2.34.1 (x1954e): A. Beteiligung der Bundesregierung an den Beisetzungsfeierlichkeiten für Kronprinz Rupprecht von Bayern

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[A.] Beteiligung der Bundesregierung an den Beisetzungsfeierlichkeiten für Kronprinz Rupprecht von Bayern

Der Vizekanzler teilt mit, daß er bereits gestern kondoliert habe 4. Es müsse nunmehr festgelegt werden, wer für die Bundesregierung an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehme. Der Bundeskanzler habe gebeten, in Erwägung zu ziehen, ob nicht der Vizekanzler und die Bundesminister Schäffer und Strauß 5 an der Beisetzung teilnehmen sollten 6. Man müsse die Frage stellen, ob eine derartige Vertretung der Bundesregierung im Hinblick auf die Teilnahme nur eines Bundesministers an den Beisetzungsfeierlichkeiten für den deutschen Kronprinzen 7 empfohlen werden könne. Nach kurzer Aussprache beschließt der Kabinettsausschuß, daß an den Beisetzungsfeierlichkeiten der Vizekanzler und Bundesminister Schäffer teilnehmen sollen. Der Vizekanzler bittet Staatssekretär Prof. Dr. Hallstein zu veranlassen, daß das Protokoll Fühlung mit dem Bundesminister der Finanzen und ihm aufnimmt 8.

4

Rupprecht von Bayern (1869-1955), seit dem Tod seines Vaters Ludwigs III. (1845-1921) Chef des Hauses Wittelsbach, war am 2. Aug. 1955 gestorben.

5

Franz Josef Strauß (1915-1988). 1939-1945 Wehrdienst, 1945 stellvertretender Landrat, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955 (Okt.)-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

6

Vgl. das Telegramm des sich in Mürren aufhaltenden Adenauer vom 2. Aug. 1955 an Blücher in Nachlaß Blücher N 1080/82.

7

Der Bundesminister für Wohnungsbau Eberhard Wildermuth hatte die Bundesregierung am 26. Juli 1951 bei der Beisetzung des am 20. Juli 1951 gestorbenen Kronprinzen Friedrich Wilhelm (geb. 1881) auf Burg Hohenzollern bei Hechingen vertreten (vgl. „Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 27. Juli 1951, „Kronprinz Wilhelm von Preußen beigesetzt"). Adenauer, der sich zuvor gegen die Teilnahme eines Bundesministers ausgesprochen, sich jedoch im Urlaub befunden hatte, hatte Blücher mit Schreiben vom 28. Juli 1951 darauf hingewiesen, „daß diese Angelegenheit in das Gebiet der Richtlinienkompetenz fällt, die der Bundeskanzler bestimmt".

8

Unterlagen des Protokolls nicht ermittelt. - Blücher vertrat die Bundesregierung bei der Beisetzung Rupprechts von Bayern am 6. Aug. 1955 in München (vgl. den Kalendereintrag in Nachlaß Blücher N 1080/294-9).

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