2.1.1 (k1970k): A. Situation in Biafra

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[A.] Situation in Biafra

Der Bundeskanzler berichtet über die Situation in Biafra und betont, die Bundesregierung sei weiterhin zur Hilfe bereit. 1

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Siehe 147. Sitzung am 21. Nov. 1968 TOP 2 (Kabinettsprotokolle 1968, S. 458 f.). - Nach der Abspaltung der überwiegend vom Stamm der Ibos bewohnten Ostregion Nigerias (Republik Biafra) im Mai 1967, die von dem Sezessionsführer und Regierungschef Chukwuemeka Odumegwu Ojukwu regiert wurde, hatten nigerianische Bundestruppen das Gebiet abgesperrt. Über zwei Millionen Menschen waren infolgedessen einer Hungerkatastrophe zum Opfer gefallen. Die Rückeroberung des Gebiets wurde am 13. Jan. 1970 nach Ojukwus Flucht in die Republik Elfenbeinküste mit einem Waffenstillstand und zwei Tage später mit der Kapitulation beendet. Vgl. den Bericht der deutschen Botschaft in Lagos vom 17. Jan. 1970 in AA B 34, Bd. 829, weitere Unterlagen in AA B 34, Bde. 830 bis 834, und B 102/86736, B 126/31458 sowie B 136/6271 und 6272. - Die Bundesregierung stellte nach der Kapitulation Luftfahrzeuge zur Verteilung von Hilfsgütern an die Zivilbevölkerung in der Region als Direkthilfe zur Verfügung (vgl. den Vermerk des BMI vom 16. Jan. 1970 in B 126/31458). Außerdem führte eine Delegation aus Vertretern des BMWi, des BMZ und des BMV vom 24. Jan. bis 4. Febr. 1970 Kapitalhilfe-Sondierungsgespräche für Entwicklungshilfeprojekte (vgl. den Bericht des BMWi vom 10. Febr. 1970 in B 102/86731 sowie die Pressemitteilung des BMZ in Bulletin Nr. 11 vom 24. Jan. 1970, S. 112). - Fortgang 23. Sitzung am 16. April 1970 TOP F.

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