2.45.2 (k1966k): B. Ostdeutsche Galerie in Regensburg

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 19. 1966Mende besichtigt die Berliner MauerMünchen wird Austragungsort für die Olympischen Spiele 1972Die Autobahnbrücke über die Saale wird für den Verkehr freigegebenCDU/CSU und SPD nehmen Koalitionsverhandlungen auf

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[B.] Ostdeutsche Galerie in Regensburg

Bundesminister Dr. Gradl weist darauf hin, daß am 16.11.1966 in feierlicher Form die Grundsteinlegung für die ostdeutsche Galerie in Regensburg, deren Schaffung auf eine Gemeinschaftsaktion von Bund und Ländern zurückgehe, begangen wird 3. Er bittet das Kabinett zuzustimmen, daß für die Galerie ein Bild des Malers Lovis Corinth gestiftet wird, das für etwa 30 000 DM erworben und aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen bezahlt werden soll.

3

Die Stiftung Ostdeutsche Galerie Regensburg wurde am 16. Nov. 1966 mit dem Zweck konstituiert, dem Wirken zeitgenössischer und infolge des Zweiten Weltkriegs heimatvertriebener oder geflohener Künstler ostdeutscher Herkunft und aus den ehemals deutsch geprägten Kulturräumen im östlichen Europa in der Bundesrepublik Deutschland ein repräsentatives Forum zu geben. Zum Vorstandsvorsitzenden wurde Museumsdirektor Dr. Walter Boll, Regensburg, zu seinem Stellvertreter Dr. Ernst Schremmer, Geschäftsführender Vorsitzender der Künstlergilde e.V., Esslingen, zum Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Peter Paul Nahm, Staatssekretär im BMVt, und zu dessen Stellvertreter den Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus Ernst Schnerr gewählt. Unterlagen hierzu in B 106/27114 und 44411.

Bei der Erörterung dieses Vorschlags, an der sich die Bundesminister Dr. Gradl, Dr. Westrick, Dr. Seebohm, Schmücker, Dr. Dollinger und Stücklen beteiligen, werden insbesondere haushaltsrechtliche und haushaltswirtschaftliche Gesichtspunkte behandelt und die Frage aufgeworfen, ob nicht das Bundesschatzministerium aus dem von ihm verwalteten Bilderbestand aushelfen könne. Hierzu bemerkt Bundesminister Dr. Dollinger, daß er zu einer Prüfung bereit sei; es könne aber nur eine leihweise Überlassung aus seinen Beständen in Betracht gezogen werden.

Hierauf beschließt das Kabinett:

Der Bundesminister der Finanzen wird beauftragt zu prüfen, ob der Vorschlag des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen durchführbar ist. Anderenfalls soll versucht werden, eine Lösung im Bereich des Bundesschatzministeriums zu finden 4.

4

Aus Haushaltsmitteln des BMG wurde das von dem in Ostpreußen geborenen Maler Lovis Corinth (1858-1925) geschaffene „Bildnis des ostpreußischen Dichters Carl Bulcke" (1918) erworben und der Stiftung Ostdeutsche Galerie Regensburg anlässlich ihrer Errichtung als Dauerleihgabe übergeben. Unterlagen in B 106/27290.

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