2.24.9 (k1970k): G. Erdbebenkatastrophe in Peru

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[G.] Erdbebenkatastrophe in Peru

Bundesminister Scheel empfiehlt im Hinblick auf eine mögliche Häufung von Katastrophenfällen im Ausland, generell Zurückhaltung zu üben. Angesichts des außerordentlichen Umfangs der Erdbebenkatastrophe in Peru - nach bisher vorliegenden Meldungen sind 50 000 Tote zu beklagen - spricht er sich gleichwohl dafür aus, auch deutscherseits diesem Land zu helfen. 26

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Am 31. Mai 1970 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,7 auf der Richter-Skala mehrere Städte wie Yungay, Cancay und Huaraz sowie kleinere Ortschaften in den nördlichen Anden zum größten Teil zerstört, Dämme und Deiche hochgelegener Andenseen gebrochen und etwa 70 000 Menschenleben gefordert. Vgl. die Vermerke des AA und des BMF jeweils vom 4. Juni 1970 in AA B 2, Bd. 171, bzw. B 126/45504, weitere Unterlagen in B 126/62965.

Er bittet das Kabinett zu beschließen, daß der peruanischen Regierung als Katastrophenhilfe Sachleistungen in Höhe von 5 Mio. DM zur Verfügung gestellt werden.

Auf Vorschlag von Bundesminister Möller ist das Kabinett grundsätzlich mit einer Hilfeleistung an Peru einverstanden. Zwischen den Bundesministern des Auswärtigen und der Finanzen ist des Näheren die Frage der Deckungsmöglichkeit zu prüfen. 27

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Vgl. das Schreiben des AA an den BMF vom 5. Juni 1970 in B 126/45504. - Die Katastrophenhilfe für Peru wurde aus Kapitel 0502 (Allgemeine Bewilligungen) Titel 686 12 (humanitäre und andere sofortige Hilfe im Ausland außerhalb der Entwicklungshilfe) geleistet und überwiegend aus Mitteln des Gesamthaushalts gedeckt. Vgl. den Vermerk des BMF vom 12. Okt. 1970 in B 126/62965.

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