2.11.1 (k1962k): A. UNO-Anleihe

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 2). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 15. 1962Fünftes Kabinett AdenauerEWG-BinnenzollsenkungStaatsbesuch de GaulleAktion Adler

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[A.] UNO-Anleihe

Der Bundeskanzler unterrichtet das Kabinett über einen Brief des Präsidenten der Vereinigten Staaten, in dem dieser zum Ausdruck bringt, daß großer Wert auf eine Zeichnung der UNO-Anleihe auch durch die Bundesrepublik gelegt werde 1. Nach Erörterung der finanziellen und politischen Gesichtspunkte, an der sich außer dem Bundeskanzler der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder, der Bundesschatzminister, die Bundesminister für Wirtschaft, der Finanzen, des Innern und für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie Staatssekretär Lahr beteiligen, beschließt das Kabinett, die Anleihe in Höhe von 10 Mio. Dollar seitens der Bundesrepublik zu zeichnen. Zur Aufbringung der Mittel hatte der Bundesminister der Finanzen hervorgehoben, daß die Finanzierung nicht über die Notenbank, sondern entweder über den ordentlichen Haushalt oder im Wege der Anleihe erfolgen müsse. Abschließend stellt der Bundeskanzler fest, daß dem Präsidenten der Vereinigten Staaten geantwortet werden solle, daß die Bundesregierung dem gefaßten Beschluß entsprechend, den Bundestag um Bewilligung der erforderlichen Mittel ersuchen werde 2.

Fußnoten

1

Vgl. dazu das Schreiben Kennedys an Adenauer vom 27. Febr. 1962 in StBKAH III/4. - Die von der US-Regierung angestrengte internationale Anleihe in Höhe von 100 Millionen Dollar sollte dazu dienen, die Finanzdefizite der UNO-Organisation abzudecken, die vor allem durch den Einsatz von internationalen Sicherheitskräften im Kongo entstanden waren. Vgl. dazu auch FRUS 1961-1963, Bd. XXV, S. 410-422.

2

Den Kabinettsbeschluss teilte Adenauer Kennedy mit Schreiben vom 9. März 1962 mit. Vgl. dazu den Entwurf des Antwortschreibens mit weiteren Unterlagen in AA B 130, Bd. 2165.

Extras (Fußzeile):