2.10.13 (k1973k): B. Sporthilfemarken

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Sporthilfemarken

(11.14 Uhr)

BM Ehmke erläutert sein Vorhaben, der Stiftung Deutsche Sporthilfe mitzuteilen, daß er nicht beabsichtige, anstelle der am 30.11.1972 ausgelaufenen Olympiamarken-Serien neue Sporthilfe-Zuschlagsmarken herauszugeben. 32

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Die Deutsche Bundespost hatte in den Jahren 1968 bis 1972 jährlich Olympiamarken-Serien mit Zuschlägen herausgegeben, die der Förderung von Maßnahmen für die Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele in München dienen sollten. Die Erlöse aus den Zuschlägen von etwa 32 Millionen DM waren im Wesentlichen der Stiftung Deutsche Sporthilfe zugeflossen. Ehmke stand der Herausgabe weiterer solcher Zuschlagsmarken ablehnend gegenüber, weil dadurch die Einnahmen der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege aus Wohlfahrts- und Jugendmarken-Zuschlägen geschmälert wurden und diesen zuvor die zeitliche Befristung der Olympiamarken zugesichert worden war. Vgl. das Schreiben des BMP an die Stiftung Deutsche Sporthilfe vom 31. Jan. 1973 in B 257/42273, weitere Unterlagen in B 257/42274.

Nach eingehender Diskussion, an der sich der Bundeskanzler, die Bundesminister Genscher, Leber, Lauritzen, Eppler, Ehmke, Friderichs, Frau Focke, von Dohnanyi, Vogel, Maihofer, Ertl sowie Parl. Staatssekretär Porzner beteiligen, bittet das Kabinett BM Ehmke um eine Kabinettvorlage, in der für die Zeit ab 1. Januar 1974 die Gesamtproblematik der Zuschlagsmarken und die Bedürfnisse aller Antragsteller einschließlich der Sporthilfe dargestellt sind. 33

33

Nachdem eine Ressortbesprechung zwischen Vertretern des Bundeskanzleramts, des BMP, BMI, BMF und BMJFG am 19. April 1973, die der Vorbereitung einer Kabinettsvorlage dienen sollte, kein einheitliches Meinungsbild ergeben hatte, entschied Ehmke am 5. Juli 1973, keine Vorlage zu erstellen. Vgl. das undatierte Protokoll der Ressortbesprechung und den Vermerk des BMP vom 6. Juli 1973 in B 257/42273.

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