1.10.5 (k1985k): 4. Bericht über den Stand der Erkenntnisse zu Ursachen und Auswirkungen der Waldschäden sowie Bewertung der bisherigen Forschungsergebnisse

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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4. Bericht über den Stand der Erkenntnisse zu Ursachen und Auswirkungen der Waldschäden sowie Bewertung der bisherigen Forschungsergebnisse

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(11.34 Uhr)

BM Riesenhuber gibt einen Überblick über die Kabinettvorlage des BMFT vom 28. Februar 1985 (Az. 325 - 7276 - 21 - 8/85). Er verweist dabei darauf, der Bericht laufe in seinem Kern darauf hinaus, daß die von der Bundesregierung eingeleitete Politik zur Verbesserung der Luft richtig gewesen sei. Nunmehr seien die Stickstoffoxide als primäre Verursacher erkannt worden, während alle übrigen Phänomene sekundärer Natur seien. Die Emissionsverminderungen müßten deswegen Vorrang bekommen. Auf Veranlassung der Bundesregierung sei durch beispielhafte interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern ein wirkungsvoller Forschungsverbund auf diesem Gebiet geschaffen worden.

An der sich anschließenden Aussprache beteiligen sich neben BM Dollinger die BM Zimmermann und Warnke sowie StM Vogel und PSt Gallus. BM Zimmermann unterstreicht, daß die Bedeutung des Berichts auch in der besseren Qualifizierung der Schäden liege. Mit den differenzierten Schadensstufen komme man der Wirklichkeit näher.

BM Warnke verweist auf die überraschende Feststellung, daß im Frankenwald und im Fichtelgebirge der Schädigungsumfang von 1983 auf 1984 von 75% um fast 20% zurückgegangen sei, und bittet, die Gründe hierfür zu erforschen. Dies könne möglicherweise wichtige Hinweise für künftige Maßnahmen geben. BM Dollinger bittet, die Anregung von BM Warnke aufzugreifen. Außerdem regt er an, daß

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der BMI möglichst bald dem Kabinett eine Fortschreibung des Programms „Rettet den Wald" vorlegt und

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der BML prüft, ob bei der nächsten Waldschadenerhebung methodische Verbesserungen geplant seien.

Das Kabinett beschließt gemäß Kabinettvorlage des BMFT und stimmt den Anregungen von BM Dollinger zu.

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