4.1.3 (k1971k): Die Staatssekretäre

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Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Text

Die Staatssekretäre

Bundeskanzleramt

Egon Bahr (geb. 1922)

 

1940-1942 Lehre als Industriekaufmann, 1942-1944 Kriegsdienst, 1944-1945 Tätigkeit als Industriekaufmann, 1945-1950 Journalist in Berlin, zunächst bei der „Berliner Zeitung", dann der „Allgemeinen Zeitung" bzw. der „Neue Zeitung", ab 1948 Korrespondent des „Tagesspiegel" in Hamburg und Bonn, 1950-1960 Kommentator und Leiter des Bonner Büros des Senders RIAS Berlin, 1953-1954 dort Chefredakteur, 1956 Eintritt in die SPD, 1960-1966 in der Senatskanzlei des Landes Berlin, dort Leiter der Abteilung III (Presse und Informationsabteilung), 1967 vom Land Berlin zur Dienstleistung im AA beurlaubt, 1967-1969 AA, dort 1967 Botschafter z. b. V., 1967-1969 Leiter des Planungsstabes, 1969-1972 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, zugleich Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin, 1972-1990 MdB, 1972-1974 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1974-1976 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1976-1990 Mitglied des Parteivorstandes und des Präsidiums des Parteivorstandes der SPD, 1976-1981 Bundesgeschäftsführer der SPD, 1976-2000 Mitglied des Vorstandes der Friedrich-Ebert-Stiftung, 1984-1994 Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg.

Auswärtiges Amt

Sigismund Freiherr von Braun (1911-1998)

1929-1932 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, daneben 1929-1931 Ausbildung zum Bankkaufmann, 1933-1934 Austauschstudent in den USA, 1935 Weltreise, 1936-1945 AA mit Stationen 1936-1937 in der Zentrale, Berlin, 1937-1938 an der Botschaft in Paris, 1938-1941 am Generalkonsulat Addis Abeba, 1941-1943 in britischer Internierung, 1943-1945 an der Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom, 1946-1947 Assistent to the Editor bei der Herausgabe der Akten des Nürnberger Prozesses und Assistent der Verteidigung am Amerikanischen Militärgericht in Nürnberg, 1948 kaufmännische Tätigkeit in Rom, 1949-1950 Vertragsangestellter des Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz, 1950-1953 Leiter der Frankfurter, später der Bonner Direktionsabteilung der Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, 1953-1976 erneut AA mit Stationen 1953-1958 an der Botschaft in London, 1958-1962 in der Zentrale, Bonn, dort Leiter der Abteilung 0 (Protokoll), 1962-1968 Botschafter bei der Dienststelle des Beobachters der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, New York, 1968-1970 Botschafter in Paris, 1970-1972 Staatssekretär im AA, 1972-1976 erneut Botschafter in Paris.

Dr. Paul Frank (1918-2011)

Nach Wehr- und Kriegsdienst und Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1947-1950 Sekretär des Internationalen Instituts für Sozialwissenschaft und Politik an der Universität Fribourg (Schweiz), 1949 dessen Generalsekretär, 1950-1974 AA mit Stationen 1950-1957 an der Botschaft Paris, 1957-1960 in der Zentrale, Bonn, dort in der Abteilung 2 (West I) Leiter der Referate 204 (Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Italien) und 205 (Maghreb), 1960-1963 an der UN-Vertretung in New York, 1963-1974 in der Zentrale, Bonn, dort 1963-1965 im Planungsstab, 1965-1968 in der Abteilung I (Politische Abteilung) Leiter der Unterabteilung I A, 1968-1970 Leiter der Abteilung I, 1970-1974 Staatssekretär, 1974-1979 Chef des Bundespräsidialamtes, anschließend Ruhestand, 1981-1982 Koordinator für die Deutsch-Französische Zusammenarbeit.

Bundesministerium des Innern

Bis 31. Mai 1971:

Dr. Hans Schäfer (1910-1980)

1937-1939 und 1942-1945 Reichsjustizministerium, 1947-1955 Ministerium der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz, 1955-1966 und 1969-1971 BMI, dort 1955-1962 Leiter der Abteilung I (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), 1962-1966 und 1969-1971 Staatssekretär, 1971-1978 Präsident des Bundesrechnungshofes.

Dr. Günter Hartkopf (1923-1989)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1953 beim Finanzamt Düsseldorf und der Oberfinanzdirektion Düsseldorf, 1954-1957 beim Finanzamt Mönchengladbach, 1957-1962 im Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 1962-1963 BMF, dort Persönlicher Referent des Ministers, 1963-1969 beim Senator für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigten des Landes Berlin beim Bund, 1969-1983 Staatssekretär im BMI.

Bundesministerium der Justiz

Bis 8. Nov. 1971:

Dr. Hermann Maassen (1915-2008)

Seit 1944 im Justizdienst, 1947 Amtsgerichtsrat im Geschäftsbereich des Oberlandesgerichts Köln, 1947-1951 am Amtsgericht Königswinter, 1951-1971 BMJ, dort 1951-1956 Hilfsreferent im Referat II 1 (Sachliches Strafrecht, ab 1954: Reform der Strafgesetzgebung: Koordinierungs- bzw. ab 1956 Generalreferat), 1954-1956 zugleich Persönlicher Referent des Ministers, 1957-1966 Leiter des Referats IV 1 bzw. ab 1962 IV A 1 a (Verfassungsrecht, bundesverfassungsgerichtliche Verfahren, allgemeine staatsrechtliche Fragen, Kirchenrecht, ab 1962: Grundsatzfragen des Verfassungsrechts und der Verfassungsgerichtsbarkeit), 1962-1966 zusätzlich Leiter der Unterabteilung IV A, 1966-1967 in der Abteilung II (Strafrecht und Verfahren) Leiter der Unterabteilung II B, 1967-1968 Leiter der Abteilung und zugleich Leiter der Unterabteilung II C, 1968-1969 Leiter der Abteilung IV (Öffentliches Recht), 1969-1971 Staatssekretär.

Bundesministerium der Finanzen

Dr. Hans Georg Emde (1919-2013)

1940-1945 Kriegsdienst, anschließend Banklehre und Studium der Volkswirtschaft, 1950-1955 Tätigkeit in der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen, 1956-1957 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1957-1968 beim Landschaftsverband Rheinland, 1968-1969 Stadtdirektor in Gummersbach, 1969-1972 Staatssekretär im BMF, 1961-1969 MdB (FDP), dort 1963-1965 stellvertretender Parlamentarischer Geschäftsführer, 1973-1987 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank.

Prof. Dr. Heinz Haller (1914-2004)

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Finanzwissenschaft 1936-1938 Wehrdienst, 1938-1946 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1953 an der Universität Tübingen, dort zunächst Privatdozent, seit 1953 apl. Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, 1954-1957 o. Professor an der Universität Kiel, 1957-1959 an der Universität Heidelberg, 1967-1970 Leiter des Instituts für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, 1970-1972 Staatssekretär im BMF, anschließend erneut Professor, anschließend Rückkehr nach Zürich, 1981 Emeritierung, seit 1955 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim BMF, seit 1965 des Wissenschaftlichen Beirats beim BMWi.

Bundesministerium für Wirtschaft

Dr. Johann Baptist Schöllhorn (1922-2009)

Dipl.-Volkswirt, 1940-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949-1952 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1952-1955 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München, 1956-1972 BMWi, dort 1956-1962 Hilfsreferent im Referat I A 1 (Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik), ab 1959 zusätzlich auch im Referat E 1 (Allgemeine europäische Wirtschafts-, Währungs- und Konjunkturpolitik; Koordinierung der europäischen Finanz-, Agrar-, Verkehrs- und Sozialpolitik), 1962-1964 Leiter des Referats I A 8 (Konjunkturpolitik), 1964-1966 Leiter der Unterabteilung I A (Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik und der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit), 1967-1972 Staatssekretär, 1973-1989 Präsident der Landeszentralbank in Schleswig-Holstein, damit zugleich Mitglied des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank, 1976-1989 Mitglied des Verwaltungsrates der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.

Dr. Detlev Karsten Rohwedder (1932-1991)

1953-1962 Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, dazwischen 1959-1960 als Stipendiat der Ford Foundation Studienaufenthalt an der Universität von Kalifornien in Berkeley, 1963-1969 bei der Kontinentale Treuhandgesellschaft, Düsseldorf, dort 1963 Leiter der Rechts- und Steuerabteilung, ab 1965 Mitinhaber der Gesellschaft, 1969-1978 Staatssekretär im BMWi bzw. 1971-1972 BMWF bzw. ab 1972 BMWi (Entlassung auf eigenes Verlangen), 1979-1980 zunächst stellvertretender Vorsitzender und 1980-1990 Vorsitzender des Vorstandes der Hoesch-Werke AG, Dortmund, und zugleich Vorstandsmitglied von Estel NV Hoesch-Hoogovens, 1980-1982 außerdem stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Estel Hoesch Werke AG, 1990-1991 Vorsitzender des Vorstandes der Treuhandanstalt, 1991 Opfer eines Attentats.

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Dr. Hans Dieter Griesau (1926-1978)

1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1947 Landwirtschaftslehre, 1947-1950 Studium der Landwirtschaft, 1950-1952 Bearbeitung eines Forschungsvorhabens im Auftrag des BMF, 1952-1954 BML, dort Hilfsreferent in der Abteilung IV (Agrarwesen), 1954-1962 Geschäftsführer des Land- und Forstwirtschaftlichen Forschungsrates e. V., ab 1960 des Forschungsrates für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten e. V., Bad Godesberg, 1962-1963 BML, dort Persönlicher Referent des Staatssekretärs, 1963-1967 Direktor im Bayerischen Bauernverband, München, 1967-1969 Hauptgeschäftsführer des Hessischen Bauernverbandes, 1969-1972 Staatssekretär im BML, 1972-1978 Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Siedlungs- und Landesrentenbank, Berlin/Bonn.

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Bis 30. April 1971:

Dr. Walter Auerbach (1905-1975)

1924-1929 Studium der Geschichte, der Philosophie, der Soziologie und der Zeitungswissenschaft, 1926 Eintritt in die SPD, 1930-1933 beim Gesamtverband der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs, Berlin, dort zunächst wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, ab 1932 Sekretär des Vorsitzenden, 1933-1946 Redaktions-Sekretär und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Internationalen Transportarbeiterföderation in Amsterdam, ab 1939 in London, 1946-1948 Vizepräsident des Zentralamts für Arbeit in der Britischen Zone, Lemgo, 1948-1955 Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Niedersachsen, Hannover, 1955-1958 einstweiliger Ruhestand, 1958-1969 Staatssekretär im Sozialministerium des Landes Niedersachsen, Hannover, 1969-1971 Staatssekretär im BMA, 1953-1958 im Beirat des BMA für die Neuordnung der sozialen Leistungen, 1953-1967 Mitglied der Sozialen Studienkommission des DGB-Bundesvorstands, 1971-1975 Vorsitzender der Sachverständigenkommission des BMA für die Erstellung des Ersten Sozialgesetzbuches.

Seit 1. Mai 1971:

Dr. Herbert Ehrenberg (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Landarbeiter, 1947-1951 bei der Schutzpolizei Bremen, 1951-1952 an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft, Wilhelmshaven, 1952-1957 Studium der Sozialwissenschaften, 1955-1961 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1961-1963 beim Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt, dort Dozent für Sozialwissenschaften, 1964-1968 beim Hauptvorstand der IG Bau, Steine und Erden, dort Leiter der Wirtschafts- und Presseabteilung, 1968-1969 BMWi, dort in der Abteilung I (Wirtschaftspolitik) Leiter der Unterabteilung I C (Strukturpolitik), 1969-1971 Bundeskanzleramt, dort Leiter der Abteilung IV (Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik), 1971-1972 Staatssekretär im BMA, 1976-1982 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1955 Eintritt in die SPD, 1972-1990 MdB, 1974-1976 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, 1975-1984 Mitglied des Parteivorstandes, seit 1984 Mitglied des Parteirates.

Bundesministerium der Verteidigung

Bis 31. Okt. 1971:

Johannes Birckholtz (1903-1994)

1923-1930 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1930-1933 Tätigkeit in der Senatsverwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg, 1933-1946 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Hamburg, 1941-1945 Kriegsdienst, 1946-1969 erneut in der Senatsverwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg, zuletzt 1961-1969 Staatsrat in der Behörde für Inneres, 1969-1971 Staatssekretär im BMVtg bzw. BMVg.

Ernst Wolf Mommsen (1910-1979)

 

1930-1935 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, 1938-1939 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1939 bei der Reichsgruppe Industrie, 1940-1945 Verbindungsmann der Industrie beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition bzw. Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, 1945-1946 Internierung, 1946-1948 Geschäftsführer der Firma Klöckner-Drahtindustrie, 1948-1953 Geschäftsführer der Walzstahl-Vereinigung, 1953-1954 stellvertretender Vorsitzender der Klöckner AG, 1954-1965 Vorstandsmitglied der Rheinischen Röhrenwerke AG bzw. ab 1964 der Phoenix-Rheinrohr AG, 1965-1970 Vorsitzender des Vorstands der Thyssen-Röhrenwerke AG, 1970-1972 BMVtg, dort als Staatssekretär (ohne Bezüge) Beauftragter für Technik und Beschaffung, 1972 BM für Wirtschaft und Finanzen, dort Staatssekretär (ohne Bezüge), 1973-1975 Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich Krupp GmbH, Essen.

Seit 1. Nov. 1971:

Dr. Günter Wetzel (geb. 1922)

1941-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1953-1955 beim Regierungspräsidium Kassel, 1955-1960 Polizeipräsident in Kassel, 1960-1962 zunächst Regierungsvize-, 1962-1966 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Darmstadt, 1967-1968 Staatssekretär im Ministerium des Innern des Landes Hessen, 1968-1971 Staatssekretär im BMG, ab 1969 BMB, 1971-1972 Staatssekretär im BMVg, 1972 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand und Wechsel von der SPD zur CDU, 1978-1983 Staatssekretär im Ministerium der Justiz des Landes Schleswig-Holstein, anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Bundesministerium für Verkehr

Karl Wittrock (1917-2000)

1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1953 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, anschließend Tätigkeit im öffentlichen Dienst, 1954-1964 und 1974-1978 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1963-1967 Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Wiesbaden, 1946 Eintritt in die SPD, 1953 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Wiesbaden, 1956-1962 Mitglied des Wiesbadener Magistrats, 1953-1963 MdB, 1967-1974 Staatssekretär im BMV, 1978-1985 Präsident des Bundesrechnungshofes.

Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen

Kurt Gscheidle (1924-2003)

Seit 1939 Ausbildung zum Feinmechaniker bei der Reichspost, 1942-1948 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend im Postdienst als Fernmeldetechniker und zeitgleich Eintritt in die Postgewerkschaft, 1950-1951 Stipendium des DGB zum Studium an der Sozialakademie in Dortmund, anschließend Ausbildung zum REFA-Ingenieur, 1953-1957 Leiter des Sekretariats für Technik und Wirtschaft der Deutschen Postgewerkschaft, Bonn, 1956 Eintritt in die SPD, 1957-1969 stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft, Frankfurt am Main, 1961-1969 und 1976-1980 MdB (SPD), 1962-1969 Mitglied des Fraktionsvorstandes, 1969-1974 Staatssekretär im BMP, 1974-1980 Bundesminister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen, 1980-1982 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen.

Bundesministerium für Städtebau und Wohnungswesen

Dr. Louis Storck (1928-2012)

1944-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949-1956 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1956-1963 bei der Oberfinanzdirektion Hannover, 1963-1964 Stadtdirektor der Stadt Gronau/Westfalen, 1965-1968 Oberstadtdirektor der Stadt Hameln, 1968-1972 BMWo bzw. BMSt, dort 1968-1969 Leiter der Abteilung II (Städtebau und Bautechnik), 1969-1972 Staatssekretär im BMWo, 1972-1978 Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bau- und Bodenbank AG, ab 1978 Mitglied der Geschäftsführung der BHW Bausparkasse, Hameln, ab 1981 Sprecher der Geschäftsführung, ab 1990-1993 Vorsitzender der Geschäftsführung der BHW Holding GmbH und Vorsitzender des Vorstandes der BHW Bausparkasse AG.

Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen

Bis 31. Okt. 1971:

Dr. Günter Wetzel (geb. 1922) siehe Bundesministerium der Verteidigung

Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft

Dr. Hildegard Hamm-Brücher (geb. 1921)

1940-1945 Studium der Chemie, 1946-1949 Redakteurin der „Neuen Zeitung" in der amerikanischen Besatzungszone, 1949-1950 Studienjahr an der Harvard-Universität, 1948-2002 Mitglied der FDP, 1948-1954 Mitglied des Stadtrates der Stadt München, 1950-1966 und 1970-1976 MdL in Bayern, 1972-1976 Vorsitzende der FDP-Fraktion, 1967-1969 Staatssekretärin im Kultusministerium des Landes Hessen, 1969-1972 Staatssekretärin im BMBW, 1976-1990 MdB, 1976-1982 Staatsministerium im AA, 1994 Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, 1964-1976 und 1984-1991 Mitglied des FDP-Bundesvorstandes, 1972-1976 stellvertretende Vorsitzende.

Seit 1. Febr. 1971:

Hans-Hilger Haunschild (1928-2012)

1946-1953 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1953-1954 Gerichtsassessor beim Landgericht Berlin und 1954-1955 beim Senator für Justiz, Berlin, 1955-1957 BMZ, dort Hilfsreferent im Referat Kabinettsausschuss, 1957-1962 BMAt, dort zunächst Hilfsreferent, 1959-1962 Leiter des Referats I B 2 (Europäische Atomgemeinschaft), 1962-1967 zur Dienstleistung bei EURATOM beurlaubt, 1967-1972 BMwF bzw. BMBW, dort 1967-1969 Leiter der UAbt. I B (Internationale Zusammenarbeit; gemeinsame und Koordinierungsangelegenheiten), 1970-1971 Leiter der Abteilung I (Verwaltung und internationale Zusammenarbeit), 1971-1972 Staatssekretär, 1972-1987 Staatssekretär im BMFT.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Dr. Karl-Heinz Sohn (geb. 1928)

 

1948-1951 Ausbildung zum Schriftsetzer, 1951-1953 Studium an der Akademie für Gemeinwirtschaft, Hamburg, 1953-1956 Studium der Sozialwissenschaften, 1956-1966 Referent und Leiter der Abteilung Bildung, zuletzt 1960-1966 Leiter der Abteilung Mitbestimmung beim DGB-Bundesvorstand, 1966-1969 Leiter der Stabsabteilung Volkswirtschaft und der Abteilung der Firma Friedrich Krupp Hüttenwerke AG, 1969-1974 Staatssekretär im BMZ, 1974-1983 Vorsitzender der Geschäftsleitung der Deutschen Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

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