2.27.8 (k1973k): D. Gründung eines Beirats für Naturschutz und Landschaftspflege beim BML

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[D.] Gründung eines Beirats für Naturschutz und Landschaftspflege beim BML

(10.40 Uhr)

PStS Logemann spricht den Plan des BML an, nach dem Rücktritt von Prof. Grzimek einen Beirat für Naturschutz und Landschaftspflege beim BML einzurichten. 13 Der Vorsitzende regt an, daß der BML die Problematik in einer Kabinettvorlage darlegt. 14

Fußnoten

13

Zur Ernennung eines Bundesbeauftragten für den Naturschutz vgl. 32. Sitzung am 25. Juni 1970 TOP A (Kabinettsprotokolle 1970, S. 284). - Der frühere Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Bernhard Grzimek war seit November 1969 Bundesbeauftragter für Naturschutz. Bereits vor seiner Ernennung hatte er den Bundeskanzler gebeten, das Gebiet Naturschutz dem Geschäftsbereich des BMI zuzuweisen. Ertl hatte sich erfolgreich gegen diese Kompetenzverlagerung gewehrt. - Grzimek hatte am 23. Jan. 1973 seinen Rücktritt erklärt, da er in die Vorbereitung für das Bundesnaturschutzgesetz nicht eingebunden worden sei. Des Weiteren hatte er darauf hingewiesen, dass im BML die ihm zugesagte Einrichtung einer Unterabteilung nicht erfolgt sei, sich die Zusammenarbeit mit Ertl sehr schwierig gestalte und in der Öffentlichkeit für seine Funktion immer häufiger der Begriff „Aushängeschild" verwendet werde. Insgesamt seien die Fragen des Naturschutzes in einem Geschäftsbereich angesiedelt, in dem Wirtschaftsinteressen grundsätzliche Priorität eingeräumt werde. Vgl. Grzimeks Schreiben an Brandt vom 23. und 28. Jan. 1973 in B 136/5510, weitere Unterlagen in B 116/38685 und 38686 sowie 136/5502.

14

Eine Kabinettvorlage wurde nicht vorgelegt und auch auf einen formellen Kabinettsbeschluss verzichtet. Die konstituierende Sitzung des Beirats fand am 9. Juli 1973 statt. Der Beirat wurde aus 15 Vertretern wissenschaftlicher Institute der Universitäten Berlin, Münster und Tübingen, der Technischen Universität bzw. Hochschule München und Aachen sowie des Max-Planck-Instituts Plön sowie Vertretern verschiedener Fachverbände gebildet. Vorsitzender wurde der frühere Staatssekretär im BML Dr. Theodor Sonnemann. Vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 11. Juli 1973, den Errichtungserlass und das Protokoll der konstituierenden Sitzung jeweils vom 9. Juli 1973 in B 136/5502.

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