4.3 (k1971k): Sonstige 1971 erwähnte Personen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Sonstige 1971 erwähnte Personen

Dr. Ernst Achenbach (1909-1991)

1936-1944 AA bzw. Auswärtiger Dienst, dabei 1940-1943 Leiter der Politischen Abteilung der deutschen Botschaft in Paris, 1946 Rechtsanwalt, 1947-1948 Verteidiger bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, 1950-1958 MdL Nordrhein-Westfalen (FDP), dort 1955-1958 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1957-1976 MdB, dort 1971-1972 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der WEU, 1964-1977 MdEP.

Andreas Baader (1943-1977)

Ab 1968 einer der Anführer der „Rote Armee Fraktion" (RAF), 1972 Verhaftung, nach Prozess vor dem OLG Stuttgart (Stammheim) 1977 Verurteilung zu lebenslanger Haftstrafe, nach gescheitertem Freipressungsversuch Selbsttötung.

Sirimavo Bandaranaike (1916-2000)

Nach der Ermordung ihres Ehemannes und Premierministers von Sri Lanka Solomon Bandaranaike 1959 Führerin der Sri Lanka Freedom Party (SLFP), 1960-1965 und 1970-1977 Premierministerin, Außen- und Verteidigungsministerin, 1965-1970 Oppositionsführerin, 1980 Entzug des aktiven und passiven Wahlrechts wegen Machtmissbrauchs während ihrer Amtszeit, während der Präsidentschaft ihrer Tochter Chandrika Bandaranaike Kumaratunga 1994-2000 erneut Premierministerin.

Dr. Rainer Barzel (1924-2006)

1941-1945 Kriegsdienst, anschließend Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft, 1949-1956 Tätigkeit bei der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, 1956 Geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der CDU, 1957-1987 MdB, 1962-1963 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1963-1964 stellvertretender und amtierender Fraktionsvorsitzender, 1964-1973 Fraktionsvorsitzender, 1971-1973 Bundesvorsitzender der CDU, 1973-1979 Mitarbeiter in einer Anwaltskanzlei in Frankfurt am Main, 1977-1979 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und 1980-1982 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, 1982-1983 Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, 1983-1984 Präsident des Deutschen Bundestages, 1980 und 1986-1990 Koordinator für deutsch-französische Zusammenarbeit.

Fritz Berg (1901-1979)

Unternehmer, im Zweiten Weltkrieg Leiter der Abteilung Fahrrad- und Motorteile der Reichsgruppe Industrie, 1946 Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Eisen-, Blech- und Metallwaren, 1948 Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer in Hagen, 1949-1971 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Dr. Hans Berger (1909-1985)

1939-1945 abgeordnet zum Reichskommissar für die Preisbildung, 1945 Amtsgericht Köln, 1946 Landgericht Köln, 1946 Zentraler Rechtsausschuss für die Britische Zone in Hamburg, 1946-1948 Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, dort Leiter der Gesetzgebungsabteilung, 1948-1949 Richter am Obersten Gerichtshof für die Britische Zone in Köln, 1949-1953 Präsident des Landgerichtes Düsseldorf, 1953-1954 BMI, dort Leiter der Abteilung Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung, 1954-1959 AA, dort Leiter der Rechtsabteilung, 1959-1963 Botschafter in Kopenhagen, 1963-1965 in Den Haag, 1965-1969 Chef des Bundespräsidialamtes im Rang eines Staatssekretärs, 1969-1971 Botschafter beim Heiligen Stuhl.

Leonid Iljitsch Breschnew (1906-1982)

Seit 1931 Mitglied der KPdSU, seit 1952 Mitglied des ZK der KPdSU, 1950-1952, 1956-1960, 1963-1964 Sekretär des ZK der KPdSU, 1957 Mitglied des Präsidiums, 1966 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1960-1964 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet, 1964 Erster Sekretär, ab 1966 Generalsekretär der KPdSU, 1977 zusätzlich zur Führung der Partei erneut Vorsitzender des Obersten Sowjets, 1976 Verleihung des Titels eines Marschalls der Sowjetunion.

Horst Clemens (1912-1994)

1930-1938 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1938 Rechtsanwaltsvertreter in Mannheim, 1938-1942 Marinewerft Wilhelmshaven, 1942-1944 Marinenachrichtenmittelarsenal Rathenow, 1946-1950 Staatsanwalt beim Landgericht Berlin, 1951-1975 BMI, dort zunächst 1951-1952 zum Grenzschutzkommando Nord abgeordnet, 1952-1954 in der Abteilung VI (Öffentliche Sicherheit) Unterabteilung VI B (Personal- und Wirtschaftsangelegenheiten des BGS und der Bereitschafts-Polizeien der Länder) Hilfsreferent im Referat VI B 2 (Finanzangelegenheiten des BGS und der Bereitschafts-Polizeien der Länder), 1954-1957 in der Abteilung VII (Personalwirtschaft und Wiedergutmachung) Hilfsreferent im Referat VII 4 (Besoldungs- und Arbeitsrecht, dienstliche Fürsorge), 1957-1975 in der Abteilung II, ab 1967: D (Beamtenrecht und sonstiges Personalrecht des öffentlichen Dienstes, [und bis 1970: Wiedergutmachung]), dort 1957-1958 Hilfsreferent im Referat II 8 (Besoldungs- und Arbeitsrecht, dienstliche Fürsorge), 1958-1975 in der neu eingerichteten Unterabteilung II B, ab 1967: D II (Besoldungs-, Tarif- und Versorgungsrecht, Gesetz zu Art. 131 GG), dort 1958-1960 Hilfsreferent im Referat II B 1 (Allgemeines Besoldungsrecht), 1960-1971 Leiter dieses Referats (ab 1967: D II 1), 1971-1975 Leiter der Unterabteilung D II (Besoldungsrecht).

Michel Cointat (1921-2013)

Nach dem Studium der Land- und Forstwirtschaft 1943-1971 in der Forstverwaltung Frankreichs, 1961 zunächst stellvertretender Kabinettsdirektor, 1962 Kabinettsdirektor des Landwirtschaftsministers Pisani, 1962-1967 im Ministerium für Landwirtschaft Leiter der Hauptabteilung für Erzeugung und Märkte, 1964-1965 Leiter der französischen Delegation im Sonderausschuss Landwirtschaft des EWG-Ministerrats, 1971-1972 Landwirtschaftsminister, 1980-1981 Minister für Außenhandel, 1971-1983 Bürgermeister von Fougères, 1967-1993 Abgeordneter des Departements Ille-et-Vilaine, 1968-1971 und ab 1974 erneut Mitglied des Europäischen Parlaments, dort 1979-1980 Leiter der französischen Delegation.

Dr. Emilio Colombo (1920-2013)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit in der Italienischen Katholischen Jugendvereinigung, 1945 deren Vizepräsident, 1946 Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung, 1948-1992 Mitglied der Abgeordnetenkammer, 1948-1951 Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, 1953-1955 Staatssekretär im Ministerium für öffentliche Bauten, 1955-1958 Landwirtschaftsminister, 1958-1959 Außenhandelsminister, 1959-1963 Industrie- und Handelsminister, 1963-1970 und 1974-1977 Schatzminister, 1980-1982 und 1992-1993 Außenminister, 1970-1972 Ministerpräsident, anschließend italienischer Vertreter bei den Vereinten Nationen, New York, 1977-1980 und 1989-1992 MdEP, 1977-1980 dessen Präsident.

Dr. Julius Kardinal Döpfner (1913-1976)

1948-1957 Bischof von Würzburg, 1957-1961 Bischof von Berlin, seit 1958 Kardinal, 1961-1976 Erzbischof von München und Freising, seit 1961 Vorsitzender der Bayerischen, seit 1965 auch der Fuldaer Bischofskonferenz.

Georg Ferdinand Duckwitz (1904-1973)

1927-1933 und 1935-1939 zunächst Direktionssekretär, seit 1938 Prokurist der Hamburg-Amerika-Linie (Hapag) Hamburg, seit 1939 in New York, 1933-1935 Außenhandelsreferent, zuletzt Leiter der Südostabteilung beim Außenpolitischen Amt der NSDAP, 1939-1945 Schifffahrtssachverständiger an der Gesandtschaft Kopenhagen, 1945-1947 Tätigkeiten in der Flüchtlingshilfe und in der Privatwirtschaft, 1948-1950 Vertreter westdeutscher Handelskammern in Kopenhagen, 1950-1965 und 1967-1970 im auswärtigen Dienst, dort 1950-1953 Leiter der Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulats bzw. der Botschaft in Kopenhagen, 1953-1955 bei der Handelsvertretung der Bundesrepublik Deutschland in Helsinki, 1955-1958 Botschafter in Kopenhagen, 1958-1961 in der Zentrale Leiter der Abteilung 7 (Ostabteilung), 1961-1965 Botschafter in New Delhi, zugleich für das Königreich Nepal, 1965 Versetzung in den Ruhestand auf eigenen Wunsch, 1967 Delegationsleiter bei den Devisenverhandlungen mit den USA und Großbritannien, 1967-1970 Staatssekretär im AA, 1970 Leiter der deutschen Delegation für die deutsch-polnischen Verhandlungen (Warschauer Vertrag).

Friedrich Ebert (1871-1925)

Sattler, 1889 Anschluss an die SPD, 1893 Redakteur der sozialdemokratischen „Bremer Bürgerzeitung", 1900-1905 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, dort Fraktionsvorsitzender, 1905-1913 Sekretär des zentralen Parteivorstandes der SPD, 1912-1918 MdR, dort seit 1916 mit Philipp Scheidemann Fraktionsvorsitzender, 1913-1919 (bis 1915 zusammen mit Hugo Haase) Parteivorsitzender der SPD, 1918 (9. Nov.) Reichskanzler, 1918 (10. Nov.) mit Haase Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten, 1919-1925 Reichspräsident.

Dr. Otmar Emminger (1911-1986)

1928-1933 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, 1934-1939 Universitätsassistent für Nationalökonomie und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Agrar- und Siedlungswesen und am Institut für Konjunkturforschung, Berlin, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, zuletzt dort Referent und Abteilungsleiter, zuletzt Leiter des Ministerbüros, 1949-1950 Leiter der Wirtschaftsabteilung der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der OEEC in Paris, 1950-1957 Bank deutscher Länder, dort 1951-1953 Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik, 1953-1969 Mitglied des Direktoriums der Bank deutscher Länder bzw. ab 1957 des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank sowie jeweils Dezernent für Internationale Organisationen und Abkommen, 1969-1976 deutscher Vertreter im Wirtschaftspolitischen Ausschuss der OECD, 1970-1977 Vizepräsident, 1977-1979 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Dr. Günther Erkel (1924-1993)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und juristischem Vorbereitungsdienst 1953-1957 Richter im Bezirk des OLG Frankfurt/Main, 1957-1967 Referent beim hessischen Minister der Justiz, 1967-1970 Präsident des Landgerichts Gießen, 1970-1982 BMJ, dort 1970-1971 Leiter der Abteilung I (Bürgerliches Recht), 1971-1982 Staatssekretär.

Ernst Ferber (1914-1998)

1933-1945 Offizier, 1946-1951 Organisation Gehlen, 1951-1975 Dienststelle Blank/ BMVtg bzw. Bundeswehr, dort 1951-1952 Leiter des Referats, später der Gruppe „Personelle Organisation", 1952-1954 Leiter des Referats G 1-Pers (deutsche Vertretung beim Interimsausschuss zur Vorbereitung der EVG auf dem Gebiet des Personalwesens), 1954-1955 Studiengruppe Laegeler und Studiengruppe Spitzengliederung (Vorbereitung der Spitzengliederung des BMVtg), 1955-1958 Leiter der Unterabteilung IV B bzw. III B (Personalwirtschaft), 1958-1961 Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 32, 1961-1962 Chef des Stabes des Truppenamtes, 1964-1967 Direktor des Planungsstabes der Standing Group, Washington, 1967-1969 Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision, 1970-1971 Stellvertretender Inspekteur des Heeres, 1971-1973 Inspekteur des Heeres, 1973-1975 Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte (CINCENT).

Indira Priyadarshini Gandhi (1917-1984)

Seit 1938 Mitglied des Indian National Congress (INC), 1946-1964 politische Beraterin ihres Vaters Nehru, 1964-1966 Ministerin für Information und Rundfunk, 1967-1977, 1978 und ab 1980 Parlamentsabgeordnete, 1966-1977 Premierministerin, erneut ab 1980, zusätzlich 1967-1977 Ministerin für Atomenergie, 1967-1969 für Äußeres, 1969-1970 für Finanzen, 1970-1973 für Inneres, 1984 Opfer eines Attentats.

Valéry Giscard d'Estaing (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst, nach dem Studium an der Ecole Polytechnique und der Ecole Nationale d'Administration 1952 Beamter bei der Finanzinspektion, 1954 Ernennung zum Inspecteur des Finances, 1954 Stellvertretender Kabinettsdirektor im Kabinett Faure, 1956-1957 Mitglied der französischen UN-Delegation, 1956-1974 Abgeordneter der Nationalversammlung, 1959-1962 Staatssekretär im Finanzministerium, 1962-1966 und 1969-1974 Finanz- und Wirtschaftsminister, 1974-1981 Staatspräsident der Französischen Republik, anschließend erneut Abgeordneter der Nationalversammlung, 1989-1993 MdEP.

Kai-Uwe von Hassel (1913-1997)

1951-1955 und 1964-1975 stellvertretender, 1955-1964 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1950-1965 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, 1953-1954 und 1965-1980 MdB, 1956-1969 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1963-1966 Bundesminister der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1972 Präsident und 1972-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1977-1980 Präsident der Parlamentarischen Vertretung der WEU, 1979-1984 MdEP.

Mohammed Abdel Khalek Hassouna (1898-1992)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1921 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1922-1925 Studium der Wirtschafts- und politischen Wissenschaften in Cambridge, 1926-1939 im ägyptischen Auswärtigen Dienst mit Stationen 1926 in Berlin, 1928 in Prag und Brüssel, 1930 in Rom, 1932-1939 in der Zentrale in Kairo, dort zunächst Leiter des Ministerbüros, dann Direktor der politischen Abteilung, 1939-1942 Unterstaatssekretär im Sozialministerium, 1942-1948 Gouverneur von Alexandrien, 1948-1949 Staatssekretär im Außenministerium, 1949-1952 Sozialminister, 1952 zunächst Erziehungsminister, dann kurzzeitig Außenminister, 1952-1972 Generalsekretär der Liga der Arabischen Staaten.

Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck (geb. 1931)

Nach landwirtschaftlicher Ausbildung ab 1955 Leiter des landwirtschaftlichen Familienbetriebes, Riesenbeck, ab 1960 zusätzlich Leiter der Heeremanschen Hauptverwaltung, Münster, ab 1968 Präsident des westfälisch-lippischen Bauernverbandes, 1969-1997 Präsident des Deutschen Bauernverbandes, 1979-1992 Präsident des Ausschusses der Berufsständischen Landwirtschaftlichen Verbände der Europäischen Gemeinschaft (COPA), 1982-1986 Präsident des Internationalen Verbandes der landwirtschaftlichen Produzenten (IFAP), 1976-2004 Präsident des Landesjagdverbandes NRW, 1995-2003 Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes, 1957 Eintritt in die CDU, 1983-1990 MdB.

Dr. Dr. Gustav W. Heinemann (1899-1976)

Seit 1926 Anwaltstätigkeit, 1928-1949 zugleich Justitiar bzw. (seit 1936) Vorstandsmitglied der Rheinischen Stahlwerke AG in Essen, 1945-1967 Mitglied des Rates der EKD, 1946-1949 Oberbürgermeister von Essen, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1947-1948 Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949-1950 Bundesminister des Innern, 1949-1955 Präses der Synode der EKD, 1951 Gründer der Notgemeinschaft für den Frieden Europas, 1952 Austritt aus der CDU und Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), 1957 nach deren Auflösung Anschluss an die SPD, 1957-1969 MdB, dort 1965 Vorsitzender des Sonderausschusses Parteiengesetz, 1966-1969 Bundesminister der Justiz, 1969-1974 Bundespräsident.

Dr. Horst Herold (geb. 1923)

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft 1945-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1953-1964 zunächst Staatsanwalt, dann Richter in Nürnberg, 1964-1971 im Polizeidienst, zuletzt 1967-1971 Polizeipräsident in Nürnberg, ab 1969 Mitglied einer Reformkommission des Bundeskriminalamtes, Wiesbaden, 1971-1981 Präsident des Bundeskriminalamtes.

Gert Gustav Paul Jeschonnek (1912-1999)

1930-1945 Berufssoldat, 1945-1947 Referent in der Deutschen Minenräumdienstleitung, Hamburg, 1947-1948 Wasserstraßendirektion Mainz, 1948-1952 Hauptverwaltung des Seeverkehrs, Hamburg, bzw. Abteilung Seeverkehr der Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. BMV, dort in der Abteilung See Referent im Referat See 5 (Allgemeiner Wiederaufbau (ERP), Schiffbau, Schiffsein- und -ausfuhren, Reparaturen, Ausrüstung), 1952-1955 Dienststelle Blank, Abteilung II (Militärische Abteilung) in der UAbt. II/Pl/M (Planung/Gruppe Marine) innerhalb des Hauptreferats Organisation und Ausbildung Leiter des Referats Spitzenorganisationen, 1955-1971 erneut Berufssoldat, 1956-1957 US-Naval War College, Newport, USA, 1957-1958 BMVtg, dort Referent im Führungsstab der Marine (Fü M), 1958-1962 SHAPE, Fontainebleau, dort Stellvertretender Chef des Stabes NAVCENT (U.S. Naval Forces Central Command), 1962-1963 Kommando der Flotte, Glücksburg, dort Chef des Stabes, 1963-1965 BMVtg, dort im Führungsstab der Marine (Fü M) Leiter der UAbt. II (Führung), 1965-1967 Stellvertretender Befehlshaber des Deutsch-Dänischen NATO-Kommandos BALTAP (Allied Forces Baltic Approaches), Karup, Dänemark, 1967-1971 Inspekteur der Marine.

Dr. Helmut Kohl (geb. 1930)

1950-1958 Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaft, Staatsrecht und Öffentliches Recht, 1958-1969 zunächst kurzzeitig Direktionsassistent in der Privatindustrie, dann Referent beim Industrieverband Chemie, Ludwigshafen, 1947 Eintritt in die CDU, 1959-1976 MdL Rheinland-Pfalz, 1961-1963 stellvertretender Vorsitzender, ab 1963 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, 1966-1974 Landesvorsitzender der CDU, ab 1967 Mitglied des Bundesvorstands der CDU, 1969-1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1973-1998 Bundesvorsitzender der CDU, 1969-1976 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, 1976-2002 MdB, 1976-1982 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, 1982-1998 Bundeskanzler, 1998-2000 Ehrenvorsitzender der CDU.

Dr. Michael Kohl (1929-1981)

1948 Eintritt in die SED, 1948-1952 Studium der Rechtswissenschaften, 1951-1961 Assistent an der Universität Jena, 1961-1965 im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, dort 1961-1963 Leiter der Abteilung Rechts- und Vertragswesen, 1963-1965 Leiter der Grundsatzabteilung, 1965-1968 Staatssekretär beim Ministerrat für West-Berlin-Fragen, dort ab 1965 Verhandlungsführer der DDR bei den Passierscheingesprächen mit dem Senat von West-Berlin, 1968-1973 Staatssekretär für westdeutsche Fragen beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, seit 1970 Verhandlungsführer in den Verhandlungen zum Transitabkommen, zum Verkehrs- und zum Grundlagenvertrag, 1973 bevollmächtigter Botschafter, 1974-1978 Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik, 1978-1981 Stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten, ab 1958 Mitglied des Präsidiums der Deutschen Liga für die Vereinten Nationen, ab 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro der SED und der Westkommission beim Politbüro des Zentralkomitees (ZK) der SED, 1971-1976 Kandidat der Zentralen Revisionskommission beim ZK der SED, 1976-1981 Kandidat des Zentralkomitees.

Günter Kohrt (1912-1982)

1927-1930 Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten, 1927-1929 Mitglied des Zentralverbands der Angestellten, 1929 des Verbandes für Freidenkertum und Feuerbestattung, ab 1930 der SPD, 1933-1945 Tätigkeit als Buchhalter, 1932-1933 Mitglied der Gruppe „Sozialwissenschaftliche Vereinigung" bzw. „Rote Kämpfer", 1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitglied der KPD, ab 1946 der SED, 1945-1949 in der Abteilung Volksbildung beim Magistrat von Groß-Berlin, dort zuletzt ab 1948 Dezernent, 1949 zunächst Besuch der Kreisparteischule der SED Kaulsdorf, dann der Deutschen Verwaltungsakademie, 1949-1951 persönlicher Referent des Staatssekretärs des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten (MfAA) Anton Ackermann, 1952-1954 Abteilungsleiter im MfAA, 1954-1957 Studium an der Parteihochschule der KPDSU, Moskau, 1957-1964 Erster Stellvertretender Leiter der Abteilung IV des ZK der SED, 1964-1966 Botschafter der DDR in China, 1966-1973 Staatssekretär im MfAA, 1973-1974 Botschafter in Ungarn, 1974 Berater im MfAA, anschließend Ruhestand, 1980-1982 Präsident der Liga für die Vereinten Nationen in der DDR.

Dr. Gerhard Konow (1929-1997)

1948-1957 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1957-1970 Staatskanzlei des Landes Hessen, dort 1957 Referent in der Abteilung IV (Bundesratsangelegenheiten), ab 1965 Leiter des Referats IV 2 (Angelegenheiten des Bundesrates, der Ministerpräsidentenkonferenz und der Ministerpräsidentenbesprechungen, die bundesstaatliche Ordnung betreffend, Staatsverträge und Verwaltungsabkommen), 1970-1981 Bundeskanzleramt, dort 1970-1977 in der Abteilung III, ab 1976: 3 (Innere Angelegenheiten) Leiter der Gruppe III/1, ab 1976: 31 (Bund-Länder-Verhältnis), 1977-1981 Leiter dieser Abteilung, 1981 Senator für Bundesangelegenheiten des Landes Berlin, 1981-1982 BMV, dort Leiter der Verkehrspolitischen Grundsatzabteilung, 1982 zunächst Staatssekretär im BMV, dann Chef des Bundeskanzleramtes, 1982-1983 Staatssekretär beim Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1983-1994 Staatssekretär beim Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Heinz (Heinrich Georg) Kühnle (1915-2001)

1934-1945 Berufssoldat, 1945-1946 Technischer Kaufmann einer Werft, 1946-1947 Schiffbau-Referent bei der Landesregierung Schleswig-Holstein, 1947-1956 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, zuletzt Gesellschafter einer Großhandels- und Exportfirma, 1956-1975 erneut Berufssoldat, 1956-1959 Gruppenleiter beim Schiffsmaschinenkommando, Kiel, 1959-1960 Marineschule Mürwik, dort Leiter Lehrstab für Stabsoffizierslehrgänge, 1960-1964 Kommando für Marineausbildung bzw. Zentrales Marinekommando, Kiel, dort Leiter der Abteilung Ausbildung, 1964-1975 BMVtg bzw. BMVg, dort 1964-1969 im Führungsstab der Marine (Fü M) Leiter der Unterabteilung III (Organisation), 1969-1971 Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Chef des Stabes Fü M, 1971-1975 Inspekteur der Marine.

Melvin R. Laird (geb. 1922)

Nach dem Studium der politischen Wissenschaften und Kriegsdienst 1946-1952 Senator in Wisconsin, ab 1953 Abgeordneter im Repräsentantenhaus, dort ab 1958 Mitglied des Bewilligungsausschusses, 1968-1973 Verteidigungsminister, 1973-1974 innenpolitischer Berater des Präsidenten, anschließend Beratungstätigkeit in der Privatwirtschaft.

George C. Marshall (1880-1959)

1939-1945 amerikanischer Generalstabschef, 1945-1947 Sonderbotschafter in China, 1947-1949 US-Außenminister und Initiator des Hilfsprogramms für Europa („Marshall-Plan"), 1950-1951 Verteidigungsminister.

Ulrike Meinhof (1934-1976)

1955 Aufnahme des Studiums der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik an der Philipps-Universität Marburg, 1957 Wechsel an die Westfälische-Wilhelms-Universität Münster, 1958 Eintritt in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), publizistische Tätigkeit für studentische Zeitungen zur Atomwaffenfrage, 1959 Ausschluss aus der SPD wegen Mitgliedschaft im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), erste journalistische Tätigkeit für die linke Zeitschrift „konkret", 1958-1964 Mitglied der verbotenen KPD, 1960-1964 Chefredakteurin bei „konkret", Hamburg, 1961 Eheschließung mit dem Herausgeber der Zeitschrift „konkret" Klaus Reiner Röhl, 1964 Aufgabe der redaktionellen Tätigkeit, weiterhin Kolumnistin bei „konkret", 1968 nach Differenzen über die politische Ausrichtung von „konkret" Wechsel nach Berlin und journalistische Tätigkeit für das Fernsehmagazin „Panorama" und Tätigkeit als freie Autorin, 1969 Beendigung der Mitarbeit bei „konkret", 1969/1970 Lehrbeauftragte am Institut für Publizistik der Freien Universität Berlin, 1970 Beteiligung an der gewaltsamen Befreiung des Terroristen Andreas Baader, Flucht zusammen mit Horst Mahler, Gudrun Ensslin und Baader sowie weiteren RAF-Sympathisanten nach Jordanien zu palästinensischen Guerillas, nach der Rückkehr Wechsel in den Untergrund, Teilnahme an diversen Banküberfällen und Sprengstoffanschlägen, 1972 Festnahme, 1974 Verurteilung zu acht Jahren Freiheitsstrafe wegen Mordversuchs mit der Befreiung von Baader und Verlegung in den Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses Stuttgart-Stammheim, 1975 Anklage vor dem Oberlandesgericht Stuttgart wegen fünffachem Mord und vierundfünfzigfachem Mordversuch, 1976 Selbsttötung.

Dom (Dominic) Mintoff (1916-2012)

Nach dem Studium der Architektur Eintritt in die Malta Labour Party, 1949-1985 deren Vorsitzender, ab 1947 Mitglied der gesetzgebenden Versammlung Maltas, 1947-1949 stellvertretender, 1955-1958 und 1971-1984 Ministerpräsident Maltas, zusätzlich 1955-1958 Finanzminister, 1971-1981 Minister für auswärtige Angelegenheiten, 1976-1981 und 1983-1984 Innenminister.

Dr. Heinz Morgenstern (1917-1980)

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft Studium der Rechtswissenschaften, der Volkswirtschaftslehre und juristischem Vorbereitungsdienst 1954-1965 Tätigkeit als Rechtsanwalt und (ab 1958) als Notar, 1945 Eintritt in die SPD, 1959-1961 und 1970-1971 MdL Niedersachsen, 1961-1966 MdB, 1965-1970 Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Bundesangelegenheiten, für Vertriebene und Flüchtlinge, 1971-1977 Parlamentarischer Staatssekretär im BMB.

Dr. Heinz Möws (1911-1991)

Nach dem Studium der Landwirtschaftslehre 1937-1941 bei der Bauernkammer Danzig, Landesbauernschaft Kurmark, Landmaschinen-Gesellschaft mbH Lommatzsch, 1941-1945 Kriegsdienst, 1949-1976 Deutscher Bauernverband, dort 1964-1966 stellvertretender Generalsekretär, 1966-1976 Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes.

Ulrich Müller (geb. 1929)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und juristischem Vorbereitungsdienst seit 1950 in der Senatsverwaltung Berlins, dort 1950-1951 in der Senatsverwaltung für Finanzen, 1951-1969 beim Senator für Bundesangelegenheiten, 1969-1973 Chef der Senatskanzlei Berlin, 1973-1991 Präsident des Rechnungshofes von Berlin.

Richard M. Nixon (1913-1994)

1937-1942 Rechtsanwalt, 1942 Staatsanwalt, 1943 Eintritt in die US-Kriegsmarine, zuletzt Fregattenkapitän, 1947-1950 Abgeordneter im Repräsentantenhaus (Republikaner), 1953 Senator (Kalifornien), 1953-1961 Vizepräsident Eisenhowers, 1960 gegen Kennedy unterlegener Präsidentschaftskandidat, 1961-1967 Rechtsanwalt, 1969-1974 37. Präsident der USA.

Alfred Nobel (1833-1896)

Als Chemiker und Industrieller seit 1859 in Stockholm mit der Herstellung von Sprengstoff beschäftigt, 1867 Erfindung des Dynamits, hinterließ sein Vermögen testamentarisch einer Stiftung, die aus dem Jahreszins ihres Vermögens Leistungen auf den Gebieten Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin und Literatur sowie für Verdienste um den Frieden auszeichnet.

Mohammed Reza Pahlevi (1919-1980)

1941-1979 Schah des Iran, 1979 infolge politischer Unruhen Emigration zunächst in die USA, 1980 nach Ägypten.

Georges Pompidou (1911-1974)

Gymnasiallehrer, 1944-1946 nach der Befreiung von Paris Mitglied des persönlichen Stabs des Generals de Gaulle, 1946-1954 Inhaber verschiedener Ämter im Staatsrat, 1954-1956 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1962 Generaldirektor der Rothschild-Bank, zusätzlich 1958-1959 Kabinettsdirektor de Gaulles, 1959-1962 Mitglied des Verfassungsrates, 1962-1968 französischer Premierminister, 1969-1974 Präsident der Republik.

Dr. Günther Rabus (1922-1971)

1940-1945 Kriegsdienst, anschließend Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1954 Richter am Amtsgericht Köln, 1954-1955 Persönlicher Referent des Ministers des Innern des Landes Niedersachsen, 1955-1956 Referent beim Regierungspräsidium Hannover, 1956-1957 Stadt Kassel, dort Leiter des Hauptamtes, 1957-1963 Oberkreisdirektor des Landkreises Lemgo, 1963-1970 Regierungspräsident in Hildesheim, 1971 Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz.

Kenneth Rush (1910-1994)

Nach langjähriger Tätigkeit in der Privatwirtschaft Amerikas 1969-1972 Botschafter in Bonn, 1972-1973 stellvertretender Verteidigungsminister, 1973-1974 stellvertretender Außenminister, 1974-1977 Botschafter in Paris.

Dr. Wolfgang Rutschke (1919-1996)

1939 zunächst Aufnahme des Studiums der Rechts- und Staatswissenschaften und Kriegsdienst, 1940-1941 Studienurlaub, 1941-1943 Kriegsdienst, nach schwerer Verwundung Wiederaufnahme des Studiums und juristischer Vorbereitungsdienst, 1945-1946 beim Landratsamt Halle/Saale und beim Bezirkspräsidium Merseburg, 1946-1948 bei der Landesdirektion des Innern, Karlsruhe, 1948-1949 stellvertretender Leiter des Württemberg-Badischen Landesamtes für Soforthilfe, Karlsruhe, Vorsitzender des Beschwerdeausschusses beim Landesausgleichsamt, 1950-1957 Referent im Landesamt für Soforthilfe, ab 1953 in der Lastenausgleichsverwaltung in Karlsruhe, 1951 Eintritt in die FDP, 1953 Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Karlsruhe-Land, 1963-1971 Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes Karlsruhe, Mitglied des FDP-Landesvorstandes Baden-Württemberg und des FDP-Bundesvorstandes, 1957-1971 MdB (FDP), 1964-1971 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der WEU, 1966-1970 Präsident des Zentralverbandes der Fliegergeschädigten, Evakuierten und Währungsgeschädigten, 1970 Ernennung zum Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Vt (Angelegenheiten der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigten) im BMI, 1971-1973 Staatssekretär im BMI, 1974-1984 Vorsitzender des Vorstandes der Lastenausgleichsbank, Bonn.

Dr. Hans-Georg Sachs (1911-1975)

1938-1940 Reichswirtschaftsministerium, 1940-1945 im Auswärtigen Dienst, 1946-1948 Leiter des Zentralbüros des Council of Relief Agencies Licensed for Operations in Germany (CRALOG) in der französischen Besatzungszone, 1948-1949 Leiter der deutschen Geschäftsstelle des Marshallplanes in der französischen Besatzungszone, 1949-1952 BMM, dort Leiter der Abteilung III (ERP-Politik und Durchführung, seit 1951: Zwischenstaatliche Wirtschaftsbeziehungen), 1952-1975 AA und Auswärtiger Dienst, dort 1952-1955 Leiter des Referats 401 (Grundsätze der europäischen wirtschaftlichen Integration), 1955-1958 Botschaftsrat an der Botschaft in Paris, 1958-1961 im AA Leiter der Unterabteilung Allgemeine Handelspolitik, 1961-1963 Leiter der Entwicklungsabteilung, 1963-1965 der Abteilung für Handels- und Entwicklungspolitik, 1965-1973 Botschafter und Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EWG und der EURATOM in Brüssel, 1973-1975 Staatssekretär im AA.

Dr. Helmut Schellknecht (1919-1994)

1938-1940 Vorbereitungsdienst für den gehobenen Postverwaltungsdienst, 1940-1943 Kriegsdienst, 1942-1945 Studium der Rechtswissenschaften, 1945 Rechtssachbearbeiter bei der Oberpostdirektion Stuttgart, 1946-1949 juristischer Vorbereitungsdienst, 1949-1950 Assessor am Landgericht Landau, 1950-1956 bei der Deutschen Bundespost im Bereich der Oberpostdirektion Neustadt a.d.W., 1956-1968 BMVtg, dort in der Abteilung Personal (P), Unterabteilung II, bzw. ab 1967: I (Ziviles Personal) Leiter des Referats 1 (Allgemeine Angelegenheiten der Personalbearbeitung und Grundsätze der Personalbewirtschaftung, Ausbildungs- und Nachwuchsangelegenheiten, ab 1967: Nachwuchs, Aus- und Fortbildungsangelegenheiten), 1968-1970 beim Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, 1970-1984 Direktor beim Deutschen Bundestag.

Prof. Dr. Carlo Schmid (1896-1979)

1924-1925 Rechtsanwalt in Reutlingen, 1925 Eintritt in den württembergischen Justizdienst am Amtsgericht Tübingen, 1927-1928 beurlaubt zum Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin, ab 1929 Lehrtätigkeit als Völkerrechtler an der Universität Tübingen, seit 1931 Landgerichtsrat in Tübingen, 1940-1945 Kriegsverwaltungsrat bei der Oberfeldkommandantur in Lille, 1945-1946 Vorsitzender des Staatssekretariats und Landesdirektor für Justiz sowie für Kultus, Erziehung und Kunst in Württemberg-Hohenzollern, dort 1946-1947 Präsident des Staatssekretariats und Staatssekretär für Justiz, 1947-1950 stellvertretender Staatspräsident und Justizminister, 1947-1972 Mitglied des SPD-Vorstandes, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rats, dort Fraktionsvorsitzender der SPD und Vorsitzender des Hauptausschusses, 1949-1972 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Besatzungsstatut und auswärtige Angelegenheiten, 1949-1966 und 1969-1972 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1953-1967 o. Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Frankfurt am Main, 1963-1966 Präsident der Versammlung der WEU, 1966-1969 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Albert Schnez (1911-2007)

1930-1946 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1957 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1957-1971 erneut Berufssoldat, 1957-1962 BMVtg, dort 1957-1960 im Führungsstab der Bundeswehr (Fü B) Leiter der Unterabteilung V (Logistik), 1960-1962 Chef des Führungsstabes der Bundeswehr, 1962-1965 Kommandeur der 5. Panzerdivision, Diez, 1965-1968 Kommandierender General des III. Korps, Koblenz, 1968-1971 BMVtg, dort Inspekteur des Heeres und Leiter der Abteilung Führungsstab des Heeres (Fü H), anschließend Ruhestand.

Dr. Swidbert Schnippenkötter (1915-1972)

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft Fortsetzung des Studiums der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1951-1972 Auswärtiges Amt, dort 1952-1955 an der Botschaft Mexico, 1955-1958 Zentrale, dort persönlicher Referent des Staatssekretärs Hallstein, 1958-1960 beurlaubt zur EWG, Brüssel, dort Kabinettschef des EWG-Präsidenten Hallstein, 1960-1963 an der Botschaft Washington, 1963-1965 Zentrale, dort Vertreter des Leiters der Abteilung PL (Planungsstab), 1965 Ernennung zum Botschafter als Beauftragter der Bundesregierung für Fragen der Abrüstung und Rüstungskontrolle, Beobachter der Bundesregierung beim Abrüstungsausschuss der Vereinten Nationen in Genf, 1969-1972 Ständiger Vertreter beim Büro der Vereinten Nationen in Genf.

Siegfried Schulz (1914-1997)

1933-1934 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1934-1947 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1951 Volontär, Angestellter und Verlagsleiter in einem pädagogischen Verlag, 1951-1955 zunächst Gutachter, dann Angestellter beim Amt Blank, dort in der Abteilung II (Militärische Abteilung) Referent in der Unterabteilung II/3 (Militärisches Personal), 1955-1974 erneut Berufssoldat, 1955-1957 BMVtg, dort Hilfsreferent in der Abteilung III (Personal), 1957-1962 beim Nato Oberkommando SHAPE, Paris, dort stellvertretender Chef des Stabes (Plans Policy), 1962-1964 III. Korps, Koblenz, dort Chef des Stabes, 1964-1966 Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 35, Hammelburg, 1966-1968 BMVtg, dort im Führungsstab des Heeres (FüH) Leiter der Unterabteilung IV (Ausbildung), 1968-1971 Kommandeur der 10. Panzergrenadierdivision bzw. ab 1970: 10. Panzerdivision, Sigmaringen, 1971 Stellvertretender Kommandierender General des III. Korps, Koblenz, 1971-1974 Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres.

Maurice Schumann (1911-1998)

Mitbegründer und 1945-1949 Präsident des Mouvement Républicain Populaire (Republikanische Volksbewegung), 1945-1967 Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, 1951-1954 Staatssekretär im Außenministerium, 1959-1962 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung, 1962 Minister für Regionalplanung, 1967-1968 Minister für Wissenschaftliche Forschung, Atom- und Weltraumfragen, 1968-1969 Sozialminister, 1969-1973 Außenminister, 1973-1977 Vizepräsident des Senats.

Achmed Sékou Touré (1922-1984)

Postangestellter, Aufbau des Gewerkschaftswesen in Guinea, zeitweilig Generalsekretär der französischen Gewerkschaftsorganisation CGT in Schwarzafrika, 1946 Mitgründer des Rassemblement Démocratique Africaine (RDA), 1952 Führer des Parti Démocratique de Guinée (PDG), 1956 Abgeordneter Guineas in der französischen Nationalversammlung, 1957 Vizepräsident der Regierung Guineas, 1958 Gegner der von de Gaulle vorgeschlagenen Verfassung der Französischen Gemeinschaft und damit Befürworter der sofortigen Entlassung Guineas in die Unabhängigkeit, ab 1960 Staatspräsident und Regierungschef.

Dr. Gerhard Stoltenberg (1928-2001)

1954-1957 MdL Schleswig-Holstein (CDU), 1955-1961 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, 1957-1971 und 1983-1998 MdB (CDU), 1965-1969 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung, 1969-1971 Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik bei der Friedrich Krupp GmbH, Essen, 1971-1982 Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, 1971-1989 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1982-1989 Bundesminister der Finanzen, 1989-1992 Bundesminister der Verteidigung, 1992-1995 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Franz Josef Strauß (1915-1988)

1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

Richard Stücklen (1916-2002)

Elektroingenieur, 1940-1943 Kriegsdienst, 1949-1990 MdB (CSU), dort 1953-1957 geschäftsführender und 1966-1976 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU sowie 1953-1957 und 1967-1976 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Sonderfragen des Mittelstandes, 1957-1966 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1976-1979 Vizepräsident, 1979-1983 Präsident, 1983-1990 erneut Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Sithu U Thant (1909-1974)

1928-1947 im Schuldienst Birmas, 1947-1957 Informationsminister, 1957-1961 Birmas Delegierter bei der UNO, New York, 1961 interimistischer Generalsekretär, 1962-1971 Generalsekretär der UNO.

 

Horst Kurt Konrad Edgar von Wietersheim (1913-1982)

1932-1939 Studium der Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre und juristischer Vorbereitungsdienst, 1939-1942 und 1944-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1942-1944 Staatlicher Hilfsarbeiter beim Landrat in Iserlohn und Referent und Dezernent beim Regierungspräsidium Arnsberg, 1946-1947 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1948-1949 Angestellter der Militärregierung in Arnsberg, 1950-1952 stellvertretender Vorsitzender der Beschwerdestelle in Wohnungssachen für den Kreis Arnsberg, 1951-1955 Beauftragter des Hauptamtes für Soforthilfe für den Regierungsbezirk Arnsberg, 1955-1969 BMVt, dort 1957-1958 Persönlicher Referent des Staatssekretärs, 1959-1960 Hilfsreferent im Referat IV 4 (Aussiedlung und Aufnahme von Vertriebenen in das Bundesgebiet, Angelegenheiten der Deutschen in den Vertreibungsgebieten), 1961 Leiter dieses Referats, 1962-1965 Leiter des Referats I 4 (Kabinettsachen, Justitiariat, Sicherheitswesen, ab 1963: Kabinettsachen, Justitiariat, Sicherheits- und Verteidigungsfragen), 1966-1968 Leiter des Referats III 3 (Gesetz über Hilfsmaßnahmen für Deutsche aus der SBZ, Fragen der Wiedergutmachung und des Artikels 131 GG), 1968 Leiter des Referats III 2 (Grundsatzfragen des Vertriebenen-, Flüchtlings- und Kriegsgeschädigtenrechts, Angelegenheiten des öffentlichen Rechts, Bundesvertriebenengesetz, Fragen der Wiedergutmachung und des Artikels 131 GG), 1969, nach Auflösung des BMVt, im BMI, dort Leiter des Referats Vt III 2 (Bundesvertriebenengesetz, Sozialversicherung, Kriegsopferversorgung), 1971-1974 Leiter des Referats Vt III 1 (Kriegsgefangenenentschädigungsrecht, Heimkehrerstiftung, Unterhaltsbeihilferecht), 1974 Leiter des Referats Vt 6 (Kriegsgefangenenentschädigungsrecht; Heimkehrerstiftung; Unterhaltsbeihilferecht; Beiräte), 1974-1978 Leiter des Referats VtK I 5 ( u. a. Suchdienst; Hilfsmaßnahmen für im Ausland zurückgehaltene Deutsche, Aussiedlung und Repatriierung, Umsiedlung, ab Mai 1977: auch Familienzusammenführung).

Dietrich Willikens (1915-2004)

Dipl.-Ing., 1935-1945 Berufssoldat, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1949 Tätigkeit als Landwirtschaftsgehilfe, 1949-1954 Studium des Maschinenbaus, 1954-1956 Tätigkeit als Planungsingenieur, 1956-1975 erneut Berufssoldat, 1956-1959 Ausbilder an der Panzertruppenschule, Munster, 1959-1971 BMVtg bzw. BMVg, dort in der Abteilung Wehrtechnik (T), UAbt. III (Wehrtechnik Land) 1960-1962 Leiter des Referats 1 (Planung und Bewertung der Waffensysteme Land), 1962-1966 Leiter der UAbt. T III (Wehrtechnik Land), 1967-1971 Stellvertreter des Leiters der Abteilung Wehrtechnik (T), 1971-1972 Vizepräsident, 1972-1975 Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz.

Józef Maria Winiewicz (1905-1985)

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre Tätigkeit als Journalist, 1939 nach der Besetzung Polens Flucht über Budapest und Istanbul nach London, dort Berater der polnischen Exilregierung, ab 1945 im diplomatischen Dienst Polens, 1946 Mitglied der polnischen Delegation bei der Friedenskonferenz in Paris, 1947-1955 Botschafter in den USA, 1955-1972 Stellvertretender Außenminister Polens.

Dr. Giselher (Max Emanuel) Wirsing (1907-1975)

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre 1929-1933 Assistent am Institut für Sozial- und Staatswissenschaften der Universität Heidelberg, 1930-1941 Mitherausgeber der Monatszeitschrift „Die Tat", seit 1933 bei den „Münchener Neuesten Nachrichten", dort ab 1938 Hauptschriftleiter, 1944-1945 Redakteur der im Auftrag des Chefs des Auslands-Sicherheitsdienstes im Reichssicherheitshauptamt verfassten geheimen „Egmont-Berichte", 1945 Hauptschriftleiter der Propagandazeitschrift „Signal", herausgegeben von der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes und dem Oberkommando der Wehrmacht, 1945-1947 Internierung, 1948 Mitgründer der Wochenzeitung „Christ und Welt", dort 1954-1970 Chefredakteur.

Jürgen Wohlrabe (1936-1995)

Ab 1957 Studium der Rechtswissenschaften, 1960-1961 Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses (ASTA) der Freien Universität Berlin und Vorsitzender des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) Berlin, ab 1962 Tätigkeit als Verleger im familieneigenen Unternehmen und Betreiber einer Werbeagentur, ab 1978 Geschäftsführer des Jugendfilm-Verleihs, 1958 Eintritt in die CDU, 1960-1965 Vorsitzender der Jungen Union (JU) Charlottenburg, 1967-1969 Vorsitzender der JU Berlin und Mitglied des Bundesvorstands der JU, seit 1965 als Wahlkampfleiter, 1969-1981 und ab 1993 als stellvertretender Landesvorsitzender Mitglied des Landesvorstands der CDU Berlin, 1963-1967 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Charlottenburg, 1967-1969 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, 1969-1979 MdB (CDU), 1979 Niederlegung des Bundestagsmandats und erneute Übernahme der Geschäftsführung der „Jugendfilm-Verleih GmbH", 1979-1995 erneut Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, dort 1979-1981 stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, 1983 Schatzmeister der CDU Berlin, 1989-1990 Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, 1990 Vorsitzender der Bundesfinanzkommission.

Semjon K. Zarapkin (1906-1984)

Nach dem Studium der Orientalistik 1937-1947 im Außenministerium in Moskau, dort zuletzt Leiter der Amerika-Abteilung, 1945 Ernennung zum Mitglied des Kollegiums des Volkskommissariates (Ministerium) für Auswärtige Angelegenheiten, 1945 Mitglied der sowjetischen Delegation bei der Konferenz von Potsdam, 1947-1949 Geschäftsträger an der Botschaft in Washington, 1949-1954 stellvertretender Gesandter im UN-Sicherheitsrat, 1954-1964 Leiter der Abteilung „Internationale Organisation" im Außenministerium, 1961-1966 Leiter der sowjetischen Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz, 1964-1966 Berater des sowjetischen Außenministers, 1966-1971 Botschafter in Bonn.

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