2.13.5 (x1951e): A. Eisenpreise , BMWi

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 1. 1951-1953Friedrich ErnstHaus Carstanjen in Bad GodesbergFranz Blücher Andreas Hermes an Bundeskanzler Adenauer

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[A. Eisenpreise], BMWi

Staatssekretär Dr. Westrick berichtet über die Verhandlungen mit der eisenschaffenden Industrie, die in den letzten Tagen im Wirtschaftsministerium mit dem Ziel geführt worden seien, Ordnung in die Eisenpreise zu bringen. Die beteiligten Wirtschaftskreise hätten sich verpflichtet, die festgelegten Preise einzuhalten, wenn der Preis um 37,- - DM je Tonne erhöht würde 18. Trotz aller Einwendungen gegen eine solche Maßnahme glaubt der Ausschuß in seiner Mehrheit, dem Verlangen nach Preiserhöhung Rechnung tragen zu sollen, da bei den derzeitigen Verhältnissen die tatsächlich gezahlten Preise im Schnitt wesentlich höher liegen 19.

Die Angelegenheit wird dem Kabinett zur Entscheidung vorgelegt 20.

Der Bundesminister für den Wohnungsbau stellt mit Sorge fest, daß, von dem Mietproblem abgesehen, de facto wieder zwei Preiserhöhungen, nämlich Eisen und Braunkohle, in Aussicht genommen worden seien, somit also die gefährliche Preisentwicklung unaufhaltsam weitergehe.

Fußnoten

18

Kurzprotokolle über die Verhandlungen am 26. Sept., 4. und 18. Okt. 1951 in B 102/4768. - Angestrebt war die Erhöhung des Kostenausgleichsbetrages von 50 auf 87 DM pro Tonne. Mit diesen staatlichen Zuschüssen sollten vor allem die Mehraufwendungen für den Import der amerikanischen Kohle abgedeckt werden.

19

Zur Preissituation bei Eisen und Kohle vgl. auch die Antwort Erhards vom 17. Okt. 1951 (BT-Drs. 2700) auf eine Anfrage des Zentrums vom 1. Okt. 1951 (BT-Drs. 2637), mit Schriftwechsel dazu in B 102/33992.

20

Fortgang 182. Kabinettssitzung am 26. Okt. 1951 TOP C (Kabinettsprotokolle 1951, S. 723 f.). - Verordnung PR Nr. 74/51 über einen Kostenausgleich bei Roheisen, Halbzeug, Walzwerkerzeugnissen und Schmiedestücken vom 26. Okt. 1951 (BAnz Nr. 211 vom 31. Okt. 1951, S. 1).

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