3.3 (k1973k): Sonstige 1973 erwähnte Personen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Sonstige 1973 erwähnte Personen

Hushang Ansary (geb. 1928)

Studium der Wirtschaftswissenschaften und Tätigkeit in der Wirtschaft, seit 1954 im diplomatischen Dienst des Iran, 1954-1957 an der Botschaft in Tokio, 1957 Rückkehr in den Iran und Tätigkeit in der Wirtschaft, 1964-1966 zunächst Sonderbotschafter für die afrikanischen Staaten, dann Botschafter in Pakistan und Ceylon, 1966 Informationsminister, 1967-1969 Botschafter in den USA, 1969-1977 Wirtschaftsminister, 1974-1977 zugleich Finanzminister, 1977-1978 Präsident der National Iranian Oil Company (NIOC), anschließend Übersiedlung in die USA, Tätigkeit in der Wirtschaft, seit 1986 Staatsbürger der USA.

Kai Bahlmann (1927-2009)

1947-1956 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1956-1958 Gerichtsassessor im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln, 1958-1960 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesverfassungsgericht, 1961-1982 BMJ, dort 1961-1965 Hilfsreferent im Referat IV A 1 a (Grundsatzfragen des Verfassungsrechts und der Verfassungsgerichtsbarkeit), 1966-1968 Leiter des Referats IV A 1 b, ab 1966 IV A 3, ab 1967 IV A 2 (Grundrechte, Verfassungsgerichtsbarkeit), 1968 zugleich Leiter des Referats IV A 1 (Staatsrecht, Verfassungsreform, Notstandsverfassung), 1969 Leiter der Unterabteilung IV A, 1969-1982 Leiter der Abteilung IV (Öffentliches Recht), 1982-1988 Richter am Europäischen Gerichtshof, Luxemburg.

David Ben Gurion (1886-1973)

Mitbegründer und 1921-1934 Generalsekretär der jüdischen Gewerkschaft Histadrut in Palästina, 1930-1965 Vorsitzender der Arbeiterpartei Mapai, 1935-1948 Vorsitzender der Jewish Agency for Palestine, 1948-1953 und 1955-1963 israelischer Ministerpräsident, zugleich mehrfach Verteidigungsminister.

Jürgen Bennecke (1912-2002)

1930-1947 Berufssoldat, zuletzt Oberstleutnant, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1952 Ausbildung zum Landwirt und Tätigkeit als Leiter eines landwirtschaftlichen Betriebes, 1952-1955 Amt Blank bzw. BMVtg, dort in der Abteilung II (Militärische Abteilung) Leiter des Referats Gesamtplanung und Heimatverteidigung, Mitglied der deutschen Delegation bei den EVG-Verhandlungen, Paris, 1955-1957 in der Abteilung V (Heer) Leiter der Unterabteilung V B (Organisation), 1955-1973 erneut Berufssoldat, 1957-1958 verschiedene Kommandos (Führung gem. Verbände), 1958-1960 Kommandeur der Kampfgruppe A 6, 1959 umgegliedert in Panzergrenadierbrigade 16, Flensburg, 1960-1963 BMVtg, dort im Führungsstab des Heeres (Fü H) Leiter der Unterabteilung IV (Ausbildung), 1963-1964 Kommandeur der 7. Panzergrenadierdivision, Unna, 1964-1966 Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg, 1966-1968 Kommandierender General des I. Korps, Münster, 1968-1973 Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Mitteleuropa.

Leonid Iljitsch Breschnew (1906-1982)

Seit 1931 Mitglied der KPdSU, seit 1952 Mitglied des ZK der KPdSU, 1950-1952, 1956-1960, 1963-1964 Sekretär des ZK der KPdSU, 1957 Mitglied des Präsidiums, 1966 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1960-1964 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet, 1964 Erster Sekretär, ab 1966 Generalsekretär der KPdSU, 1977 zusätzlich zur Führung der Partei erneut Vorsitzender des Obersten Sowjets, 1976 Verleihung des Titels eines Marschalls der Sowjetunion.

Dr. Dr. Karlheinz Bund (1925-2012)

Nach Kriegsdienst und Studium der Elektrotechnik zunächst wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Hochschule Darmstadt, 1956-1963 AEG, dort 1956-1960 in der Hauptverwaltung Frankfurt am Main, 1961-1963 Direktor der Großmaschinenfabrik, Berlin, 1963-1973 Mitglied des Vorstandes der Steag (Steinkohle-Elektrizitäts AG), dort 1966-1973 Vorsitzender des Vorstandes, 1973-1985 Vorsitzender des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus und der Ruhrkohle AG, anschließend Gründer und Vorsitzender des Verwaltungsrates der ENRO-Unternehmensgruppe, Essen.

Nicolae Ceausescu (1918-1989)

Nach einer Ausbildung zum Schuster ab 1932 aktiv in der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, ab 1933 beim kommunistischen Jugendverband, 1936-1938 und 1940-1944 Inhaftierung aus politischen Gründen, 1944-1945 Generalsekretär des kommunistischen Jugendverbandes, seit 1946 Abgeordneter der Nationalversammlung, nach dem kommunistischen Umsturz (1947/1948) ab 1952 Mitglied des ZK, 1950-1954 stellvertretender Verteidigungsminister, ab 1955 Mitglied des Politbüros, ab 1965 Erster Sekretär bzw. Generalsekretär, 1967 zusätzlich Vorsitzender des Staatsrates, nach Änderung der Verfassung 1974 Staatspräsident bzw. Präsident der Sozialistischen Republik Rumänien.

Jacques Chirac (1932-2019)

Nach dem Studium am Institut für politische Studien, Paris, und der Harvard University, USA, 1957-1959 Besuch der Nationalen Verwaltungshochschule (ENA), 1959-1960 Tätigkeit im Generalsekretariat für algerische Angelegenheiten, 1962-1965 Leiter des privaten Büros des Staatspräsidenten Pompidou, 1967-1968 Staatssekretär im Sozialministerium, 1968-1971 Staatssekretär für Wirtschaft und Finanzen, 1972-1974 Landwirtschaftsminister, 1974 Innenminister, 1974-1976 und 1986-1988 Premierminister, 1974-1975 Generalsekretär der Union Democratique pour la République (UDR), 1976-1994 Vorsitzender des Rassemblement pour la République (RPR), der Nachfolgeorganisation der UDR, 1977-1995 Bürgermeister von Paris, 1979-1980 MdEP, 1995-2007 Staatspräsident.

Wolfram Dorn (1924-2014)

Nach Landwirtschafts- und Kolonialausbildung 1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Ausbildung zum Industriekaufmann und selbstständige Tätigkeit, 1962-1969 Direktor des Deutschen Architekten- und Ingenieurverbandes sowie Chefredakteur der „Deutschen Architekten- und Ingenieur-Zeitschrift", 1973-1977 Leiter des FDP-eigenen Verlages „Liberal", 1978-1980 freier Schriftsteller, 1981-1982 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungs- und Beratungsinstituts DATUM, Bonn, 1983-1985 Angestellter, zuletzt Direktor bei der Westdeutschen Landesbank Girozentrale in Bonn, 1948 Eintritt in die FDP, 1950-1982 Mitglied des Landesvorstandes und 1970-1972 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, 1951-1965 Mitglied des Rates der Stadt Werdohl, dort 1953-1956 Bürgermeister, 1954-1961, 1975-1980, 1985-1995 MdL NRW, 1975-1980 Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1972 MdB (FDP), 1968-1969 Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMI.

Ernst Ferber (1914-1998)

1933-1945 Offizier, 1946-1951 Organisation Gehlen, 1951-1975 Dienststelle Blank, BMVtg bzw. Bundeswehr, dort 1951-1952 Leiter des Referats, später der Gruppe „Personelle Organisation", 1952-1954 Leiter des Referats G 1-Pers (deutsche Vertretung beim Interimsausschuss zur Vorbereitung der EVG auf dem Gebiet des Personalwesens), 1954-1955 Studiengruppe Laegeler und Studiengruppe Spitzengliederung (Vorbereitung der Spitzengliederung des BMVtg), 1955-1958 Leiter der Unterabteilung IV B bzw. III B (Personalwirtschaft), 1958-1961 Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 32, 1961-1962 Chef des Stabes des Truppenamtes, 1964-1967 Direktor des Planungsstabes der Standing Group, Washington, 1967-1969 Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision, 1970-1971 Stellvertretender Inspekteur des Heeres, 1971-1973 Inspekteur des Heeres, 1973-1975 Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte Europa-Mitte (CINCENT).

Dr. Siegfried Fröhlich (1920-2012)

1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1946 Besuch einer Sprachenschule, anschließend Lehrer für Englisch an einer Privatschule und Dolmetscher bei einer amerikanischen Dienststelle, 1946-1951 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1952 im Bayerischen Staatsministerium des Innern, 1952-1985 BMI, dort 1952-1954 in der Abteilung I (Verfassung, Verwaltung, ab 1953: Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung) Hilfsreferent im Referat I A 1 (Verfassungsangelegenheiten, ab 1953: Allgemeine Verfassungsangelegenheiten), 1954-1957 in der Gruppe „Jugendfragen und Sport" - dem Staatssekretär II unmittelbar unterstellt - Hilfsreferent im Referat J 2 (Jugendorganisationen, Bundesjugendplan), 1957-1960 Persönlicher Referent des Staatssekretärs I, 1960-1962 in der Abteilung VI (Öffentliche Sicherheit) Leiter des Referats VI B 1 (Generalreferat für Angelegenheiten der Polizeiverbände und für Notstandsangelegenheiten auf dem Gebiet der öffentlichen Sicherheit), 1962-1964 Persönlicher Referent des Ministers, 1964-1968 Leiter der Unterabteilung VI A, ab 1967 ÖS I (Staatsschutz, ab 1965 zusätzlich: Bundeskriminalamt, ab 1966: Staatsschutz, Kriminalpolizeiliche Angelegenheiten des Bundes), 1968-1970 Leiter der Abteilung ÖS (Öffentliche Sicherheit), zusätzlich zunächst weiter Leiter der Unterabteilung ÖS I, 1970-1971 Leiter der Abteilung BGS (Bundesgrenzschutz), 1971-1974 Leiter der Abteilung V (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), 1974-1985 Staatssekretär.

Valéry Giscard d'Estaing (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst, nach dem Studium an der Ecole Polytechnique und der Ecole Nationale d'Administration 1952 Beamter bei der Finanzinspektion, 1954 Ernennung zum Inspecteur des Finances, 1954 Stellvertretender Kabinettsdirektor im Kabinett Faure, 1956-1957 Mitglied der französischen UN-Delegation, 1956-1974 Abgeordneter der Nationalversammlung, 1959-1962 Staatssekretär im Finanzministerium, 1962-1966 und 1969-1974 Finanz- und Wirtschaftsminister, 1974-1981 Staatspräsident der Französischen Republik, anschließend erneut Abgeordneter der Nationalversammlung, 1989-1993 MdEP.

Jiri Götz (geb. 1921)

Nach Ausbildung zum Dreher und Tätigkeit beim kommunistischen Jugendverband 1949-1950 Besuch der Diplomatenschule, 1952-1954 an der Botschaft Ost-Berlin, 1954-1956 Studium an der Politischen Hochschule, Prag, 1956-1961 Außenministerium Prag, dort Stellvertretender Leiter der Abteilung Österreich, Schweiz, Bundesrepublik Deutschland, 1961-1967 an der Botschaft Ost-Berlin, 1967-1971 Mitglied der Abteilung für Auswärtiges beim ZK der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, 1971-1974 Stellvertretender Außenminister, 1974-1983 Botschafter in Bonn.

Dr. Bernhard Grzimek (1909-1987)

1928-1932 Studium der Veterinärmedizin, anschließend zunächst Tätigkeit als Veterinär, ab 1933 als Angestellter Referent im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Berlin, nach Kriegsdienst ab April 1945 zunächst persönlicher Referent des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main, Mai 1945-1974 Direktor des Zoologischen Gartens der Stadt Frankfurt am Main, 1971-1987 Präsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e. V., 1970-1973 Beauftragter der Bundesregierung für Angelegenheiten des Naturschutzes, 1975 Mitgründer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Prof. Dr. Wilhelm Hankel (1929-2014)

1948-1951 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1952 beim Centraal-Planbüro, Den Haag, 1952-1954 Bank deutscher Länder, 1954-1956 BMZ, dort Hilfsreferent in der volkswirtschaftlichen Gruppe, 1957 Angestellter im AA, 1957-1959 Berliner Bank AG, Berlin, dort stellvertretender Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung, 1959-1968 Kreditanstalt für Wiederaufbau, dort Abteilungsleiter, stellvertretender Direktor, 1968-1972 BMWi, dort Leiter der Abteilung VI (Geld und Kredit), 1972-1973 Präsident der Hessischen Landesbank Girozentrale, Frankfurt am Main, Gastprofessuren 1974-1975 an der Harvard University, Cambridge, Massachusetts, 1975-1976 an der Georgetown University, Washington, D.C., 1978-1981 am SAIS Bologna Center der Johns Hopkins University, Baltimore, 1981-1983 am Wissenschaftszentrum Berlin, 1990-1991 an der TU Dresden, 1991-1992 Stiftungslehrstuhl der Deutschen Bundesbank für internationale Währungspolitik an der FU Berlin.

Karl Theodor Jacob (1908-1980)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und juristischem Vorbereitungsdienst im bayerischen Verwaltungsdienst 1944 Landrat des Landkreises Lohr am Main, 1944-1945, 1948-1964 Landrat des Landkreises Berchtesgaden, anschließend Präsident der Bayerischen Gemeindebank,1972-1976 Präsident der Bayerischen Landesbank, Girozentrale München, Vizepräsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, 1973-1978 Mitglied des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau als Vertreter der Sparkassen.

Michel Jobert (1921-2002)

Nach Kriegsdienst 1947-1948 Besuch der Nationalen Verwaltungshochschule (ENA), ab 1952 im Staatsdienst, 1963-1968 zunächst stellvertretender Direktor, dann Direktor des Büros von Premierminister Pompidou, 1969-1973 Generalsekretär des Büros des Staatspräsidenten Pompidou, 1973-1974 Außenminister, 1981-1983 Minister für Außenhandel.

Anker Jørgensen (1922-2016)

Nach Ausbildung zum Schlosser Tätigkeit als Lagerarbeiter, ab 1947 zunächst (ehrenamtlicher) Gewerkschaftssekretär, 1950 Zweiter Vorsitzender der Gewerkschaft der Lager- und Packhausarbeiter, 1956-1962 Vorsitzender dieser Gewerkschaft, 1962-1968 Geschäftsführer, 1968-1972 Vorsitzender der Gewerkschaft für ungelernte und angelernte Arbeiter, 1961-1964 Mitglied der Kopenhagener Bürgerschaft, ab 1964 Mitglied des Parlaments, 1973-1987 Vorsitzender der sozialdemokratischen Partei Dänemarks, 1972-1973 und 1975-1982 Ministerpräsident Dänemarks.

Georg Kahn-Ackermann (1918-2008)

1938 Tätigkeit als freier Wirtschaftsjournalist, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Leiter eines Münchner Pressedienstes, 1946 Eintritt in die SPD, seit 1946 erneut Tätigkeit als freier Journalist, Reporter und Redakteur, 1950-1951 vorübergehende Tätigkeit in der Filmindustrie, 1953-1957, 1962-1969 und 1970-1974 MdB, seit 1960 Mitglied der Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU), dort zeitweise Vizepräsident und 1972-1973 Vorsitzender des Politischen Ausschusses, seit 1963 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates, dort bis 1970 Leiter der Kommission für Kultur und Erziehung, 1972-1974 Sprecher der Deutschen Delegation, 1973-1974 Vizepräsident und 1974-1979 Generalsekretär des Europarates, 1968-1970 Präsident des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer, 1968-1988 stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Welthungerhilfe.

Kenneth Kaunda (geb. 1924)

Zunächst Tätigkeit als Lehrer in Nordrhodesien, ab 1949 in der Unabhängigkeitsbewegung aktiv, 1958-1959 Vorsitzender des 1959 verbotenen Zambia African National Congress (ZANC), 1959-1960 Inhaftierung, 1960-1992 Vorsitzender der United National Independence Party (UNIP), mit der Unabhängigkeit 1964-1991 Staatspräsident der Republik Sambia.

Dr. Henry (Heinz Alfred) Kissinger (geb. 1923)

1938 Emigration in die USA, seit 1943 amerikanische Staatsangehörigkeit, 1943-1947 als Soldat (Übersetzer und Geheimdienstoffizier) in Deutschland, nach der Rückkehr in die USA Studium der Geschichte und der Politikwissenschaften, 1954 Promotion, anschließend Tätigkeit als politischer Berater des New Yorker Gouverneurs Rockefeller, der US-amerikanischen Präsidenten Kennedy und Johnson, 1969-1973 Nationaler Sicherheitsberater des Präsidenten Nixon, 1973-1977 Außenminister, 1973 zusammen mit dem Vietnamesen Le Duc Tho Träger des Friedensnobelpreises, seither internationale Tätigkeit als Inhaber eines Beratungsunternehmens.

Dr. Michael Kohl (1929-1981)

1948 Eintritt in die SED, 1948-1952 Studium der Rechtswissenschaften, 1951-1961 Assistent an der Universität Jena, 1961-1965 im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, dort 1961-1963 Leiter der Abteilung Rechts- und Vertragswesen, 1963-1965 Leiter der Grundsatzabteilung, 1965-1968 Staatssekretär beim Minister-rat für West-Berlin-Fragen, dort ab 1965 Verhandlungsführer der DDR bei den Passierscheingesprächen mit dem Senat von West-Berlin, 1968-1973 Staatssekretär für westdeutsche Fragen beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, seit 1970 Verhandlungsführer in den Verhandlungen zum Transitabkommen, zum Verkehrs- und zum Grundlagenvertrag, 1973 bevollmächtigter Botschafter, 1974-1978 Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik, 1978-1981 Stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten, ab 1958 Mitglied des Präsidiums der Deutschen Liga für die Vereinten Nationen, ab 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro der SED und der Westkommission beim Politbüro des Zentralkomitees (ZK) der SED, 1971-1976 Kandidat der Zentralen Revisionskommission beim ZK der SED, 1976-1981 Kandidat des Zentralkomitees.

Prof. Dr. Martin Kriele (geb. 1931)

Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, 1963 Promotion, 1964 Master of Law (LL M), 1966 Habilitation, 1967-1996 (Emeritierung) Professor für Staatslehre und öffentliches Recht an der Universität Köln, 1968 (Mit-)Gründer und Herausgeber der Zeitschrift für Rechtspolitik ZRP, ab 1976 Richter am Verfassungsgerichtshof NRW.

Werner Kuhlmann (1921-1992)

Ausbildung zum Landschaftsgärtner, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945 Eintritt in den Polizeidienst, 1948 Eintritt in die Gewerkschaft der Polizei, 1958-1975 Vorsitzender der Gewerkschaft, 1964-1977 Präsident der Union Internationale des Syndicats de Police, 1931-1933 Mitglied der Sozialistischen Jugend Deutschlands „Die Falken", 1945 Eintritt in die SPD, ab 1966 stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Gelsenkirchen, ab 1973 Mitglied des SPD-Landesvorstandes, 1962-1980 MdL (SPD) NRW, 1970-1975 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1969-1971 Mitglied des Rates der Stadt Gelsenkirchen, dort stellvertretender Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, 1975-1989 Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen und Mitglied des Stadtrates, 1984-1989 Vorsitzender des Kommunalverbundes Ruhrgebiet.

Rolf Lahr (1908-1985)

1934-1935 und 1939-1942 Reichswirtschaftsministerium, 1935-1939 Reichsgruppe Industrie, 1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1953 BMWi, dort Leiter des Referats V B 4, später: V B 6 und V B 11 (Außenwirtschaft: Frankreich mit Kolonialreich, Saarland, Italien), 1953-1973 AA, dort u. a. seit 1956 Delegierter bei deutsch-französischen Verhandlungen, Leiter der deutschen Delegation für die Saarverhandlungen, 1957-1960 Botschafter z. b. V., u. a. Delegationsleiter 1957 bei den deutsch-sowjetischen Verhandlungen über ein Handels- und Konsularabkommen sowie über die Rückführung der deutschen Staatsangehörigen aus der Sowjetunion und 1958 bei den deutsch-niederländischen Ausgleichsverhandlungen, 1960-1961 Vertreter der Bundesrepublik bei der EWG in Brüssel, 1961-1969 Staatssekretär, 1969-1973 Botschafter in Rom.

Horst Lemke (1932-2000)

Nach dem Besuch der Berufsfachschule für das Metallgewerbe Ausbildung zum Maschinenschlosser und Tätigkeit im erlernten Beruf, 1959 Ausbildung zum Kundendiensttechniker für Buchungsmaschinen, anschließend bei der IG Metall, u. a. 1959-1962 Jugendsekretär der IG-Metall in Essen, zuletzt Mitglied der Abteilung Berufsbildung beim Vorstand der IG Metall, 1973-1983 BMBW, dort Leiter der Abteilung III (Berufliche Bildung), anschließend im Auftrag deutscher und internationaler Entwicklungshilfeorganisationen Berater in Fragen der beruflichen Bildung.

Dr. Bernhard Leverenz (1909-1987)

1935 Gerichtsassessor in Neustrelitz und Schwerin, dann Rechtsanwalt in Rostock, ab 1943 Notar, im Zweiten Weltkrieg Marinerichter, zuletzt Oberstabsrichter, 1947-1949 Staatsanwaltschaft Kiel, 1949 Fachanwalt für Wirtschafts- und Steuerrecht und ab 1950 Notar in Kiel, 1951 stellvertretender Landesvorsitzender, 1952-1963 Landesvorsitzender der FDP in Schleswig-Holstein, 1954-1958 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1967 Justizminister des Landes Schleswig-Holstein, 1958-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP.

Prof. Dr. Eberhard Machens (geb. 1929)

1948-1954 Studium der Geologie, anschließend Tätigkeit als Geologe, 1954-1956 Gewerkschaft Brigitta, Hannover, 1956-1957 Stolberger Zink AG, Stolberg, 1958-1959 Geologisches Landesamt der französischen Kolonialverwaltung von Westafrika, Dakar, 1960-1967 Bureau de Recherches Géologiques et Minières (B.R.G.M.), Paris, 1960-1964 Prospektionsarbeiten in allen westafrikanischen Ländern, zuletzt Leiter der französischen geologischen Mission im westlichen Niger, 1965-1967 erneut Paris, gleichzeitig 1965-1967 Lehrauftrag für Geologie außereuropäischer Länder an der Universität Mainz, dort 1968 Habilitation, 1968-1975 Lehrtätigkeit als Privatdozent, ab 1971 apl. Professor, 1975-1993 BMWi, dort 1975-1979 Abordnung zur OECD, Paris, 1979-1993, zugeordnet zur Abteilung V (Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe), Beauftragter für Rohstoff-Fragen, insbesondere im UN-Bereich.

Dr. Hans-Heinrich Mahnke (geb. 1929)

1950-1954 Studium der Rechtswissenschaften, 1954-1956 Ergänzungsstudium am Osteuropainstitut der Freien Universität Berlin, 1956-1957 Studium an der University of California (Law School), 1959-1963 juristischer Vorbereitungsdienst, 1964-1967 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent im Bundesinstitut zur Erforschung des Marxismus-Leninismus Köln bzw. Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, 1967-1990 BMG bzw. BMB, dort 1967-1990 in der Abteilung II (Politik, Öffentlichkeitsarbeit, ab 1978: Deutschlandpolitik, 1986 zusätzlich: Humanitäre Aufgaben, ab 1990 zusätzlich: Arbeitsstab Deutsche Einheit) 1967-1977 Leiter des Referats II 2 (Völkerrecht, Staatsrecht, ab 1971 zusätzlich: Internationale Organisationen), 1978-1991 Leiter des Referats II 4, ab 1986: II A 3 (Rechtliche Grundsatzfragen, ab 1989: Völker- und Verfassungsrecht, ab 1990 zusätzlich: Völkerrechtsberater).

Prof. Dr. Ludwig von Manger-Koenig (1919-1983)

1937-1939 Arbeits- und Wehrdienst, 1940-1947 Studium der Humanmedizin, unterbrochen durch Kriegsdienst, zusätzlich 1946-1949 Studium der Rechtswissenschaften, 1948-1950 Universitätsfrauenklinik Marburg, 1950 Kreisgesundheitsamt Marburg, 1950-1955 Hessisches Ministerium des Innern, dort zunächst Referent für die Allgemeine Organisation des Gesundheits- und Krankenhauswesens, 1955-1964 Leiter der Abteilung Öffentliches Gesundheitswesen, ab 1959 infolge Ressortumbildung: Ministerium für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen, dort Leiter der Abteilung VI (Öffentliches Gesundheitswesen), zugleich Leiter des Referats VI a (Grundsatzfragen und Innere Angelegenheiten), 1964-1966 Professor für Sozialhygiene und öffentliches Gesundheitswesen an der Freien Universität Berlin, 1967-1973 Staatssekretär im BMGes bzw. BMJFG, seit 1973 Vertreter der Bundesregierung als Mitglied des Exekutivrates bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und bis 1983 medizinischer Sonderberater des BMJFG.

Richard M. Nixon (1913-1994)

1937-1942 Rechtsanwalt, 1942 Staatsanwalt, 1943 Eintritt in die US-Kriegsmarine, zuletzt Fregattenkapitän, 1947-1950 Abgeordneter im Repräsentantenhaus (Republikaner), 1950-1953 Senator (Kalifornien), 1953-1961 Vizepräsident Eisenhowers, 1960 gegen Kennedy unterlegener Präsidentschaftskandidat, 1961-1967 Rechtsanwalt, 1969-1974 37. Präsident der USA.

Dr. Edwin Ogebe Ogbu (geb. 1926)

1946-1948 bei der Eisenbahngesellschaft Nigerias, 1955 nach dem Studium an der Universität Stanford, USA, Master of Art, 1956-1957 Northern Nigeria Civil Service, 1958-1960 Sekretär der Nigerian High Commission, London, 1960-1962 Sekretär der Federal Public Service Commission, Nigeria, 1962-1963 im nigerianischen Arbeitsministerium, 1963-1966 im Finanzministerium, 1966-1968 im Außenministerium, seit 1968 Botschafter Nigerias bei den Vereinten Nationen und Vorsitzender des Ausschusses zur Beseitigung der Rassendiskriminierung (Committee on Apartheid) der Vereinten Nationen, 1970-1974 Hochkommissar Nigerias in Jamaica, Trinidad und Tobago sowie Guyana.

Masayoshi Ohira (1910-1980)

1962-1964 und 1972-1974 Außenminister, 1974-1976 Finanzminister, 1978-1980 Premierminister Japans, ab 1978 Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei (LDP).

Stefan Olszowski (geb. 1931)

Nach dem Studium der Philologie 1954-1956 Tätigkeit in der Hauptverwaltung der Jugendorganisation der polnischen kommunistischen Partei, 1956-1960 Mitglied des Sekretariats des ZK des Jugendverbandes, 1960-1963 Parteisekretär in Posen, 1963-1968 Leiter des Pressebüros beim ZK der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR), 1968-1971 Sekretär des ZK der PZPR, ab 1970 Mitglied des Politbüros, 1972-1976 Außenminister, 1976-1980 erneut Sekretär des ZK der PZPR, 1980 zunächst Botschafter in Ost-Berlin, dann erneut Sekretär des ZK der PZPR, 1981 nach Verhängung des Kriegsrechts Mitglied des Militärrates der Nationalen Rettung, 1982-1985 erneut Außenminister.

Georges Pompidou (1911-1974)

Gymnasiallehrer, 1944-1946 nach der Befreiung von Paris Mitglied des persönlichen Stabs des Generals de Gaulle, 1946-1954 Inhaber verschiedener Ämter im Staatsrat, 1954-1956 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1962 Generaldirektor der Rothschild-Bank, zusätzlich 1958-1959 Kabinettsdirektor de Gaulles, 1959-1962 Mitglied des Verfassungsrates, 1962-1968 französischer Premierminister, 1969-1974 Präsident der Republik.

Dr. Eckart Schiffer (geb. 1927)

1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1954 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1955-1982 BMI, dort 1955-1960 in der Abteilung I, ab 1967: V (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), Hilfsreferent im Referat I A 1 (Allgemeine Verfassungsangelegenheiten), 1957-1958 Abordnung zum Landratsamt Ahrweiler, 1960-1962 Hilfsreferent im Ministerbüro, 1963-1966 Persönlicher Referent des Staatssekretärs II, zugleich 1964-1970 Leiter des Referats I A 1, ab 1967: V I 1 (Allgemeine Verfassungsangelegenheiten, ab 1967 zusätzlich: Finanzverfassungsrecht), 1970-1973 Leiter der Unterabteilung V II (Verwaltung), 1973-1974 Leiter der Unterabteilung V I (Verfassung, Staatsrecht), 1974-1992 Leiter der Abteilung V (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung, 1977-1982 zusätzlich: Medienpolitik).

Horst Sölle (1924-2016)

1940-1942 Ausbildung zum Industriekaufmann, 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Arbeiter bei der Deutschen Reichsbahn, 1945 Eintritt in die SPD bzw. SED, 1946-1947 Besuch eines Vorbereitungslehrgangs, 1947-1950 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1948 Besuch der Kreisparteischule, 1950-1952 Organisations-Instrukteur im Ministerium für Verkehr der DDR, Hauptabteilung Finanzen und Betriebswirtschaft, 1952-1953 Instrukteur, 1953-1958 Sektorenleiter Außenhandel, 1958-1962 stellvertretender Leiter der Abteilung Handel, Versorgung und Außenhandel des ZK der SED, 1963-1965 Staatssekretär und Erster Stellvertreter, 1965-1986 Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel und Mitglied des Ministerrats, 1963-1976 Kandidat, 1976-1989 Mitglied des ZK der SED, 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro des ZK der SED, 1986-1989 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats, 1988-1989 Ständiger Vertreter der DDR im Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe.

Prof. Dr. Dimitris Tsatsos (1933-2010)

1951-1960 Studium der Rechtswissenschaften und Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Öffentliches Recht und Politische Wissenschaften der Universität Athen, 1960-1964 wissenschaftlicher Assistent an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg, 1965 Gastreferent am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg, 1966-1967 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Mainz, 1968 erste Habilitation an der Universität Athen (keine Vorlesungserlaubnis durch die Militärdiktatur), zweite Habilitation an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, 1969-1974 Professor an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, März bis September 1973 Inhaftierung durch die Militärdiktatur, 1974-1977 Mitglied des ersten Parlaments nach der Militärdiktatur, als Abgeordneter Generalreferent aller Oppositionsparteien für die demokratische Verfassungsreform, ab 1974 Vizekultusminister in der Regierung der „Nationalen Einheit", zuständig für das Hochschulwesen, 1974-1980 Professor für Verfassungsrecht an der Universität Thessaloniki, 1980-1989 an der Universität Athen, zugleich 1980-1989 o. Professor für Deutsches und Ausländisches Staatsrecht und Staatslehre an der Fernuniversität Hagen, 1989-1992 Präsident der griechischen Staatsrechtslehrer-Vereinigung, 1991-1997 Direktor des Instituts für Deutsches und Europäisches Parteienrecht an der Fernuniversität Hagen, ab 1998 Vorsitzender des Kuratoriums des Instituts für Deutsches und Europäisches Parteienrecht, 1994-2004 MdEP.

Dr. Gerhard Wachter (1929-2004)

1946-1948 Helfer in einer Tierarztpraxis, 1948-1949 Gasthörer an der Landwirtschaftsschule Heldensleben, 1949 Sonderbeauftragter für den Pflanzenschutz im Kreis Haldensleben, 1949-1950 Maurerlehrling in Hannover, 1950-1955 Studium der Veterinärmedizin, 1955-1956 Assistenzarzt in einer Tierarztpraxis, 1956-1986 Berufssoldat, nach verschiedenen Truppenverwendungen 1963-1964 Teilnahme am 6. Generalstabslehrgang, 1965-1968 beim Stab Studien und Übungen der Bundeswehr, Bensberg, 1968-1971 Kommandeur ABC-Abwehrbataillon, Bruchsal, 1971-1973 BMVg, dort zuletzt im Führungsstab des Heeres (Fü H), Stabsabteilung I (Innere Führung, Personal, Ausbildung) Leiter des Referats I 6 (Bildung, Offizier- und Unteroffizierausbildung im Heer), 1973-1974 kommissarischer Leiter der neu gegründeten Hochschule der Bundeswehr, Neubiberg, 1974-1976 BMVg, dort im Führungsstab der Streitkräfte (Fü S), Stabsabteilung I (Innere Führung, Personal, Ausbildung) Leiter des Referats I 14 (Grundsätze Ausbildung und Erziehung, Fortbildungsstufen C und D), 1976-1977 Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 31, Oldenburg, 1977-1980 BMVg, dort Fü S Leiter der Stabsabteilung I (Innere Führung, Personal, Ausbildung, zugleich Beauftragter für Erziehung und Ausbildung beim GenInsp), 1980-1982 Kommandeur der 4. Panzergrenadierdivision, Regensburg, 1982-1986 Kommandeur des 1. Korps, Münster, 1986 Amtschef des Heeresamtes, Köln.

Otto Winzer (1902-1975)

1916-1922 Ausbildung zum und Tätigkeit als Schriftsetzer, 1918 Mitglied eines Arbeiterrates, 1919 Eintritt in die Freie Sozialistische Jugend und KPD, 1922 Leiter einer Ortsgruppe der Kommunistischen Jugend Deutschlands bzw. des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland, dort 1923 Mitglied der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg, 1924 und erneut 1925 Leiter der Wiener Filiale des Verlags der Kommunistischen Jugendinternationalen, 1924-1925 Leiter des Roten Jungsturms, 1925-1927 Mitglied der KPÖ, 1927 Rückkehr nach Berlin, dort Leiter des Verlags der Kommunistischen Jugendinternationalen, 1928 Mitarbeit im Exekutivkomitee der Kommunistischen Jugendinternationalen in Moskau, 1928-1930 Mitglied der KPdSU, 1930 Rückkehr nach Berlin, dort Mitarbeiter im Westeuropäischen Büro des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationalen, 1930-1933 Leiter des Verlags der Kommunistischen Jugendinternationalen und Politischer Leiter der Revolutionären Gewerkschaftsopposition Grafik, 1933-1934 Politischer Leiter der Revolutionären Gewerkschaftsopposition Berlin-Brandenburg, 1934 Emigration nach Frankreich, dort verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Freie Jugend", 1935 Mitarbeiter der Verlagsabteilung des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationalen, 1937 Übersetzer und Redakteur im Verlag für fremdsprachige Literatur, 1941 erneut Mitarbeiter der Kommunistischen Internationalen, Auswerter deutscher Soldatenbriefe und Redakteur am Deutschen Volkssender Moskau, 1943 Mitglied des Nationalkomitees „Freies Deutschland", 1944-1945 Seminarleiter an der Parteischule der KPD, Moskau, 1945 Rückkehr nach Deutschland, 1945-1946 Stadtrat für Volksbildung im Magistrat von Berlin, 1947 gleichberechtigter Leiter der Hauptabteilung Kultur und Erziehung des Zentralsekretariats der SED, ab 1947 Mitglied des Parteivorstands bzw. des Zentralkomitees der SED, dort Leiter der Abteilung Presse, Rundfunk und Information, 1949 zunächst stellvertretender Chefredakteur der Zeitung „Neues Deutschland", dann persönlicher Mitarbeiter Wilhelm Piecks, 1949-1956 Staatssekretär und Chef der Privatkanzlei des Präsidenten der DDR, ab 1950 Abgeordneter der Volkskammer, 1956-1959 stellvertretender Außenminister, 1959-1965 Staatssekretär und Erster stellvertretender Außenminister, 1965-1975 Minister für Auswärtige Angelegenheiten, 1975 Ruhestand, aber weiterhin Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Parteivorstand der SED.

Prof. Dr. Hendrikus Johannes Witteveen (geb. 1921)

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften ab 1946 Tätigkeit am Zentralen Planungsamt Rotterdam, 1948-1963 Professor für Konjunktur und Wirtschaftspolitik an der Wirtschaftshochschule Rotterdam, 1958-1963 als Mitglied der Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) Mitglied der Ersten Kammer, 1963-1967 und 1971-1973 Mitglied der Zweiten Kammer, 1963-1965 und 1967-1971 niederländischer Finanzminister, anschließend Tätigkeit in der Industrie und Vertreter der Niederlande bei der OECD, Paris, und bei den GATT-Verhandlungen, 1973-1978 Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) Washington, anschließend erneut Tätigkeit in der Industrie.

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