2.8.3 (k1970k): B. Bericht über die Besuche des Bundeskanzlers in Dänemark und des Bundesministers des Auswärtigen in Indien

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Bericht über die Besuche des Bundeskanzlers in Dänemark und des Bundesministers des Auswärtigen in Indien

Der Bundeskanzler berichtet, daß sowohl seine Reise nach Dänemark 5 als auch diejenige des Bundesministers des Auswärtigen nach Indien einen recht guten Verlauf genommen hätten. 6

5

Brandt hatte am 13./14. Febr. 1970 mit dem dänischen Regierungschef Hilmar Braunsgaard insbesondere die Durchführung einer Europäischen Sicherheitskonferenz (KSE) sowie Fragen zur Erweiterung der EWG erörtert. Dänemark hatte am 11. Mai 1967 einen Beitrittsantrag zur EWG gestellt, jedoch seit 1968 verstärkt die Gründung eines norddeutschen Wirtschaftsraums (Nordek) befürwortet, dem Schweden, Norwegen und Finnland angehören sollten, die allerdings am vorzeitigen Rückzug Finnlands scheiterte. Vgl. den Bericht der deutschen Botschaft in Kopenhagen an das AA vom 18. Febr. 1970 in B 136/3499, weitere Unterlagen in AA B 31, Bd. 356. - Zum Besuch des Bundespräsidenten in Dänemark vgl. 30. Sitzung am 11. Juni 1970 TOP J.

6

Zur Asienreise Scheels vgl. 17. Sitzung am 26. Febr. 1970 TOP 8 a. - Am 16. Febr. 1970 hatte Scheel ein Gespräch mit dem indischen Außenminister Dinesh Singh geführt, bei dem neben der Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit die Haltung der sozial-liberalen Koalition hinsichtlich der Ost- und Deutschlandpolitik herausragendes Thema war. Eine völkerrechtliche Anerkennung der DDR hatte Scheel mit der Begründung ausgeschlossen, beide deutsche Staaten könnten füreinander nicht Ausland sein. Vgl. den Bericht der deutschen Botschaft in Neu Delhi an das AA vom 17. Febr. 1970 in AAPD 1970, S. 266-278, das gemeinsame Kommuniqué in Bulletin Nr. 22 vom 18. Febr. 1970, S. 212, weitere Unterlagen in AA B 37, Bd. 501.

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