971k): E. Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zu Spanien

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[E.] Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zu Spanien

(16.18 Uhr)

BM Scheel trägt dem Kabinett seine Sorgen über das Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zu Spanien vor. Er berichtet, daß trotz der vielseitigen Beziehungen zwischen der deutschen und der spanischen Bevölkerung die Beziehungen der meisten anderen europäischen Staaten zu Spanien besser seien als unsere. 18

Der Bundeskanzler bittet die Minister, Gelegenheiten zu offiziellen Besuchen in Spanien wahrzunehmen.

Fußnoten

18

Die politische Abteilung des AA hatte Scheel gebeten, „bei sich bietender Gelegenheit im Kabinett" zu Begegnungen mit den spanischen Amtskollegen zu ermutigen. Außerdem sollte die Bundesregierung weiterhin eine positive Haltung bei spanischen Anträgen zu Rüstungskäufen einnehmen und die Bundesminister im Bundessicherheitsrat „auf eine raschere Entscheidung über Exportanträge drängen". Anlass war die zunehmende internationale Bedeutung Spaniens aufgrund der strategisch günstigen Lage im Mittelmeerraum. Dies hatte sowohl die westlichen als auch Ostblockstaaten zu einem Umdenken gegenüber der Diktatur Francisco Francos geführt. Das AA hatte zu bedenken gegeben, dass die Bundesrepublik in der Ära nach Franco gegenüber anderen Staaten möglicherweise wirtschaftspolitisch benachteiligt sein werde. Vgl. die Aufzeichnung des AA vom 30. Aug. 1971 in AA B 26, Bd. 453, weitere Unterlagen in AA B 26, Bd. 450.

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