2.41.12 (k1971k): F. Flutkatastrophe in Indien

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[F.] Flutkatastrophe in Indien

(18.25 Uhr)

Auf eine Bitte von BM Scheel sagt PSt Frau Freyh eine Prüfung zu, ob aus dem für Ostpakistan angebotenen Betrag an unverbrauchten Kapitalhilfemitteln Mittel von ca. 4 Mio. DM für Hilfsmaßnahmen aus Anlaß der Flutkatastrophe in Indien zur Verfügung gestellt werden können. 21

Fußnoten

21

Am 29./30. Okt. 1971 hatte eine Flutwelle weite Teile der indischen Bundesstaaten Orissa und Westbengalen erfasst. Nach offiziellen Berichten waren etwa 10 000 Menschen, darunter viele Flüchtlinge aus Ostpakistan, ums Leben gekommen und mehr als 4 Millionen Menschen obdachlos geworden. Die Bundesrepublik hatte Indien bereits am 2. Nov. 1971 eine Soforthilfe in Höhe von 50 000 DM zur Verfügung gestellt. Das AA schlug u. a. mit Blick auf den Besuch Indira Gandhis in Bonn vom 10. bis 12. Nov. 1971 weitere humanitäre Hilfe aus nicht verausgabten Kapitalhilfemitteln des BMZ, Einzelplan 2302, Titel 86601, vor. Vgl. den Sprechzettel des AA vom 2. Nov. 1971 in AA B 30, Bd. 653, und „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 3. Nov. 1971, S. 5. - Mit Schreiben vom 22. Nov. 1971 an den BMWF reduzierte das AA diesen Vorschlag auf 2 Millionen DM. Das BMWF forderte jedoch, sich im Falle weiterer Hilfen an Leistungen anderer Staaten zu orientieren und keine einseitigen oder im Umfang überhöhten Maßnahmen zu ergreifen. Vgl. den Schriftwechsel zwischen AA und BMWF vom 22./30. Nov. 1971 in B 126/45504. - Zu Brandts Gesprächen mit Gandhi vgl. 89. Sitzung am 10. Nov. 1971 TOP 4 (Aufnahme Chinas in die UNO).

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