2.20.18 (k1970k): G. Situation der IOS

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[G.] Situation der IOS

Parlamentarischer Staatssekretär Arndt berichtet über die Situation der Investmentfonds der IOS sowie die Verhandlungen zwischen dem Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen und dem deutschen Repräsentanten der IOS. Es schließt sich eine kurze Aussprache an. 34

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Das in den 1960er Jahren größte und weltweit agierende Investment-Unternehmen Investors Overseas Services Corp. (IOS) mit Stammsitz in Panama, das mit Aktienfonds, Immobilien und Versicherungen handelte, war Anfang April 1970 in eine Liquiditäts- und Vertrauenskrise geraten. Nachdem am 31. März 1970 bei einer Transaktion zwischen zwei IOS-Gesellschaften mit eigenen Aktien zu einem Drittel ihres Börsenwerts bezahlt wurde, setzte an den Börsen der Kursverfall der IOS-Aktien ein. Betroffen waren auch 300 000 Anleger in der Bundesrepublik mit mehr als 2,4 Milliarden DM Spareinlagen. Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Berlin prüfte in Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsrats der deutschen IOS Bundesminister a. D. Erich Mende, der dieses Amt seit September 1967 ausübte, die Liquidität der Wertpapierbestände und das Barvermögen der in der Bundesrepublik angebotenen Fonds. Vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 2. Mai 1970, S. 18, „Die Welt" vom 8. Mai 1970, S. 13, und „Der Spiegel" Nr. 21 und 22 vom 18. und 25. Mai 1970, S. 104-121 bzw. 122, Unterlagen in B 102/49330 und 84747. - 1973 meldete die IOS Insolvenz an.

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