2.7.3 (k1971k): B. Kongreß „Friede mit Polen"

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Kongreß „Friede mit Polen"

(12.45 Uhr)

Bundesminister Frau Strobel unterrichtet das Kabinett über den Kongreß „Friede mit Polen". 3 Das Kabinett beschließt, es bei den bewilligten Zuschüssen aus Bundesjugendplanmitteln für obigen Kongreß zu belassen. Die Bundesregierung wird im übrigen von der Veranstaltung keine Kenntnis nehmen.

Fußnoten

3

Zum deutsch-polnischen Vertrag über die Grundlagen der Normalisierung der gegenseitigen Beziehungen vom 7. Dez. 1970 vgl. 51. Sitzung am 3. Dez. 1970 TOP 1 (Kabinettsprotokolle 1970, S. 461 f.). - Strobels Schreiben an den Chef des Bundeskanzleramtes vom 23. Febr. 1971 in B 136/6275, dazu die Dokumentation „Friede mit Polen", vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 1. März 1971, S. 3. - Strobel hatte darauf verwiesen, dass der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. als Antragstellerin für den Kongress am 27. und 28. Febr. 1971 in der Paulskirche in Frankfurt am Main Zuschüsse aus Bundesjugendplanmitteln in Höhe von 25 000 DM bewilligt worden waren. Nach jüngsten Informationen könnte der Kongress aber von kommunistischen Teilnehmern beeinflusst werden. - Entstanden aus einer Idee von Mitarbeitern der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend nach Gesprächen mit KZ-Überlebenden in Auschwitz, sollte der von mehreren Jugendorganisationen initiierte Kongress den Ratifizierungsprozess des deutsch-polnischen Vertrags sowie die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze unterstützen. 900 Teilnehmer diskutierten in Arbeitsgruppen z. B. über die Ziele und Formen der künftigen Jugendbegegnungen, die Änderung von Schulbüchern und Landkarten als Beitrag zum Frieden sowie über NS-Verbrechen in Polen und die Verpflichtung gegenüber den Überlebenden. Die polnische Delegation wurde von dem Historiker und Mitglied der Akademie der Wissenschaften Prof. Dr. Tadeusz Cieslak geleitet.

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