2.16.10 (k1973k): A. Berichterstattung über die Sitzung der 20-er Gruppe in Washington

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[A.] Berichterstattung über die Sitzung der 20-er Gruppe in Washington

(10.35 Uhr)

BM Schmidt berichtet über das Ergebnis der Sitzung der 20-er Gruppe in Washington. 17

17
 

Siehe 10. Sitzung am 14. März 1973 TOP A (Währungspolitik). - Bericht und Würdigung der Ministertagung des Zwanziger-Ausschusses des BMF jeweils vom 29. März 1973 in B 126/33476, weitere Unterlagen in B 126/33473 bis 33475, 33477 bis 33480, 43422, 45949 sowie 48899 und B 136/7358. - Der am 28. Sept. 1972 konstituierte Ausschuss des Gouverneursrats des Internationalen Währungsfonds (IWF/IMF) für die Reform des internationalen Währungssystems und verwandte Fragen (Komitee bzw. Ausschuss der 20 oder auch Zwanziger Club), an dem alle Länder beteiligt waren, die Exekutivdirektoren des IWF stellten (elf Industrie- und neun Entwicklungsländer: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bundesrepublik Deutschland, Äthiopien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irak, Italien, Japan, Kanada, Marokko, Mexiko, Niederlande, Schweden, USA, Zaire), hatte am 26. und 27. März 1973 in Washington zum zweiten Mal getagt. Unter dem Vorsitz des indonesischen Finanzministers Ali Wardhana zogen die Finanzminister und Notenbankgouverneure unmittelbar nach der Freigabe des Dollar-Kurses durch die EWG-Länder die Schlussfolgerung, dass künftig auch ein reformiertes Währungssystem auf festen, aber anpassungsfähigen Paritäten beruhen sollte, wobei in bestimmten Situationen fluktuierende Kurse ein nützliches Instrument seien. Die Teilnehmer bekannten sich zu einem einheitlichen Weltwährungssystem, das auf Zusammenarbeit und gegenseitige Abstimmung im Rahmen eines gestärkten IWF beruhen und gleichermaßen das Wachstum des Welthandels, die Beschäftigung, die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflationsbekämpfung in allen Teilen der Welt fördern sollte. Einvernehmen bestand darin, dass das Problem der US-Zahlungsbilanz und vor allem der US-Handelsbilanz gelöst werden müsse, wenn ein neues Währungssystem funktionieren sollte. Des Weiteren wurde über die Erwartungen der Entwicklungsländer an ein neues Weltwährungssystem gesprochen und vereinbart, die vorbereitenden Arbeiten der Stellvertreter des Zwanziger-Ausschusses zu intensivieren. Deren bisherige Ergebnisse waren in einem Kommuniqué festgehalten und zur Kenntnis genommen worden (vgl. den deutschen Wortlaut des Kommuniqués vom 29. März 1973 in B 126/33476). - Zur Neufestlegung des D-Mark-Leitkurses Fortgang Sondersitzung am 29. Juni 1973 TOP 1, zur Jahrestagung des IWF und der Weltbank Fortgang 32. Sitzung am 19. Sept. 1973 TOP 5.

Das Kabinett nimmt Kenntnis.

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