4.1.2 (k1971k): Die Parlamentarischen Staatssekretäre

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Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Text

Die Parlamentarischen Staatssekretäre

Bundeskanzleramt

Dr. Katharina Focke (geb. 1922)

Seit 1946 zunächst Studium der Geschichte, der Germanistik und der Anglistik, 1951 Studienjahr an der Universität Oklahoma, USA, anschließend Studium der Politikwissenschaften, 1954-1961 Hausfrau und Übersetzerin, 1961-1969 Geschäftsführerin des Bildungswerks Europäische Politik e. V., Köln, 1963-1965 stellvertretendes Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Französischen Jugendwerks, 1964 Eintritt in die SPD, 1966-1969 MdL NRW, 1969-1980 MdB, 1969-1972 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, 1972-1976 BMJFG, 1979-1989 MdEP.

Auswärtiges Amt

Karl Moersch (geb. 1926)

1944-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947 Volontär beim „Schwabenecho", 1948-1954 Redakteur bei der „Rheinpfalz", 1954-1961 Redakteur beim „Deutschen Forschungsdienst" und bei „Die Gegenwart", 1947 Mitbegründer der DVP, 1961-1964 Leiter der FDP-Presseabteilung, 1964-1976 MdB (FDP), 1971-1974 Landesvorsitzender der FDP/DVP Baden-Württemberg, 1982 Austritt aus der FDP, 1970-1974 Parlamentarischer Staatssekretär im AA, 1974-1976 Staatsminister im AA, seit 1977 Tätigkeit als freier Journalist und Autor.

Bundesministerium des Innern

Wolfram Dorn (1924-2014)

Nach Landwirtschafts- und Kolonialausbildung 1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Ausbildung zum Industriekaufmann und selbständige Tätigkeit, 1962-1969 Direktor des Deutschen Architekten- und Ingenieurverbandes sowie Chefredakteur der „Deutschen Architekten- und Ingenieur-Zeitschrift", 1973-1977 Leiter des FDP-eigenen Verlages „Liberal", 1978-1980 freier Schriftsteller, 1981-1982 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungs- und Beratungsinstituts DATUM, Bonn, 1983-1985 Angestellter, zuletzt Direktor bei der Westdeutschen Landesbank Girozentrale in Bonn, 1948 Eintritt in die FDP, 1950-1982 Mitglied des Landesvorstandes und 1970-1972 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, 1951-1965 Mitglied des Rates der Stadt Werdohl, dort 1953-1956 Bürgermeister, 1954-1961, 1975-1980, 1985-1995 MdL NRW, 1975-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1972 MdB (FDP), 1968-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMI.

Bundesministerium der Justiz

Dr. Alfons Bayerl (1923-2009)

1942-1945 Kriegsdienst, 1945-1955 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1955-1958 im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und soziale Fürsorge, 1958-1965 Richter am Bayerischen Landessozialgericht, 1965-1969 Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, 1955 Eintritt in die SPD, 1965-1967 MdL Bayern, 1967-1980 MdB, 1969-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMJ, 1974-1980 MdEP.

Bundesministerium der Finanzen

Bis 13. Mai 1971:

Dr. Gerhard Karl Reischl (1918-1998)

1937-1951 Studium der Rechtswissenschaften, Kriegsdienst, Gefangenschaft und juristischer Vorbereitungsdienst, 1951-1955 im bayerischen Justizdienst, 1955-1956 bei der Dienststelle des Bayerischen Bevollmächtigten beim Bund, Bonn, 1956-1958 in der Bayerischen Staatskanzlei, München, 1958-1961 Oberlandesgerichtsrat am Oberlandesgericht München, 1953 Eintritt in die SPD, 1961-1972 MdB (SPD), 1969-1971 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMF, 1971-1973 MdEP, 1973-1984 Generalanwalt am Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft, Luxemburg.

Bundesministerium für Wirtschaft, seit 13. Mai 1971:

Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen

Bis 18. Nov. 1971:

Philip Rosenthal (1916-2001)

1934 Emigration nach England, dort Studium der Philosophie, politischen Wissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, 1939-1942 Dienst in der französischen Fremdenlegion, 1942 Rückkehr nach England, dort zuletzt Mitarbeiter in der Propagandaabteilung des Foreign Office, 1947 Rückkehr nach Deutschland zur Wahrnehmung der Wiedergutmachungsansprüche hinsichtlich des familieneigenen Porzellan-Unternehmens in Selb, dort ab 1950 Werbe- und Verkaufsleiter der Rosenthal-AG, 1952 Leiter der Design-Abteilung, 1958-1970 und 1972-1981 Vorsitzender des Vorstandes, 1981-1989 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rosenthal AG, 1968 Eintritt in die SPD, 1969-1983 MdB (SPD), 1970-1971 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWi bzw. BMWF, anschließend bis Jahresende 1971 Leiter der Abteilung W/E (Europaabteilung), 1974-1976 und 1980-1983 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion.

Seit 13. Mai 1971:

Hans Hermsdorf (1914-2001)

1928-1933 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend, seit 1932 Mitglied der SPD, 1935 Verurteilung zu zwei Jahren Gefängnis wegen illegaler politischer Betätigung, 1937-1943 zunächst Disponent in einer Lebensmittelfabrik, dann bei einem Jugendfilmverleih, 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Bürgermeister von Oberlichtenau und vorübergehend von Chemnitz, 1946 Übersiedlung nach Westdeutschland, 1946-1949 Zentralsekretär der Jungsozialisten, 1949-1963 persönlicher Referent des Parteivorsitzenden Ollenhauer, 1964-1974 Mitglied des Parteivorstandes der SPD, 1953-1974 MdB (SPD), 1971-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWF bzw. BMF, 1974-1982 Präsident der Landeszentralbank in der Freien und Hansestadt Hamburg, 1974-1982 Mitglied des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank, 1971-1974 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Salzgitter AG und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Volkswagen AG.

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Fritz Logemann (1907-1993)

Ab 1929 Tätigkeit als Landwirt, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1972 Bürgermeister der Gemeinde Anstedt (Scholen), Niedersachsen, 1948-1972 Bundesvorsitzender des Vereins für Agrarwirtschaft, 1951 Eintritt in die DP, 1961 Wechsel zur FDP, 1953-1957 MdL Niedersachsen (DP), 1957-1976 MdB (DP, ab 25. April 1961 FDP), 1969-1976 Parlamentarischer Staatssekretär im BML.

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Helmut Rohde (geb. 1925)

1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, nach einem Volontariat 1947-1949 Redakteur bei der Deutschen Presse-Agentur, 1950-1953 Studium an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven, 1953-1957 Pressereferent im Sozialministerium des Landes Niedersachsen, 1945 Eintritt in die SPD, zunächst stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Hannover der SPD sowie Vorstandsmitglied des SPD-Bezirks Hannover, 1975-1983 Mitglied des Parteivorstands, 1957-1987 MdB, 1979-1983 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1974 Parlamentarischer Staatssekretär im BMA, 1974-1978 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, 1973-1984 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD, 1964-1965 MdEP.

Bundesministerium der Verteidigung

 

Karl Wilhelm Berkhan (1915-1994)

Nach einer Maschinenschlosserlehre Ausbildung zum Maschinenbauingenieur, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 und 1953-1956 Studium der Erziehungswissenschaften, seit 1947 im Schuldienst, 1945 Eintritt in die SPD, 1953-1957 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, 1957-1975 MdB, 1959-1961 MdEP, 1969-1975 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVtg, 1975-1985 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages.

Bundesministerium für Verkehr

Holger Börner (1931-2006)

1947-1950 Ausbildung zum Betonfacharbeiter, 1950-1957 Tätigkeit im erlernten Beruf und als Betriebsrat, 1948 Eintritt in die SPD, 1956-1972 Stadtverordneter in Kassel, dort 1960-1969 Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1961-1963 Bundesvorsitzender der Jungsozialisten, 1971-1974 stellvertretender, 1975-1978 Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Nord, 1977-1987 Landesvorsitzender der SPD Hessen, 1970-1988 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, 1972-1976 Bundesgeschäftsführer der SPD, 1972-1988 Mitglied des SPD-Präsidiums, 1957-1976 MdB, 1967-1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMV bzw. seit 1969 beim BM für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, 1976-1987 MdL Hessen, 1976-1987 Hessischer Ministerpräsident, 1987-2003 Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, seit 1995 Mitglied des Kuratoriums der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.

Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen

Holger Börner (1931-2006)

siehe Bundesministerium für Verkehr

Bundesministerium für Städtebau und Wohnungswesen

Karl Ravens (geb. 1927)

1941-1944 Ausbildung zum Metallflugzeugbauer, 1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Umschulung zum Kraftfahrzeugschlosser, 1952-1961 Lehrlingsausbilder bei der Firma Borgward, Bremen, 1950 Eintritt in die SPD, 1956-1957 und 1972-1976 Ratsherr der Stadt Achim, 1956 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Achim, 1979-1986 Vorsitzender des neu gebildeten SPD-Landesverbandes Niedersachsen, 1976-1984 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, 1961-1978 MdB, 1968-1969 Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes, 1969-1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWo bzw. BMSt, 1972-1974 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1974-1978 BMBau, 1978-1990 MdL Niedersachsen, 1978-1986 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, 1986-1990 Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, 1979-1991 Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, 1980-2003 Präsident des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.

Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen

Karl Herold (1921-1977)

1936-1938 Ausbildung zum Bäcker, 1940-1945 Kriegsdienst, 1949-1965 Geschäftsführer des elterlichen Betriebs, ab 1966 Eigentümer, 1949 Eintritt in die SPD, 1964 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kulmbach, Mitglied des Bezirksvorstandes Franken und des Landesausschusses Bayern der SPD, 1960-1970 Mitglied des Stadtrates von Kulmbach, 1953-1976 MdB, 1965-1969 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der Westeuropäischen Union, 1969-1976 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMB.

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Heinz Westphal (1924-1998)

1939-1942 Ausbildung zum Flugmotorenschlosser, 1942 Aufnahme eines Ingenieurstudiums, 1943-1945 Kriegsdienst, 1945 Eintritt in die SPD, 1946-1947 hauptberuflicher Jugendsekretär der Berliner SPD; 1947-1950 Berliner Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD), 1950-1952 Jugendsekretär der SJD im Verbandssekretariat Hannover, 1953-1957 Bundesvorsitzender des SJD, 1949 Mitbegründer des Deutschen Bundesjugendringes (DBJR), 1954 stellvertretender, 1955-1956 Vorsitzender, 1958-1965 Hauptgeschäftsführer des DBJR, 1948-1957 Vorstandsmitglied der International Union of Socialist Youth (IUSY), 1965-1990 MdB, 1969-1974 Parlamentarischer Staatssekretär im BMJFG, 1982 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1983-1990 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1972-1974 Vorsitzender des Kuratoriums des Europäischen Jugendwerkes, 1970-1977 Präsident, 1977-1985 Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, 1974-1982 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschen Entwicklungsdienstes.

Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft

Dr. Klaus von Dohnanyi (geb. 1928)

1951-1953 Studium der Rechtswissenschaften, anschließend Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei in New York, 1954-1960 bei der Ford-Werke AG, Köln, dort ab 1956 Leiter der Planungsabteilung, 1960-1968 Geschäftsführender Gesellschafter des Marktforschungsinstituts Infratest, München, 1968-1969 Staatssekretär im BMWi, 1969-1972 Parlamentarischer Staatssekretär im BMBW, 1972-1974 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, 1976-1981 Staatsminister im AA, 1957 Eintritt in die SPD, 1969-1981 MdB, 1979-1981 Landesvorsitzender der SPD in Rheinland-Pfalz, 1981-1988 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, 1982-1988 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, anschließend Tätigkeiten als Publizist und in der Industrie.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Brigitte Freyh (1924-2009)

Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie Tätigkeit als Volksschullehrerin, 1951 Eintritt in die SPD, 1956-1961 Stadtverordnete in Frankfurt am Main, 1959-1962 Geschäftsführerin der Walter-Kolb-Stiftung e. V., Frankfurt am Main, 1961-1972 MdB, 1969-1972 Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ.

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